In Japan ist Heuschnupfen zu einer Gesundheitskrise geworden. Warum haben dort so viele Menschen eine Polle

69wollevor 1 Stunde

In Japan ist Heuschnupfen zu einer landesweiten Gesundheitskrise geworden. Warum haben dort so viele Menschen eine Pollenallergie?

Antworten

bekatronicvor 43 Minuten0x hilfreich

((2))

  • Klimawandel: Der Frühling in Japan beginnt mittlerweile messbar früher. Wärmere Temperaturen und extreme Frühlingswinde führen dazu, dass die Bäume viel intensiver blühen und die Pollen über enorme Distanzen bis in die Großstädte geweht werden.
  • Umweltbelastung & Lebensweise: Experten vermuten, dass Feinstaub, Autoabgase und westliche Lebensgewohnheiten die menschlichen Schleimhäute reizen, wodurch das Immunsystem empfindlicher auf die massiven Pollenmengen reagiert. 
bekatronicvor 44 Minuten0x hilfreich

((1))

Die drastische Heuschnupfenkrise (in Japan Kafunshō genannt) betrifft mittlerweile rund 40 Prozent der Bevölkerung. Die Hauptursachen für dieses landesweite Gesundheitsproblem sind historisch, klimatisch und gesellschaftlich bedingt:

  • Historische Aufforstung: Nach dem Zweiten Weltkrieg und durch Kriegsschäden wurden weite Teile der natürlichen Wälder abgeholzt. Um den enormen Holzbedarf für den Wiederaufbau zu decken, pflanzte die Regierung massenhaft schnellwachsende und robuste Nadelbäume an: die Japanische Zeder (Sugi) und die Japanische Zypresse (Hinoki).
  • Reife der Baumbestände: Diese Bäume machen heute etwa 40 Prozent der japanischen Wälder aus. Sie erreichen erst ab einem Alter von 30 bis 50 Jahren ihre volle Pollenproduktion und setzen seitdem jeden Frühling gigantische Mengen an Pollen frei. Da billigeres Holz aus dem Ausland importiert wurde, wurde das heimische Holz kaum genutzt und die Bäume stehen gelassen.
 

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