Ist die Todesstrafe zu rechtfertigen?

1excalibur1 · 17. Mai 2015

Was ist besser wenn man einen Menschen für seine Tat sein ganzes Leben lang wegsperrt und von Steuergeldern ernährt oder die Todesstrafe vollzieht.

 

Naturlich muss die Schuld erwiesen sein und jeder Zweifel augeschlossen sein.

 

Nehmen wir an jemand hat einen Anschlag aus religösen Motiven geübt und sehr viele Menschen getötet. Oder soll man solchen Menschen eine Chance geben und versuchen in die Gesellschaft wieder zu reintegrieren.

 

Was ist eure Meinung.

 

Antworten

anthonius · 06. April 2017 · 0x hilfreich

Das ist schwierig, finde ich. Das Hauptargument gegen Todesstrafeist für mich, dass ein Fehlurteil nicht mehr zurückgenommen werden kann.

sonofmetal · 26. Mai 2015 · 0x hilfreich

Die Todesstrafe ist unter keinen Umständen zu rechtfertigen, da sie gegen die Menschenrechte verstößt. Es ist keinem potenziellen Mörder (z. B. deinem religiös motiviertem Beispiel-Täter) zu vermitteln, dass er nicht töten darf, der Staat hingegen schon. Dass Steuergelder für den Vollzug einer Strafe ausgegeben werden, lässt sich nicht verhindern und ist für mich kein Argument.

Das_Ding · 23. Mai 2015 · 0x hilfreich

Justitzia ist bekanntlich blind, da  es sehr viele irtümen gibt kann schuld nie zu 100% bewiesen werden. Es sei denn der täter gibt es zu. Es gibt sicher situationen wo ich sage "Hängt ihn höher" Aber sowas ist immer entgültig. Unrecht mit Unrecht zu vergelten , ergibt dabei noch lange nicht recht.

PierreGibbon · 22. Mai 2015 · 0x hilfreich

Ich finde, wenn jemand lebenslänglich mit Sicherungsverwahrung bekommt, sollte ihm die Möglichkeit gegeben werden zu entscheiden, ob er diese antritt, oder ob er eine Art Sterbehilfe in Anspruch nimmt.

Das ist human und sozialverträglich.

Masmiie · 18. Mai 2015 · 0x hilfreich

Nein.

Zum einen ist die Frage, ob die Schuld wirklich erwiesen ist. Es gibt immer wieder Justizirrtümer. Inhaftierte kann man entlassen, Tote bekommt man nicht wieder lebendig.

Und was die Steuergelder anbetrifft - irgendwo hab ich mal gelesen, dass die Todesstrafe den Staat viel teurer kommt als lebenslängliches Gefängnis. Ganz davon abgesehen, dass man sich in den Gefängnissen in der REgel auch nicht auf die faule Haut legen kann, sondern arbeiten muss. Früher - ob das heute noch so ist, weiß ich nicht - gab es Gefängnisse, die keine Gelder vom Staat brauchten, weil sie sich durch die Arbeit der Häftlinge selbst finanzierten.

manu12384 · 18. Mai 2015 · 0x hilfreich

Also in manchen Fällen bin ich defintiv für die Todestrafe,aber in manchen auch nicht,ich verstehe das Rechtssystem in Deutschland sowieso nicht so Recht,nen Drogendealer bekommt ne höhere Strafe als jemand,der einen Umgebracht hat usw...

Macavity · 17. Mai 2015 · 0x hilfreich

oh Super und wofür soll eine Todesstrafe ausgesprochen werden? Wann ist eine Schuld erwiesen und jeder (aber wirklich auch jeder) Zweifel ausgeschlossen? Und was soll eine Todesstrafe bewirken? Und nicht zuletzt, bei einem unumkehrbaren Fehlurteil, wie willst Du es "vergüten"?

 

Nein, eine Todesstrafe ist keine Lösung!!!

k372777 · 17. Mai 2015 · 0x hilfreich

Gute und sehr schwere Frage!

 

Es wird immer Menschen geben die sich dafür und dagegen aussprechen.

 

Generell bin ich gegen die Todesstrafe, in Ausnahmefällen bei besonders schweren, perversen Verbrechen würde ich die Todesstrafe jedoch befürworten!

 

Vieleicht ist es aber für den Betroffenen selbst eine viel größere Strafe für 30-40 Jahre eingesperrt zu sein als wie das er mit "einer Kugel" alles hinter sich hat.

 

Irgent jemand hat hier geschrieben jeder der mehr als 1 Mensch getötet hat ist nicht resozialisierbar also kähme er mindestens für das "für immer wegsperren" in Frage.

