1976 boykottierten etwa 28 afrikanische Länder die Olympischen Sommerspiele in Montreal. Grund war die Teilnahme Neuseelands, das trotz internationaler Proteste weiter Rugby-Spiele mit dem Apartheid-Regime Südafrikas austrug. Südafrika selbst war wegen seiner Apartheidpolitik seit 1964 von den Spielen ausgeschlossen. Die afrikanischen Staaten forderten, dass Länder, die sportliche Beziehungen zu Südafrika pflegen, ebenfalls ausgeschlossen werden. Da das IOC und Kanada (Gastgeber) Neuseelands Teilnahme erlaubten, protestierten die afrikanischen Länder mit einem Boykott. Dieser zeigte ein starkes politisches Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport.
Der Grund war eine Rugby-Tour der neuseeländischen Nationalmannschaft durch das wegen der Apartheid isolierte Südafrika