Frankreich und England erklärten der Sowjetunion 1939 keinen Krieg, obwohl diese nach dem deutschen Überfall auf Polen von Osten einmarschierte. Der Grund liegt im Nichtangriffspakt Molotow-Ribbentrop zwischen Deutschland und der Sowjetunion, der eine geheime Aufteilung Polens vorsah. Die westlichen Alliierten hatten ihre Verteidigungsverpflichtungen gegenüber Polen nur gegen Deutschland, nicht aber gegen die Sowjetunion. Zudem betrachteten sie die Sowjetunion damals eher als taktischen Gegner Deutschlands, nicht als direkten Feind. Eine Kriegserklärung an die Sowjetunion hätte den Konflikt auf zwei Fronten ausgeweitet, was Frankreich und England vermeiden wollten, da sie militärisch noch nicht ausreichend vorbereitet waren. Erst mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion 1941 wurden diese Verbündete im Kampf gegen Deutschland. So blieb die Sowjetunion 1939 außerhalb der Kriegserklärungen der Westmächte.
weil es Russland 1939 noch gar nicht gab
Frankreich und Großbritannien erklärten der Sowjetunion 1939 nach deren Einmarsch in Polen nicht den Krieg, da ihr Beistandspakt primär gegen die deutsche Aggression gerichtet war. Sie wollten eine gleichzeitige Konfrontation mit zwei Großmächten vermeiden, die UdSSR nicht in ein festes Bündnis mit Hitler treiben und sahen keine militärische Möglichkeit für ein direktes Eingreifen.