Der Sachsenspiegel ist das bedeutendste mittelalterliche Rechtsbuch im deutschsprachigen Raum und wurde um 1220–1235 von Eike von Repgow verfasst. Es gilt als das erste schriftlich fixierte deutsche Rechtswerk und diente als Grundlage für das Recht in vielen Teilen Mitteleuropas.
Wesentliche Punkte zum Sachsenspiegel:
- Inhalt: Es behandelt sowohl das Landrecht (Bauern- und Adelsrecht) als auch das Lehnsrecht (Rechte und Pflichten zwischen Lehnsherren und Vasallen).
- Sprache: Verfasst in mittelniederdeutscher Sprache, was das Recht für viele zugänglich machte.
- Bedeutung: Der Sachsenspiegel regelte Alltags- und Herrschaftsfragen, beeinflusste die Rechtsentwicklung und war lange Zeit verbindlich.
- Illustrationen: Enthält zahlreiche Zeichnungen, die Rechtssituationen erklären.
- Nachwirkung: Seine Prinzipien wirkten bis in die Neuzeit hinein und prägen noch heute das deutsche Recht.
Der Sachsenspiegel ist ein wichtiges Kulturgut, das Recht, Gesellschaft und Geschichte des Mittelalters lebendig macht.