Berlin (dts) - In der Debatte um die Auftritte türkischer Politiker in Deutschland hat sich der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen für die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft ausgesprochen. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" sagte Röttgen: "Die doppelte […] mehr

Kommentare

18Photon11. März 2017
@10 : Ja, ich kann mir natürlich auch sehr gut vorstellen, dass es gerade bei Türken eben häufiger nicht funktioniert als bei Nationalitäten, die uns ähnlicher sind. Ist ja auch ganz klar. Aber das Grundproblem bleibt bei allen das Gleiche: Interessenskonflikte und im schlimmsten Fall "Pflichtenkonflikte". Kennen unsere Politiker ja selbst sehr gut: Der Wähler will Umweltschutz und man ist dem Wähler auch verpflichtet. Gleichzeitig sitzt man aber im Vorstand eines Autokonzerns...
17setto11. März 2017
"Der Stand der Integration ist offenbar deutlich schwächer, als viele bisher angenommen haben" Soweit ich es mitbekommen habe betrifft das aber fast nur türkische Mibürger, mit allen anderen Nationen gibt es erheblich weniger Probleme. Und ein Machthaber wie Erdogan, so wie er sich gerade aufführt trägt da auch nicht zur Entspannung bei.
16gabrielefink11. März 2017
@13 Wenn ich mich zu 100% entscheiden muss und kein Hintertürchen offen halten kann, werde ich mir dass viel genauer überlegen ob ich den Schritt gehe oder nicht. Für die, die sich dann für ihr Herkunftsland entscheiden, gibt es Regelungen hier zu leben und zu arbeiten. Und wie @15 sagt, es wären viele Dinge eindeutiger geregelt.
15Eisenhower11. März 2017
@13 ja, siehe auch hier: "Ohne Doppelpass wäre vieles leichter" (...) "Dennoch: Ohne Doppelpass schiene vieles leichter. Loyalitäten und Zuständigkeiten wären rechtlich eindeutig geregelt. Juristischen wie auch emotionalen Zwiespalt gäbe es vermutlich weniger. " und "Experten sehen den Fall Yücel als Beispiel dafür, dass die doppelte Staatsbürgerschaft mehr Nach- als Vorteile bringe" -> <link>
14tastenkoenig11. März 2017
Zumindest in dieser Zusammenfassung kann ich seiner Argumentation nicht folgen. Bzgl. des türkischen Wahlkampfs sei gesagt: Wären die Doppelstaatler zur Entscheidung gezwungen, dann wären sie trotzdem noch hier - ein Großteil aber würde sich vermutlich für die türkische Staatsangehörigkeit entscheiden, weil man sich nur sehr schwer gegen die Herkunft seiner Eltern stellt. Es wäre also in diesem Punkt überhaupt nichts gewonnen. Der Doppelpass ist eine Brücke, das Optionsmodell eine Barriere.
13Hannah11. März 2017
@12 : Und am "nicht dazu stehen" wird sich was ändern, wenn ein Papier vorliegt oder eben nicht?
12gabrielefink11. März 2017
Ich war immer gegen die doppelte Staatsbürgerschaft. Wenn jemand Deutscher sein will, kann er sich gerne einbürgern lassen, aber dann bitte zu 100%. Viele nutzen doch diese Möglichkeit um hier arbeiten zu können und die Annehmlichkeiten unseres Sozialsystems zu genießen, stehen aber keineswegs zu unserem Land, unseren Regeln und Werten.
11Eisenhower11. März 2017
@9 ich denke schon, dass man es umgehen kann. Denk doch nur mal an unser Rauchverbot - viell. nicht ganz vergleichbar, aber Du wirst Dich erinnern, wie dieses clever umgangen wurde - mit Raucherclubs, "Privatveranstaltungen", usw. Wenn es sich bsplw. um keine öffentliche Veranstaltung handelt, sondern nur geladene Gäste willkommen und eingelassen werden (natürlich schön ausgewählt ;) ) wird das bestimmt schon wieder anders angesehen/geregelt. Gibt doch fast immer solche "Schlupflöcher" ...
10darkkurt11. März 2017
@7 : Komisch, dass es bei "Anderen" (nicht-Türkischen) zumeist funktioniert. Ich gehe auch davon aus, dass die meisten mit deutsch-türkischen Doppelpässen auch funktioniert, und hier erstmal ein bisschen die Populismus-Schiene bedient werden soll. Es gibt ja auch genug Ein-Pass-Türken in Deutschland, die für die AKP als Wahlvieh interessant sind.
