Kommentare
Die FAZ hat heute ein Interview mit dem betroffenen Sanitäter veröffentlicht.
<link> Es ging doch um ein Notarzteinsatzfahrzeug NEF. Nach Aussage des Sanitäters musste er sich nicht verschanzen bzw. einschließen. Das Interview macht trotzdem betroffen: "Beschimpfungen sind für uns mittlerweile Alltag. Wenn man die Straße zustellt, pöbeln die Leute und hupen, das ist im Rettungsdienst inzwischen normal."
Ich muß mich verbessern,nicht Held sondern Heldin und lesen können wir auch schon.Im Laufe eines Einsatzes hat keiner Zeit darüber nachzudenken,ob Behinderungen für Unbeteiligte nach den Umständen vermeidbar wären.Dann auch noch Belästigungen ins Feld zu führen,die Umstände machen könnten lösen bei mir Zweifel an Zurechnungsfähigkeit aus.Wenn es um Leben oder Tod geht ist keine Zeit über Zumutbarkeiten nachzudenken .Jeder Bürger ist in der Pflicht Rettungskräfte zu unterstützen ohne wenn+aber.
@20 Woher wollen wir Außenstehenden wissen, was während des Einsatzes alles entschieden wird? Ich denke, die haben genug zu entscheiden und wollen sich nicht auch noch damit beschäftigen ob irgendwer die 500m zum Bäcker gerade mit Auto zurücklegen will (nur ein Bsp)
Die Prioritäten sind doch leicht gesetzt: auf der einen Seite die Gesundheit oder sogar das Leben eines Menschen, auf der anderen Seite eine mögliche Zeitverzögerung bei ein paar Autofahrern, von denen nicht mal sicher ist, ob die während der Dauer des Einsatzes wegfahren wollen oder ob sie nicht gerade gaffend am Einsatzort stehen. Also höchstwichtig ggü. letztlich scheißegal. Das mag individuell ärgerlich sein, aber auch dann sollte man fähig sein, das Gesamtbild zu sehen und ruhig zu bleiben.
Also während der HLW schnell mal nach dem Fahrzeug sehen ... wait what?
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e.a.: Schade, dass ihr vor lauter Aufregung nicht lesen könnt. Keineswegs sollen m.M. nach Rettungsfahrzeuge o.ä. Zeit mit der Suche nach einem geeigneten Parkplatz verlieren. Aber im Laufe des Einsatzes muss überprüft werden, ob es nicht für alle Beteiligten zumutbar ist, zunächst als unabwendbar gehaltene Sondermaßnahmen zu verändern und Behinderungen sowie Belästigungen für Unbeteiligte nur noch "als nach den Umständen unvermeidbar" aufrecht zu halten.
Fast würde ich mir wünschen, das dem Mann im Falle das er selbst einen RTW benötigt, dieser erst ein geeigneten Parkplatz sucht, egal wie sehr Not ist. Da ich aber nicht so selbstsüchtig bin, verkneif ich mir diesen Wunsch und wünsche mir dafür das er selbst aufgrund der Strafhöhe diesen Vorfall nicht vergisst, denn anders ist solchen Menschen nicht beizukommen
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dann bist du also der Meinung das sich der Rettungsdienst im Einsatz gefälligst wie jeder andere Autofahrer einen Parkplatz zu suchen hat, egal ob es dabei womöglich um Sekunden geht. Du solltest dringend überlegen was du da von dir gibst.
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Gerne. Leider sind sich aber nicht alle einig. Für solche weiteren Infos und Fakten bekommt man außerdem Minusbewertungen...
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: Danke für die näheren Informationen. Für die Situation ist es gleich, welcher Art das Einsatzfahrzeug war (nur für die News nicht). Der Störer ist selbstverständlich zu belangen, da sind sich (sogar) hier alle mal einig, und wird zu Recht angeklagt.
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Laut einem ausführlicheren Bericht der Hessenschau hat es sich um einen Rettungswagen auf einem Parkplatz eines Supermarktes gehandelt:
<link> Der Rettungsdienst war dabei, einen kollabierten Patienten im Supermarkt zu versorgen. Der Störer wird jetzt wegen "unbefugten Gebrauchs eines Rettungsfahrzeugs" und Widerstands gegen den Sanitäter (gleichgestellt mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte) angeklagt.
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Was bist du denn für ein Held?Rettungsfahrzeuge im Einsatz haben immer Vorfahrt.Egal was der Wutbürger da macht ist strafbar und es ist erste Menschenpflicht solange zu warten,bis der Einsatz vorbei ist.Hoffentlich kommst du nicht mal in eine Situation den Rettungswagen zu brauchen,dann bete das die Sanitäter es pünktlich schaffen,sonst landest du eventuell auf Kösters Kamp,da brauchst du die Helfer dann nicht mehr.
