Tübingen (dpa) - Nach knapp einem Monat Verpackungssteuer in Tübingen hat das Müllaufkommen nach Auskunft von Oberbürgermeister Boris Palmer deutlich abgenommen. «Die Mülleimer sind erstaunlich leer. Diesen Eindruck bestätigen mir auch die Beschäftigten der Kommunalen Service Betriebe. Wir können […] mehr

Kommentare

33k6393201. Februar 2022
@32 : Pfand != Steuer. Zumal auch der gelbe Sack in Deutschland eine sehr hohe Rücklaufquote hat. Ob es sinnig ist, 99,9% Luft zum Supermarkt zu fahren (man darf sie offiziell ja noch nichtmal quetschen) ist auch so ne Frage.
32smailies31. Januar 2022
@30 : Aber um mal den Bogen zum Thema zurückzuschlagen: Die Einweg-Flaschen werden zurückgegeben, weil sie Pfand kosten. Also ist der Weg über den Geldbeutel wohl doch der richtige, oder?
31Pontius31. Januar 2022
@30 Danke für die Informationen, es scheint teilweise eine höherwertige Wiederverwertung mit RAL-Siegel zu geben. Nur eben noch nicht genug. :-(
30k6393231. Januar 2022
@27 : Auf derselben Seite: "Studien haben ergeben, dass die Einwegflasche bereits bei einem Anteil von 50% Recycling-Material ähnlich gute ökologische Eigenschaften aufweist wie eine Mehrwegflasche." Wenn die Einkaufskonkurrenz nicht wäre wäre der Kreislauf wohl schon heute fast geschlossen - bei einer Recyclingquote von 97%.
29k6393231. Januar 2022
@27 : Dem PET Einweg Kreislauf wird der Rohstoff schlicht weggekauft. Das ist aber kein Problem der Einwegflaschen, sondern der anderen PET-Verbraucher, die eben nicht so gut recyceln. Technisch und isoliert-wirtschaftlich (Wenn nicht die PET Einkaufskonkurrenz wäre) ist es überhaupt kein Problem, das recycelte PET komplett für neue Flaschen zu verwenden. <link>
28k6393231. Januar 2022
@27 : Anscheinend ist da eher das Problem, dass sich die Leute um das recycelte PET reißen, weils günstiger ist als neues herzustellen. <link> : "Die Nachfrage anderer Branchen aus dem Nicht-Lebensmittelbereich erschwert es der Getränkebranche, den Anteil an Recycling-PET in neuen Getränkeflaschen weiter zu steigern"
27Pontius31. Januar 2022
@26 Sortenrein? Dann lass mich die ketzerische Frage stellen: warum werden da nicht 100% recycelt? Einfache Antwort: so rein sind PET-Reste nicht. Hast du denn eine Studie zur Hand, in welcher Mehrweg eine schlechtere Umweltbilanz als Einweg hat? Ich finde bisher nur Andeutungen, das Mehrweg trotz allem die vorzuziehende Lösung ist.
26k6393231. Januar 2022
@25 : Dafür benötigen Einwegflaschen halt _viel_ weniger Material. Manche Hersteller schaffen außerdem schon jetzt 100%. Das gute ist halt, dass das Material durchs Pfandsystem bereits jetzt sortenrein reinkommt.
25Pontius31. Januar 2022
@24 Ja, der Anteil an recycelten PET-Flaschen steigt an - liegt aber trotzdem noch unter 50%, da sonst ein separates Sortieren notwendig wäre. Das verbessert die Ökobilanz etwas, ich bezweifle aber, dass dies in der Summe zum Vorteil gegenüber Mehrweg führen wird - dem Pressen, Schnippseln und in Form gießen steht "nur" das Waschen gegenüber. @23 Diese Zulieferelemente sind auch in den Einwegprodukten notwendig, so dass es kein Nachteil des Mehrwegsystems ist.
24k6393230. Januar 2022
@22 : Bei Einweg PET Flaschen kann mittlerweile das komplette Material wieder zu neuen Flaschen verarbeitet werden.
23smailies30. Januar 2022
@22 : Stimmt, das nennt sich dann z.B: "thermisches Recycling" :( Und ja, ich bin auch für Mehrweg und Regional - wobei sich das oft nur bedingt umsetzen lässt, weil selbst im "regionalen" PRodukt genügend Zulieferelemente aus ganz Europa oder der ganzen Welt stecken...