9darkkurt11. März 2017
@8 : aber man kann es doch nicht "umgehen" - man kann es zwar versuchen, aber es hält doch keiner Überprüfung stand! Und deshalb kann man es auch im Vorfeld schon verbieten. Und was den Fall Metzger angeht: meines Wissens hat sie weder das eine noch das andere getan, und das ganze ist in Neuwahlen geendet, bei denen sie dann nicht mehr angetreten ist. Ich habe die Dame übrigens mal persönlich kennengelernt- bewundernswerte Person!
8Eisenhower11. März 2017
@6 das brauchst Du mir nicht sagen, dass es unterm Strich das gleiche bleibt - wollte damit nur aufzeigen, wie leicht man sowas umgehen kann. Zu unseren: Nicht ganz, denn dann wird manchmal einfach Druck ausgeübt - was eben lt. Grundgesetz gar nicht sein dürfte. Siehe z. B. hier ein altes Beispiel: <link> Hier wurde ihr gesagt, "einschwenken oder ihr Mandat zurückgeben" - was eben lt. Grundgesetz nicht sein dürfe, da "frei"
7Photon11. März 2017
@4 : Selbstverständlich gilt das dann auch für alle! Völlig egal aus welchen Nationalitäten der "Mix" besteht - es bleibt grober Unfug, auch wenn sich beide Länder kulturell und gesellschaftlich sehr ähnlich sind. Es ist nur halt noch absurder, wenn sie es nicht sind. Ich für meinen Teil finde es immer wieder schön, wenn offensichtlicher Bullshit dann auch ordnungsgemäß an der Realität scheitert, obwohl das augenscheinlich von Anfang an klar war.
6darkkurt11. März 2017
@5 : nur wenn man es anders nennt, ändert sich Wesen und Zweck einer Veranstaltung nicht. Wahlkampf bleibt Wahlkampf. Und auch der "Fraktionszwang" wird oft unterlaufen. In der Regel sind aber nur so viele Regierungsabgeordnete dagegen oder enthalten sich, das die Mehrheiten nicht in Gefahr sind...
5Eisenhower11. März 2017
@4 ... nur weil ich das jetzt schon öfters hier gelesen habe (von wegen verboten & steht in der Verfassung) ... in Verfassungen steht viel ... so könnte man es sich einfach machen, und es nicht als Wahlkampf sehen, sondern einfach in "Infoveranstaltung" umdeklarieren (oder so ähnlich). Bei uns heißt es z. B. auch "Abgeordnete sind frei" - in Wahrheit gibt es bei den meisten Abstimmungen in Bundestag oder Landtagen den so genannten Fraktionszwang um die Geschlossenheit sicherzustellen.
4darkkurt11. März 2017
@2 : nebenbei ist Wahlkampf im Ausland für türkische Politiker ohnehin verboten. Steht so in der gültigen türkischen Verfassung. Und drei mal darf man raten, unter wessen Regierung sie in Kraft getreten ist... @3 : wenn Abschaffung, dann aber auch konsequent: also keine deutsch-Amerikaner oder deutsch-Schweizer mehr etc.
3Photon11. März 2017
Da her er völlig recht. Was dieser grobe Unfug mit der doppelten Staatsbürgerschaft überhaupt mal sollte, wissen vermutlich nicht mal mehr deren Väter. Blinder Multikulti-Aktionismus, nichts anderes. Man stelle sich mal vor, es käme zum Krieg und beide Länder zögen die gleiche Person ein... Wie auch immer. Ich halte es für zumutbar, sich für eine Nationalität entscheiden zu müssen. Die meisten Menschen haben nicht mal die Wahl. Also bitte...
2Muschel11. März 2017
Es würde als Anfang reichen endlich mal diesen unsäglichen Wahlkampf zu unterbinden, wie sogar das Verfassungsgericht inzwischen festgestellt hat, aus dem gleichen Grund, den ich schon vermutete: Wahlkampf ist keine persönliche Meinung.
1Eisenhower11. März 2017
Ich war schon immer gegen die doppelte Staatsbürgerschaft. Ist ja nicht zu viel verlangt, wenn man von einem erwachsenen Menschen erwartet, dass er sich für eine Nation (persönliche Heimat) entscheidet. Geburtsland bzw. Land, in welchem man aufwächst.