Das Fermi-Paradoxon ist ein Widerspruch, den der Physiker Enrico Fermi 1950 aufzeigte. Das Paradoxon hinterfragt die Wahrscheinlichkeit intelligenten außerirdischen Lebens. Es versucht, eine grundlegende Frage zu beantworten:
„Sind wir Menschen die einzige technisch fortschrittliche Zivilisation im Universum?“
Dieses Paradoxon entstand während einer angeregten Diskussion, die der Physiker Fermi mit seinen Kollegen Edward Teller („der Vater der Wasserstoffbombe"), Emil Konopinski und Herbert York auf dem Weg zum Mittagessen führte. Es war das Jahr 1950 und trotz einiger angeblicher UFO-Sichtungen, die mal wieder vermeldet wurden, gab es immer noch keine nachweisbaren Zeichen extraterrestrischer Existenz.
Angeregt von den Überlegungen setzte sich Fermi nun an die theoretische Suche nach einer Antwort auf die Frage: „Sind wir Menschen die einzige technisch fortschrittliche Zivilisation im Universum?"
Er kam zu folgendem Schluss:
Der weit verbreitete Glaube, es gäbe in unserem Universum viele technologisch fortschrittliche Zivilisationen, in Kombination mit unseren Beobachtungen, die das Gegenteil nahelegen, ist paradox und deutet darauf hin, dass entweder unser Verständnis oder unsere Beobachtungen fehlerhaft oder unvollständig sind.
Wenn mal wieder über die Suche nach außerirdischen Intelligenzen – kurz SETI – diskutiert wird, tauchen früher oder später fast immer zwei Aspekte auf. Zum einen die Drake-Gleichung, mit deren Hilfe sich abschätzen lässt, wie viele Zivilisationen wir theoretisch in der Milchstraße aufspüren könnten. Legt man plausible Annahmen zu Grunde, landet man bei einer Zahl von einigen tausend. Zum anderen das so genannte Fermi-Paradoxon: Gäbe es intelligente Außerirdische, müssten wir sie eigentlich überall um uns herum sehen, weil eine jede Zivilisation zwangsläufig irgendwann die gesamte Galaxis kolonisiert haben würde. Da wir aber keine offensichtlichen Anzeichen für einen Besuch Außerirdischer auf der Erde erkennen können, lässt sich schlussfolgern, dass es auch keine intelligenten Außerirdischen gibt – und somit wäre auch eine Suche nach ihren Signalen sinnlos.
Das ist ein Gedankengang des Physikers Enrico Fermi.
Das Fermi-Paradoxon ist ein Gedankengang des Physikers Enrico Fermi aus dem Jahr 1950. Fermi ging davon aus, dass es extraterrestrische Intelligenz gibt, die technisch hochentwickelte Zivilisationen über Millionen von Jahren aufrecht erhalten kann.