Das „Muspilli“ ist ein althochdeutsches Epos, das im 9. oder 10. Jahrhundert entstanden ist. Es gilt als eines der ältesten erhaltenen Werke der deutschen Literatur und beschreibt eine apokalyptische Vision des Weltgerichts und das Schicksal der Seelen nach dem Tod.
ein als Fragment überliefertes Gedicht über Endzeit und Weltgericht
Das „Muspilli“ ist ein althochdeutsches Epos, das im 9. oder 10. Jahrhundert entstanden ist. Es gilt als eines der ältesten erhaltenen Werke der deutschen Literatur und beschreibt eine apokalyptische Vision des Weltgerichts und das Schicksal der Seelen nach dem Tod.
Das Wort „Muspilli“ leitet sich von einem altnordischen Begriff ab und wird oft mit dem Thema „Feuer“ in Verbindung gebracht. Der Text reflektiert die christliche Vorstellung vom Jüngsten Gericht, zeichnet aber auch eine Verbindung zur vorchristlichen Mythologie, etwa durch die Anspielungen auf nordische Götter und Mythen.
Das Epos ist fragmentarisch überliefert, das heißt, viele Teile sind verloren gegangen, und es existiert nur in wenigen Manuskripten. Es ist von historischer Bedeutung, da es Einblicke in die kulturellen und religiösen Vorstellungen des Mittelalters bietet und die sprachliche Entwicklung des Deutschen dokumentiert.