22Pontius30. Januar 2022
@21 Ja, das sind die angesprochenen Einzelfälle - die jedoch mit von dir angesprochenen einheitlicheren Flaschensystemen "behoben" werden können. Daher sind regionale Mehrwegprodukte das nonplusultra. Bei PET muss noch anmerken, dass meist ein Recycling gar nicht so möglich ist, sondern durch die ganzen Zusatzstoffe in den verschiedenen Plastiken eher ein Downcycling stattfinden muss.
21smailies30. Januar 2022
@20 : Wenn eine kleine, lokale Brauerei ihre individuellen Bierflaschen durch ganz Deutschland karren lässt :) Deswegen sollten ja mMn auch die Anzahl verschiedener Sprudelflaschen, Saftflaschen,... begrenzt werden.
20Pontius30. Januar 2022
@17 Welche Einzelfälle gibt es denn, bei denen Einweg den Vorteil gegenüber Mehrweg hat? Zum Pooling in Tübingen gibt es sogar Hinweise von der Stadt: <link> - so dass ein gewisses Umlaufsystem schon existiert. Besser wäre ein einheitliches System, aber das wird nicht geschehen - da es zu viele Anbieter gibt und dank der Marktfreiheit sich kein einheitliches System etablieren wird.
19Wasweissdennich30. Januar 2022
Ich hole schon seit gefühlten Ewigkeiten überflüssige Lebensmittel von "Too Good to Go" in eigenen Tupperdosen ab und wenn ich in der Nähe des Ortes essen möchte nehme ich auch abwaschbares Besteck mit...wozu auf die Politik warten wenn man selbst was verändern kann
18smailies30. Januar 2022
Dass solche System auch zu sowas wie "Kundenbindung" führen scheint hier aber auch niemand zu sehen, oder? Und dann werden sich im Laufe der Zeit ein paar sinnvolle Systeme am Markt etablieren und gut. Es geht hier ja schließlich "nur" um eine Mittelstadt, keine Weltstadt!
17k6393230. Januar 2022
@13 : Man muss das eben genau nachrechnen. Einwegplastik kann hier tatsächlich besser sein als Mehrwegglas/Porzellan. Vor allem wenn man Transportwege mit einrechnet. Dass dein Vergleich Humbug ist weißt du selbst^^ Übrigens, in mitgebrachte Transportboxen Essen einfüllen zu lassen ist haftpflichttechnisch immer noch ein Minenfeld. Und natürlich hat jeder Lieferant seine eigenen Boxen, sodass da noch nichtmal ein allgemeines Umlaufsystem stattfinden kann.
16smailies30. Januar 2022
@15 : Ich wohne nah genug :) Ende letzten Jahres gab es eine Aktion, bei der Mehrwegverpackungen für Besteck verschenkt wurde. Viele Studenten nehmen da jetzt das eigene Besteck mit und spülen es am Abend zu Hause... So what? Natürlich ist das ein bisschen umständlicher und man muss dran denken. Aber die 110%-Komfortvariante der letzten JAhrzehnte lässt sich halt nich unbegrenzt ökologisch umsetzen.
15seibet230. Januar 2022
Wohnt jemand in Tübingen?? Ist wer oft in Tübingen in der Stadt ?? Kann das jemand beurteilen der da nicht lebt oder arbeitet ?! Wenn ich mich recht erinnere ist nun mal Boris Palmer oft auf einem anderen Weg ,der häufig für Diskussionsstoff sorgt.
14Pontius30. Januar 2022
umsonst. Ein böser Vergleich: Du nutzt dein Auto doch auch mehrfach oder kaufst dir sobald der Tank alle ist ein neues?
13Pontius30. Januar 2022
@11 Willst du damit sagen, dass energetisch betrachtet das Mehrwegsystem generell ungünstiger ist? Ich glaube du unterschätzt den Energie- und Wasseraufwand bei der Produktion der "aufgeschäumten" Dinger. Die für jedes einzelne ToGo-Essen und Getränk anfallen, wohingegen der Mehraufwand bei der Herstellung der Mehrwegbecher und die mehrfach anfallenden Kosten zur Reinigung schon nach wenigen Nutzungen günstiger ist. Gleiches gilt für die Kosten des Pfandsystems - die Einwegverpackung ist nicht
12k6393230. Januar 2022
Was dazu kommt: Durch das Pfandsystem wird wieder ziemlich viel Kapital gebunden, ohne dass es genutzt werden kann. Im Gegenteil, man zahlt dafür sogar noch Strafzinsen.
