umgangssprachlich, Bayern, Österreich; Der Ausdruck stammt aus früheren Kriegen zwischen Christen und Moslems. Die Gefangenen mussten auf der Feindesseite weiterkämpfen. Die gefangenen Moslems mussten den Glauben wechseln. Die gefangenen Christen durften ihren Glauben dagegen behalten, sie zogen daher auf moslemischer Seite mit dem Kreuz in die Schlacht und wurden daher von den Christen die "Kruzitürken" (Kreuztürken) genannt.
Als wahrscheinlicher gilt aber eine andere Deutung. (Der nächste, Bitte)
Der begriff geht auf die Kuruzen zurück
Kruzitürken wird heute in Süddeutschland nur noch als ein verbaler Kraftausdruck bzw. Fluch, mit dem der eigene Unmut ausgedrückt wird, genutzt.
Der Ursprung des Begriff ist aber historisch belegt. Der Begriff geht zurück auf die Kuruzen bzw. "Kruzi". Das war ursprünglich die Bezeichnung der Kreuzzugteilnehmer im Königreich Ungarn.
Jene Kuruzen erhielten unter den Osmanen derart umfangreiche Freizügigkeit in der Ausübung ihrer Religion, dass sie später an der Seite der Osmanen gegen die Habsburger gekämpft haben, da diese sie zwangskatholisieren wollten. Sie werden in der Literatur und Geschichtsschreibung der Westlichen Welt oft als Räuber, Banditen, Plünderer und bestenfalls Aufständische bezeichnet. Aus dem Ruf "Die Kuruzen und die Türken kommen", wurde irgendwann der Fluch "Kruzitürken!"
Die in anderen Quellen oft genannte Herkunft "Kreuztürken" führt zwar inhaltlich zum selben Ergebnis (Kreuzzügler, die an der Seite der Türken kämpften), ist aber dennoch eher nicht der Ursprung des Begriffs.