„Grüß Gott“ ist die Kurzform von „grüß dich Gott“ (in manchen Gegenden heute noch gebräuchlich). Und das stammt wiederum vom mittelhochdeutschen „grüezen“ ab, was neben grüßen auch zuwenden oder segnen bedeutet.
„Möge dich Gott segnen“, lautet somit die korrekte Bedeutung – im Laufe der Zeit zum alltagstauglicheren „Grüß Gott“ verkürzt. Möglich, dass einst missionierende irische Mönche den Gruß nach Bayern brachten, von wo er sich weiter nach Österreich ausbreitete.
Schenkt man diversen Umfragen Glauben, befindet sich das (in der NS-Zeit verbotene und später zunehmend vom profanen „Guten Tag“ und dem salopperen „Hey“ und „Hi“ bedrängte) „Grüß Gott“ heute wieder im Aufwind. Doch auch anderswo ist der Segenswunsch verbreitet: Das bundesdeutsche „Tschüss“ stammt etwa über den Umweg des Französischen („adieu“) oder Spanischen („adiós“) von Lateinisch „ad Deum“ und bedeutet eigentlich „zu Gott“. Und der arabische Gruß „As-salāmu ‚alaykum“ lässt sich mit „Gottes Frieden sei mit dir“ übersetzen. ♦
Wenn jemand "Grüß Gott" sagt, soll Gott dich grüßen, nicht umgekehrt. Begründet ist das im Segenswunsch, und soll heißen, dass Gott gnädig sein soll.
Begründet ist das im Segenswunsch, und soll heißen, dass Gott gnädig sein soll
Früher war es aber ganz üblich, fromme Wünsche mit in den Gruß zu packen, zum einen als Wunsch für das Gegenüber, zum anderen aber machte sich das ja auch besser vor Gott, dem Herrn.
Es ist ein Wunsch, dass Gott dem Gegenüber freundlich begegnet, und keine Aufforderung, Gott zu grüßen
Ursprünglich ist damit "Grüß(e) dich Gott" gemeint, ganz im Sinne von "Segne dich Gott", oder eben "Gott segne dich".
Zurückzuführen ist die Grußformel auf das mittelhochdeutsche Wort "grüezen", das neben grüßen auch zuwenden oder eben segnen bedeutet.
Ursprünglich hat der Gruß in etwa die Bedeutung von „möge dich Gott segnen“
die Abkürzung von "Grüß dich Gott" und bedeutet "Möge Gott dich segnen"