Einst war der deutsche Film "großes Kino". Das änderte sich wann?

HerrLehmann · 28. März 2019

Es gab tatsächlich eine Zeit, in der der deutsche Film international einen hohen Stellenwert innehatte. Mit welcher Ära Deutschlands änderte sich dies innerhalb weniger Jahre schlagartig - und nachhaltig?

 

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tastenkoenig · 28. März 2019 · 1x hilfreich

Die Nazis trieben jede Menge Filmschaffende aller Metiers aus dem Land, die dann teilweise in Hollywood ihre Karriere fortsetzen konnten. Auf der verbliebenen Filmindustrie hatte Göbbels den Daumen drauf, sodass der expressionistische und progressive Film der 20er keinen Raum mehr fand, sondern Nazi-genehme Themen gefördert wurden und teilweise übelste Propagandewerke entstanden.

 

Nach dem Krieg war dann Heile Welt als Gegenentwurf angesagt, bis ab den 70ern der Autorenfilm langsam wieder (teilweise zu) ernsthafte Kinokunst anstrebte - mit sehr kleinen Budgets.

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bs-alf · 16. April 2019 · 0x hilfreich

Nach dem zweiten WK.

harmodios · 29. März 2019 · 0x hilfreich

das war 1984

Stiltskin · 28. März 2019 · 0x hilfreich

Zu Beginn der 50. Jahre gab es durchaus noch deutsche Produktionen, die international Beachtung fanden, wie z.B Bernhard Wickis "Die Brücke", oder Helmut Käutners "Hauptmann von Köpenick" aus dem Jahr 1956, der sogar als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert wurde.  Aber ab 1954 mit dem Fernsehen und seichten Heimat und Musikfilmen, verpasste man den Anschluß an die neuen internationalen Trends.Von der internationalen Bedeutung her konnte sich die westdeutsche Filmindustrie nicht mehr mit der französischen, italienischen oder japanischen messen. Deutsche Filme wurden im Ausland als provinziell wahrgenommen und Verkäufe an andere Länder waren eher selten. Und natürlich dürfte auch die NS Zeit, als Filmschaffende  aus dem Land flüchteten, zu dem Niedergang anpsruchsvoller Filme begetragen haben.

 
 

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