Die Radbruchsche Formel, benannt nach dem deutschen Rechtsphilosophen Gustav Radbruch, ist ein Prinzip zur Lösung von Konflikten zwischen gesetztem Recht und Gerechtigkeit. Sie besagt, dass ein Gesetz, das in so extremem Maße ungerecht ist, dass es die grundlegenden Prinzipien der Gerechtigkeit verletzt, seine Gültigkeit verliert und nicht angewendet werden darf.
Die Radbruchsche Formel besagt, dass ein Richter gegen ein als „unerträglich ungerecht“ geltendes Gesetz entscheiden darf, wenn es die grundlegende Gleichheit aller verletzt oder Gerechtigkeit nicht einmal anstrebt.