Und was ist mit Soldaten, die das im Auftrag Ihrer ach so modernen und tollen sozialen Hochkultur tun? Und sagen Sie nicht das ist ja was anderes....

dbrasco777 · 17. Mai 2015 · 0x hilfreich

Da man Irrtümer nicht ausschließen kann und der Staat eine Vorbildsfunktion für eine friedliche Gesellschaft sein sollte ist die Todesstrafe keine Lösung.

 

Als Filmtipp zum Thema Todesstrafe kann ich empfehlen:

 

"Das Leben des David Gale"

papasslf58 · 17. Mai 2015 · 0x hilfreich

Nein

 

1. Tote werden durch die Todesstrafe auch nicht wieder lebendig

2. Sie schreckt nicht ab und hat dies nie

3. Justizirrtümer komen vor und 1 Irrtum ist einer zuviel

4. Man sollte nicht immer auf die Bibel verweisen, das ist dort Altertumsjustiz, besser wäre das neue Testament

5. Auch ein Staat hat nicht das Recht zu morden, was anderes ist die Todesstrafe nicht und wenn man schon "du sollst nicht töten" in die Diskussuion einbringt, gilt das auch für den Staat

6. Dann könnte man ja Folter durch die Polizei, bei Entführungen befürworten, kein Rechtsgut kann die Verletzung eines anderen Rechtsgutes rechtfertigen

7. Gott sei Dank gibt es in der BRD im GG den Paragraphen "die Menschenwürde ist unantastbar", was die Todesstrafe für mmer ausschließt.

eledil · 17. Mai 2015 · 0x hilfreich

Meiner Meinung nach,sollten Mörder  das gleiche erleiden wie deren Opfer,wenn es zweifelsfrei erwiesen ist das es derjenige war... Also ja ! 

Auge um Auge... Zahn um Zahn 

anthonius · 17. Mai 2015 · 0x hilfreich

Das ist eine schwierige Sache. Die Steuergelder reuen mich auch, aber siehe USA, wie oft kommt nach jahren heraus, dass die Ermittlungsbehörden geschlampt haben? Und wieviel häufiger werden solche Justizfehler einfach vertuscht? Todesstrafe lässt sich halt nicht rückgängig machen.

Safde · 17. Mai 2015 · 0x hilfreich

Mördern gehört aus meiner Sicht das gleiche angetan wie sie es anderen Menschen angetan haben, wenn die Beweislage zu 100% eindeutig ist. 

Aber auch Sexualverbrechern sollte das gleiche angetan werden. Diese Menschen sollten auch vergewaltigt und geschändet werden.

Was Einer einem anderen zufügt so soll es auch Ihm geschehen.

Sh1bby123 · 17. Mai 2015 · 0x hilfreich

In jeder Regel steht irgendwo und irgendwie DU SOLLST NICHT TÖTEN...

 

Dennoch bin ich für die natürliche Selektion unter uns Menschen...

s125817 · 17. Mai 2015 · 0x hilfreich

Gegenfrage: Ist die Todesstrafe eine Strafe?

 

Gerade bei dem Beispiel religiöser Fanatiker steht doch der Tod als Märtyrer und damit verbunden der Eingang ins Paradies als höchstes Ziel.

Mehlwurmle · 17. Mai 2015 · 0x hilfreich

Das ist ein sehr schwieriges Feld...

 

Rein aus Kostensicht wäre die Todesstrafe natürlich deutlich günstiger, als jemanden ewig wegzusperren.

 

Eine andere Frage stellt sich mir noch: Ist denn jeder Straftäter resozialisierbar?

Ich persönlich denke: Nein.

Mord steht ja bei einigen am Ende einer langen Kette von Straftaten, da sind also vorher schon jede Menge Sicherungen im Kopf rausgeflogen. Ob man die jemals alle wieder so eindrehen kann, ohne das sie nochmal rausfliegen, wage ich zu bezweifeln.

 

Und wer mehr als einen Menschen umgebracht hat, den halte ich auch für nicht resozialisierbar.

 

Nach der Bibel, Auge um Auge usw, wäre ja die Todesstrafe legitim.

Es stellt sich aber die Frage, ob man sich damit nicht auf das gleiche Niveau wie der Täter begibt?

Andererseits sage ich mir auch: Wer das elementarste Grundrecht seiner Mitmenschen missachtet, der hat seine Grundrechte auch verwirkt.

 

Schreckt denn die Todesstrafe hochkriminelle Menschen wirklich ab?

Gibt Sie den Hinterbliebenen Genugtuung?

 
 
 
 
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