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Die drastische Heuschnupfenkrise (in Japan Kafunshō genannt) betrifft mittlerweile rund 40 Prozent der Bevölkerung. Die Hauptursachen für dieses landesweite Gesundheitsproblem sind historisch, klimatisch und gesellschaftlich bedingt:
- Historische Aufforstung: Nach dem Zweiten Weltkrieg und durch Kriegsschäden wurden weite Teile der natürlichen Wälder abgeholzt. Um den enormen Holzbedarf für den Wiederaufbau zu decken, pflanzte die Regierung massenhaft schnellwachsende und robuste Nadelbäume an: die Japanische Zeder (Sugi) und die Japanische Zypresse (Hinoki).
- Reife der Baumbestände: Diese Bäume machen heute etwa 40 Prozent der japanischen Wälder aus. Sie erreichen erst ab einem Alter von 30 bis 50 Jahren ihre volle Pollenproduktion und setzen seitdem jeden Frühling gigantische Mengen an Pollen frei. Da billigeres Holz aus dem Ausland importiert wurde, wurde das heimische Holz kaum genutzt und die Bäume stehen gelassen.