Die Merowinger waren ein Königsgeschlecht der salischen Franken. Ihre ersten Repräsentanten traten mit den Königen Chlodio um 425 und dem namensgebenden Merowech um 450 in Erscheinung.
Die ersten Merowinger waren Kleinkönige. Der Aufstieg vom Kleinkönigtum zum Großreich der Franken vollzog sich im 5. Jahrhundert als Prozess innerhalb des Römischen Reichs. Dieser Prozess war verbunden mit vier fränkischen Königen: Chararich (Hauptsitz unbekannt), Sigibert in Köln, Merowechs Sohn Childerich I. in Tournai und Ragnachar in Cambrai. Diese Könige standen im Range eines römischen Generals, waren gleichzeitig die Oberbefehlshaber in ihren eigenen Militärdistrikten und von Rom anerkannte Könige von Verbündeten. So kämpfte beispielsweise Childerich I. als römischer Verbündeter gegen die Westgoten. Diese Militärbefehlshaber, die auch Militäraristokraten genannt wurden, sahen sich als Rivalen. Ihr Verhältnis war geprägt durch Machtkämpfe zwecks Ausweitung des eigenen Territoriums.