Dessau-Roßlau (dts) - Der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, hat das geplante Einbauverbot konventioneller Öl- und Gasheizungen ab 2024 begrüßt und zugleich mehr Tempo beim Einsatz von Wärmepumpen gefordert. "Deutschland hinkt beim Hochlauf der Wärmepumpen im europäischen Vergleich […] mehr

Kommentare

11thrasea12. März 2023
Mal ein Beispiel von unseren Nachbarn, dem Kanton Basel in der Schweiz. 2016 wurde die Vorgabe Klimaneutralität bis 2050 beschlossen. Dagegen hat die Bevölkerung eine Initiative mit der Forderung 2030 gestartet. In einer Volksabstimmung hat man den Kompromiss 2037 beschlossen. Als Folge wurde in Basel der Neueinbau von Öl- und Gasheizungen beschlossen. Der Öl- und Gasverbrauch ist mittlerweile schon ordentlich gesunken, um 54% bzw. 35% seit 2010. Wir müssen endlich anfangen und nicht jammern!
10Pontius12. März 2023
@9 'Schaffen noch weniger' klingt dahingehend zu negativ, da richtig eingestellte Heizungen durchaus sehr viel Geld, Gas und damit Treibhausgasemissionen sparen können (vor allem unter der Betrachtungsweise, dass die meisten noch viele Jahre laufen werden). Dazu sind Öl- und Gasheizungsbauer genauso gut geeignet - und im Nachgang können sie dann zu Wärmepumpenmonteure weitergebildet werden.
9setto12. März 2023
@8 Es gibt auch Ausnahmen bei den Firmen: Sie haben von 10 auf 15 aufgestockt und sind weiterhin auf der (schwierigen) Suche. Das Durchschnittsalter ist 36, also kaum ältere Kollegen und die werden gebraucht um Wartung und Reparatur zu machen, brauchen also nicht umgeschult zu werden. Aber jetzt noch auf Wunsch von Habeck den Energieeffizenzcheck dazu und sie schaffen noch weniger
8Pontius12. März 2023
@7 Stellen sie dann neue Leute ein und/oder bilden neues Personal aus bzw. schulen altes Personal um?
7setto11. März 2023
Umweltbundesamt fordert mehr Tempo beim Einsatz von Wärmepumpen: Die Firma meines Sohnes hat schon Aufträge für den Einbau bis Ende 2024 und in anderen Firmen der Branche sieht es nicht anders aus.
6Pontius11. März 2023
Wärmepumpen selbst dann gegenüber Öl- und Gasheizungen effizienter und mit geringerem Ausstoß von Treibhausgaben, selbst wenn der Strom für die Wärmepumpen mit Gas erzeugt wird: <link>
5Pontius11. März 2023
@4 Im Winter 2023 gab es die höchste Windproduktion seit Februar 2022: <link> Es gibt Zeiträume, in denen relativ wenig regenerative Energien zur Verfügung stehen - für diese muss man dann vorsorgen (die angesprochenen Überlandleitungen und die direkten und indirekten Stromspeicher) oder eben fossil erzeugen (der aktuelle Plan sieht immer noch Gas als Übergangsmedium vor). Trotzdem bleiben
4ticktack11. März 2023
Wärmepumpen brauchen was? STROM. Wann am meisten? Im Winter. Das noch - wie dieses Jahr im Januar - in einer Zeit mit wenig Sonne und wenig Wind. Was machen wir: Lange Verfahren um Windkraftanlagen, Kernkraftwerke zu, naja, wenn, dann Kohlekraftwerke auf. Was machen wir nicht: Überlandleitungen und Speicherkraftwerke ausbauen, Das ist zuviel Pipi Langstrumpf; Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt. Und zu wenig Realismus.
3Pontius11. März 2023
@1 Komplett nicht, aber bis zu 80% lautet der aktuelle Plan. Und zu den restlichen Fragen: Aus der Produktion (ja, die muss und wird noch weiter ausgebaut) und von umgeschulten Gas- und Ölheizungsmonteuren.
2slowhand11. März 2023
Wo sollen die hunderttausende Wärmepumpen den herkommen? Wer soll diese dann einbauen wenn sie plötzlich da sind? Da gibt es noch viele ungeklärte Fragen.
1slowhand11. März 2023
>> "Viele Gebäude sind alt und bewohnt von Menschen mit geringen Einkommen. Diese Gebäude sind besonders klimaschädlich, aber die Menschen haben keine Möglichkeit, gegenzusteuern." Diese Menschen müsse man unterstützen: "Werden die prekärsten Gebäude fit gemacht, dann hat das einen klimapolitischen Effekt, es würde den Bestand zukunftsfähig machen und es wäre sozialverträglich. << Wird das dann komplett von Steuergeldern bezahlt?