11k6393230. Januar 2022
@8 : Dafür ist Mehrweg halt meist schwerer und muss gespült werden, was nicht wenig Wasser und Energie kostet. Und wie lange das (deutlich aufwendigere) Mehrwegzeug hält ist auch eher fraglich. Und gerade diese einmaterialigen aufgeschäumten Dinger dürften sehr einfach zu sortieren und zu recyceln sein. Wo man dringend mal ran müsste wären diese Mehrschichtkomponentendinger beim gelben Punkt. Aber nein, man vergeht sich in Aktionismus, der mehr schadet als nützt.
10k6393230. Januar 2022
@9 : Wenns zu teuer wird: Ja. Zumal die andere praktikable Lösung, direkt vor Ort zu essen, gerade in Coronazeiten halt seltener gemacht wird. Das Essensangebot wird in Städten allgemein immer unattraktiver, gerade für die Mittagspause. Da werden sicher einige das Essen eher von daheim mitnehmen, was für die Stadt zu deutlich weniger Einnahmen und lokalen Arbeitsplätzen führt.
9smailies30. Januar 2022
Nach eigener Beobachtung haben viele Betriebe in Tübingen auf Mehrweglösungen umgestellt. Das scheint auch ganz ordentlich zu funktionieren. Und @3 : es geht ja um das Essen to go, glaubst Du wirklich, dass da viele auf den Discounter umswitchen?
8Pontius30. Januar 2022
@6 Gewinnbringend? Alleine das Sortieren wird mehr Kosten erzeugen als Gewinn möglich sein wird. Von der ganzen Energieaufwendung be ider Herstellung der Einwegdinge und deren Recycling ganz zu schweigen.
7The.Frytrix30. Januar 2022
Ja, ja der der ohne schuld ist darf den ersten Stein werfen ……. ……… ………… ……… die volksfront von judäa und die judäaische volksfront sind ausgeschlossen …. So ihr gutmenschen… nun seit ihr wieder dran mit euren e Autos und den energetischen Häusern 100…
6k6393230. Januar 2022
@4 : Ganz ehrlich: Wo ist das Problem? Vermutlich kann die Stadt gerade das Plastik und Karton auch noch gewinnbringend verkaufen. Das lässt sich beides recht gut recyceln.
5slowhand30. Januar 2022
Ein Schritt in die richtige Richtung.
4Pontius30. Januar 2022
@2 Und dieser ToGo-Müll wird dann nicht in den städtischen Mülleimern abgeladen? Ja, es wird eine teilweise Verschiebung der Problematik geben, die Hoffnung besteht aber, dass zu nachhaltigeren Lösungen gegriffen wird.
3k6393230. Januar 2022
Oder sie holen sich ihr Essen wieder klassisch beim Discounter (wo eher ähnlich viel bis mehr Müll anfällt). Und damit schwächt man die Gastronomie noch mehr. Zumal sich das übliche Einwegzeug vom Lieferdienst / zum Mitnehmen deutlich einfacher recyceln lässt als die Mehrschichtverpackungen, die man üblicherweise beim Discounter hat. Noch ein weiteres Eigentor. Da will sich Tübingen wohl eher auf Kosten der aller anderen finanziell gesundstoßen und nimmt den Umweltschutz als billigen Vorwand.
2k6393230. Januar 2022
Und wie stark ging dafür der Umsatz für die städtischen Lieferservices zurück? Kann mir da auch gut vorstellen, dass dafür halt mehr von außerhalb bestellt wird. Damit wurde nichts gewonnen, nur die Umwelt und die Innenstadt verloren.
1Urxl30. Januar 2022
Um Dietmar Wischmeyer zu zitieren: "Teuren Cappuccino aus Pappbechern zu nuckeln statt aus angewärmten Porzellan zu genießen? Wie tief muss eine Gesellschaft gesunken sein, um eine derartige Barbarei zu tolerieren?"