Empathielosigkeit + Ahnungslosigkeit + Respektlosigkeit + Grundaggression = eine ganz üble Mischung, die an den Grundfesten unserer Gesellschaft nagt.
Ich frage mich, welche psychische Störung bei einem Menschen vorliegt, der derart hemmungslos brutal seine Egomanie auslebt. Die aggressive Reaktion gegenüber den Sanitätern zeigt ein erschütterndes Maß an Verlust der Impulskontrolle - eine Muster, das in unserem Land erschreckende Ausmaße annimmt.
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Sollte ich mal so ein Rettungsteam nötig haben, möchte ich nicht, dass sie wertvolle Zeit damit vergeuden einen geeigneten Parkplatz zu finden. Und Du solltest Dir das auch nicht wünschen! EDIT: Übrigens war mein Auto in dem Moment auch zugeparkt, aber ich war weit besorgter um meinen Nachbarn!
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Mein Nachbar hatte letztes Jahr einen Schlaganfall, da kamen ein Rettungswagen und ein Notarztwagen, um ihm möglichst schnell das Leben zu retten und beide haben ihre Autos mitten auf der Straße direkt von dem Haus des Nachbarn stehen lassen, um ihn im Bedarfsfall so schnell wie möglich ins Krankenhaus zu fahren. Wenige Minuten können da entscheidend sein.
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: Du hast schon gelesen, dass es hier um ein Notarztfahrzeug ging?! Du kannst dir sicher sein, dass die Dinger nicht bei Lappalien ausrücken, da geht es um Leben und Tod. Da ist es absolut gerechtfertigt das Auto so abzustellen, dass man schnell zum Patienten kommt. Wenn einer deiner lieben oder gar du selber mal einen lebensbedrohlichen Notfall hast, dann wirst du sicher kein Verständnis zeigen, wenn der Notarzt erstmal in Ruhe einparkt, um ja keinen zu behindern.
Ja was denn nun? RTW, NAW oder NEF? Ein »Notarztfahrzeug« ist mir unbekannt. Dem Autor scheint die Richtigkeit des Artikelinhalts nicht sehr am Herzen zu liegen. Das Umparken eines Einsatzfahrzeuges geht gar nicht, da man nicht weiß, wann und wie schnell ggf in KH gefahren werden muss, zumal die erst einmal nach dem Auto sehen müssen und sicherlich irritiert sind. Es gibt sicherlich auch Einsatzkräfte, die dann Fünfe gerade sein lassen, wenn nichts passiert ist ... müssen sie aber nicht.
(8) k400846
· 05. Januar 2019
@Han.Scha: Also was noch Blöderes hab ich noch nie gehört: Ein fremdes Fahrzeug eigenmächtig umparken, noch dazu einen im Einsatz befindlichen Rettungswagen, das ist nicht nur rücksichtslos und egoistisch sondern schon Nötigung und Vergreifen am fremden Eigentum. Und der Sanitäter mußte sich zu seinem eigenen Schutz einschließen, weil der spinnende Zugeparkte Aggressiv wurde. Das ist durch absolut nix zu rechtfertigen. Der Typ gehört gleich ganz aus dem Verkehr gezogen.
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Du hast keine Ahnung. Null! Über die Aufgaben des Notfallsanitäters oder Rettungsassistenten des Notarzteinsatzfahrzeugs kannst du dich z.B. hier informieren:
<link>
Mein Fazit: Auch für Helfer und Retter sollte gelten "als nach den Umständen unvermeidbar behindert oder belästigt wird":
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-3:Ich möchte Euch einmal hören, wenn ihr sinnlos zugeparkt wurdet. Da das Umparken des Rettungsfahrzgs anscheinend problemlos erfolgte, hätte es mit etwas gutem Willen auch vom Sanitäter vorgenommen werden können. So wichtig kann dieser Sanitäter beim lebensrettenden Einsatz nicht gewesen sein, da er genügend Zeit hatte, sich in seinem Fahrzeug einzuschließen. Dies schreibt jemand, der gerade einem Feuerwehrauto Platz gemacht hat, damit es mit Blaulicht langsam zu seiner Garage fahren konnte!
Ich hoffe, die Umstände die die Strafverfolgung mit sich bringt, wird ihm jetzt wesentlich mehr Zeit weg nehmen, als er hätte warten müssen.
(3) k400846
· 05. Januar 2019
Typisches Beispiel für die aktuelle Gesellschaft. Purer Egoismus im Zusammenspiel mit Rücksichtslosigkeit und Faustrecht.
Einfach nur rücksichtslos.Ich bin kein gehässiger Mensch,aber solchen Zeitgenossen wünsche ich die Pest an den Hals.
der Mann war bestimmt auch gerade in lebensrettender Mission unterwegs... ansonsten: ohne Worte, wie egoistisch manche Leute sind