Der Lindy-Effekt beschreibt eine interessante Beobachtung zur Lebensdauer von nicht-biologischen Dingen wie Ideen, Technologien oder kulturellen Artefakten. Er besagt, dass die erwartete verbleibende Lebensdauer eines Objekts proportional zu seiner bisherigen Existenzzeit ist. Einfacher gesagt: Je länger etwas bereits existiert hat, desto länger wird es wahrscheinlich auch noch bestehen bleiben.
Das Konzept stammt ursprünglich aus der Welt der New Yorker Comedy-Shows im Lindy’s Restaurant, wo man bemerkte, dass Shows, die schon lange liefen, voraussichtlich auch noch länger erfolgreich sein würden. Übertragen auf Kultur oder Technik bedeutet das: Ein Buch, das seit 100 Jahren gelesen wird, hat gute Chancen, auch in den nächsten 100 Jahren relevant zu bleiben. Neue Technologien oder Ideen, die erst kurz existieren, sind dagegen unsicherer in ihrer Zukunft.
Der Lindy-Effekt beschreibt das Phänomen, dass die zukünftige Lebenserwartung von nicht verderblichen Dingen proportional zu ihrem aktuellen Alter ist.
Der Lindy-Effekt ist eine Theorie, die besagt, dass die verbleibende Lebenserwartung von Technologien, Ideen, Unternehmen und anderen Dingen mindestens ihrem gegenwärtigen Alter entspricht. Je älter etwas ist, desto länger wird es wahrscheinlich in der Zukunft noch existieren. Konkret: Etwas, das schon seit 40 Jahren existiert, wird demnach noch mindestens weitere 40 Jahre existieren.
Der Lindy-Effekt gilt dabei nur für Dinge, die kein natürliches Verfalldatum haben. Menschen zum Beispiel haben ein natürliches Verfalldatum. Auch Tiere und Pflanzen sterben irgendwann einen natürlichen Tod. Hier gilt der Lindy-Effekt nicht.
die verbleibende Lebenserwartung umso länger ist, je länger etwas bereits existiert oder in der Gegenwart genutzt wird