Chiralität bezeichnet die Eigenschaft von Objekten oder Molekülen, die nicht mit ihrem Spiegelbild identisch sind. Ein klassisches Beispiel sind unsere Hände: Die linke und rechte Hand sind Spiegelbilder, aber nicht deckungsgleich – sie sind chiral. In der Chemie bedeutet Chiralität, dass ein Molekül ein oder mehrere sogenannte Chiralitätszentren hat, meist ein Kohlenstoffatom, das an vier verschiedene Gruppen gebunden ist. Solche Moleküle existieren als zwei Formen, Enantiomere genannt, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten. Diese Enantiomere können unterschiedliche biologische Wirkungen haben, weshalb Chiralität besonders in der Pharmazie wichtig ist. Ein Enantiomer eines Medikaments kann wirksam sein, während das andere unwirksam oder sogar schädlich sein kann. Auch in der Natur ist Chiralität allgegenwärtig: Aminosäuren und Zucker sind fast ausschließlich in einer chiralen Form vorhanden. Chiralität beeinflusst also maßgeblich, wie Moleküle interagieren und wirkt sich auf viele Bereiche der Wissenschaft aus.
Händigkeit, aus dem griech. von cheir = Hand
Eigenschaft von Körpern und chemischen Strukturen (z. B. Molekülen), sich mit ihrem Spiegelbild nicht zur Deckung bringen zu lassen
die geometrische Eigenschaft von Molekülen