Heidenheim (dpa) - Er filmte einen sterbenden Motorradfahrer - jetzt ist der Gaffer mit einer Geldstrafe von 900 Euro davongekommen. Der entsprechende Strafbefehl gegen den seinerzeit 27-Jährigen ist inzwischen rechtskräftig, wie die Staatsanwaltschaft in Ellwangen bestätigte. Der Mann hatte den […] mehr

Kommentare

16setto19. Januar 2018
@15 Nicht nach Einkommen,sondern auch Vermögen: Ein Millionär,der nur von den Zinsen lebt hat auch ein "geringeres" Einkommen, zahlt es aber auch aus der Portokasse
15raptor23096119. Januar 2018
"Tagessätze" finde ich eigentlich ja auch gut. Allerdings sollten dann in meinen Augen auch bei Vergehen die Einkommen eingerechnet werden. Wie gesagt: der Millionär "sammelt" Falschparker-Tickets im Handschuhfach und kümmert sich bei 5 € nicht um den Rotlichtverstoß, wenn er bei Rot über die Straße geht - lacht sogar drüber. Denjenigen, der kein Einkommen hat trifft es mehr - die erwähnte Rentnerin muss sich die 5 € vom Mund absparen, indem sie in dem Monat weniger isst.
14tastenkoenig19. Januar 2018
@12 : Inwiefern Rabatt? Geldstrafen werden so berechnet, dass sie Menschen unterschiedlichen Einkommens dennoch ähnlich hart treffen. Um zu vergleichen oder die Angemessenheit zu beurteilen, muss man demnach die Anzahl der Tagessätze betrachten, nicht die absolute Summe. In diesem Fall also zwei Monatseinkommen.
13k22946519. Januar 2018
@8 tatsächlich wollte ich gar nicht das system der unterschiedlichen tagessätze in frage stellen, das hat schon seinen sinn, aber was dann am ende trotzdem in diesem fall (und im vergleichbaren mit dem LKW-fahrer) rauskommt, ist nichts anderes als ein witz. und ich habe probleme wenn man mir diesen witz mit mittellosigkeit erklären will. damit meine ich nicht dich persönlich.
12raptor23096119. Januar 2018
@11 : Zu gut Deutsch: Es ist halt so, weil es so ist. Straftaten sind schlimmer - also gibt es vom Staat Rabatt. Leichte Vergehen sind nicht so ungeheuerlich - also volle Strafe. Ist ja auch logischer so.
11tastenkoenig19. Januar 2018
Geld*strafen* werden in D grundsätzlich nach Tagessätzen bemessen. Anders Bußgelder, die für Ordnungswidrigkeiten verhängt werden.
10raptor23096119. Januar 2018
... eine gleiche Strafe (bei Rot über Straße …) bei anderen Vergehen einfach nur lächerlich!
9raptor23096119. Januar 2018
Wenn Strafen schon nach dem Einkommen gestaffelt werden - dann sollten alle Geldstrafen nach dem Einkommen berechnet werden. Es kann doch nicht sein, das ein Manager, ein Milliardär die selbe Strafe zahlt, wenn er bei Rot die Straße überquert - wie eine Rentnerin, die von weniger als 800 Euro im Monat leben muß. Der Reiche zahlt das mit einem selbstgefälligen Grinsen - für die Rentnerin ist das eine Bankrotterklärung! So ist die Staffelung nach dem Einkommen bei den einen Strafen - und ...
8thrasea19. Januar 2018
@6 Nein, das System mit Tagessätzen ist eigentlich sehr fair. Ziel ist es, Menschen mit unterschiedlichem Einkommen "gleich hart" zu bestrafen. Wenn du "Geld hast", musst du also nicht sofort in den Kerker, sondern einfach wesentlich höhere Strafen zahlen. In der Schweiz wird das z.B. sehr konsequent bei Verkehrsverstößen angewendet. Reiche lachen hierzulande doch über einen Strafzettel fürs Geschwindigkeitsübertretungen .
7aladin2519. Januar 2018
Also, wenn dieses Subjekt kein Einkommen hat, dann wird er die lächerliche Summe von 900,- € auch nicht zahlen. Wäre ich der Richter, hätte ich ihn für mindestens 2 Jahre hinter Gitter gebracht. Das wäre vielleicht abschreckend für alle anderen Gaffer, aber doch nicht dieser Minibetrag! Was würde der Richter fühlen, wenn das sein Sohn wäre? Ach nee, dann wäre er ja befangen.
6k22946519. Januar 2018
@5 danke. ändert nichts daran, dass es lächerlich ist. der lkw-fahrer mit 2700€ strafe und 1 monat führerscheinentzug, das ist doch auch nicht schlimmer. von der intensität würde ich das ja dann fast noch als geringer empfinden. es kann nicht sein, dass "mittellosigkeit" ein freifahrtschein ist für alles. schwere kindheit, hartz4, und schon darfst du dir alles erlauben? so funktioniert das nicht. anders herum, müsste ich wenn ich geld habe, ja schon für das kleinste fehlverhalten in den kerker
5thrasea19. Januar 2018
Die Südwestpresse hat einen detaillierteren Bericht dazu. Demnach wurder der Gaffer zu 60 Tagessätzen verurteilt, was äquivalent mit 2 Monaten Freiheitsstrafe ist. Die absolute Summe der Strafe ist nur deshalb mit 900 Euro so niedrig, weil der Gaffer kein Einkommen hat. <link>
4raptor23096119. Januar 2018
Eine Strafe von nur 900 Euro für eine so unmenschliche Tat? So beendet man das Problem mit Gaffern und dem behindern der Rettungskräfte (... und der Weigerung, eine Rettungsgasse zu bilden) auf keinen Fall. Wie kommt man auf die perverse Idee, einen sterbenden Menschen filmen zu wollen. Wie kann man der Aufforderung der Rettungskräfte Platz zu machen nicht sofort nachkommen? Wie kann man einen so eiskalten Menschen mit einer so niedrigen Strafe davon kommen lassen?
3k22946519. Januar 2018
@2 naja, was haben wir eigentlich erwartet? dass der richtig bestraft wird? hueheuhue, der hat doch keine steuerschulden
2knueppel19. Januar 2018
Leute, die mit 0,5 g Marihuana in Bayern erwischt werden, erhalten höhere Geldstrafen. Ein Hoch auf unser Rechtssystem.
1k22946519. Januar 2018
jaaa, klasse, das schreckt ja richtig ab! super arbeit von allen beteiligten!