Der Wirkstoff Atropin ist ein natürlich in der Tollkirsche vorkommender Stoff und wird medizinisch genutzt. Aufgrund seiner Wirkung direkt auf das vegetative Nervensystem kann er für viele Anwendungsgebiete eingesetzt werden, zum Beispiel zur Pupillenerweiterung vor Augenuntersuchungen, gegen Magen-Darm-Krämpfe, bestimmte Herzrhythmusstörungen und Vergiftungen.
Atropin wird bei einer Vielzahl von Anwendungsgebieten eingesetzt. Der Wirkstoff:
Im Rahmen mancher Anwendungsgebiete werden hohe Dosen von Atropin kurzfristig verabreicht, da der Wirkstoff viele Stoffwechselprozesse beeinflusst. Niedrige Dosierungen und/oder lokal anzuwendende Präparate (wie etwa Atropin-Augentropfen) werden mitunter auch langfristig gegeben.
Augenheilkunde - Hornhautentzündungen, Akkommodationsspasmen, bei Weitsichtigkeit sowie vor diagnostischen Eingriffen zur Netzhautuntersuchung eingesetzt.
Chirurgie und Notfallmedizin-bei der Einleitung und während der Narkose verwendet
Heute wird Atropin überwiegend in der Notfall Medizin sowie in der Augenheilkunde verwendet. Bei einem Kreislaufstillstand kam es früher, heute aber nicht mehr zum Einsatz. Indikationen sind u.a.:
Zu beachten ist, dass es bei niedriger Dosierung zu einer paradoxen Bradykardie kommen kann.
Unter anderem als Gegengift für bestimmte Vergiftungen und gegen zu geringe Herzfrequenz.