Das Los entscheidet, auch heute noch häufig:
Aus einer Hand mit vier gleichlangen und einem etwas kürzeren Streichholz verliert derjenige, der das "kürzere zieht". Die Anzahl 5 ist natürlich variabel, je nach Anzahl der Teilnehmer des Verfahrens.
Das Losen hatte seit dem Altertum den Rang eines Gottesurteils bei strittigen Rechtsfragen. Dabei gab es verschiedene Verfahren, wie etwa das Würfeln oder das Abzählen von Knoten. Die Redensart bezieht sich auf den Brauch, aus einer gewissen Anzahl von Grashalmen von den streitenden Parteien jeweils einen herausziehenzu lassen. Wer den längeren Halm zog, hatte gewonnen und derjenige, der den kürzeren zog, folgerichtig verloren.
Wer den kürzeren zieht verliert
Ein alter Brauch aus dem Altertum,
einen Grashalm von den sich streitenden Parteien ziehen zu lassen.
Wer den den kürzeren zog, hat verloren.
Wenn man früher in einem Rechtsstreit keine Lösung finden konnte, hat man das Los entscheiden lassen. Wer dann das kürzere Hölzchen zog, hatte das Nachsehen.