In der Chemie sind Deskriptoren Bezeichnungen (Präfixe) in systematischen Namen oder numerische Werte, die die Struktur, Konfiguration, Stereochemie oder physikalisch-chemische Eigenschaften eines Moleküls präzise beschreiben. Sie ermöglichen die eindeutige Identifizierung von Isomeren (z. B. cis/trans, R/S) und werden in der Chemoinformatik zur Modellierung von Moleküleigenschaften genutzt. Wikipedia +4
- Strukturelle/Stereochemische Deskriptoren (Nomenklatur): Beschreiben die räumliche Anordnung (Konfiguration/Konformation) wie cis-, trans-, E/Z-, R/S- oder $\eta, \mu, \kappa$-Angaben. Diese werden der IUPAC-Nomenklatur vorangestellt.
- Molekulare Deskriptoren (Chemoinformatik): Transformation von Strukturinformationen in numerische Werte (z. B. Molekulargewicht, topologische Indices, Wasserstoffatomzahl, Bindungsanzahl), um physikochemische Eigenschaften zu berechnen.
- Kategorisierung: Man unterscheidet 1D (Summenformel), 2D (Verbindungstopologie) und 3D-Deskriptoren (Raumstruktur).