München (dpa) - Während sich viele Verbraucher in Deutschland über niedrige Milchpreise freuen, bangen Bauern um ihre Existenz:   Tausende Milchbauern müssen ihren Betrieb nach Einschätzung des bayerischen Bauernverbandes in diesem Jahr aufgeben. Der stark gesunkene Milchpreis beschleunige den Trend […] mehr

Kommentare

33Han.Scha31. August 2015
@32 : Obwohl gegenseitige Vorwürfe wenig bringen: Hälst Du Dich für ignoranzfrei? Meines Wissens ist es so: Wenn von einem Produkt mehr produziert als gebraucht wird, fällt der Preis. Da hilft auch kein auf die Tränendrüsendrücken und kein Appell an den gutmenschlichen Verbraucher. Wer zukünftig weniger produziert, müssen die Milcherzeuger unter sich ausmachen.
322fastHunter31. August 2015
@31 : Deine Ignoranz gegenüber Tatsachen ist erstaunlich. Nur weil du möchtest, dass etwas so ist, wie du dir es vorstellst, wird es noch lange nicht wahr. Informiere dich! Es gab in nicht all zu ferner Vergangenheit diese Diskussionen und Bauernstreiks bereits. Da du deren Verläufe und Ergebnisse permanent leugnest, hast du davon ganz offensichtlich absolut nichts mitbekommen. Ich habe dir Fakten genannt. Es ist an dir, dich darüber zu belesen.
31Han.Scha31. August 2015
@29 : Mir kommen die Tränen, wenn ich von der Machtlosigkeit der Bauern höre. Keine andere Berufsgruppe hat pro Kopf soviel aus Steuergeldern bezahlte öffentlich bedienstete Beamte und Angestellte in Landwirtschaftskammern, Landwirtschaftsministerien usw. wie unsere Bauern. Dies Gerede von den niedrigen Milchpreisen gehört doch zu deren Lobbyarbeit. Oder muss ich hier vorschlagen, dass sich die/einige Bauern zusammentun und gemeinsam über den Milchpreis verhandeln müssen?
30flowII31. August 2015
bin trotzdem der meinung, das betriebsstoffe(jeder scheiss mus auf so nem milchhof bewegt werden) und wasser(hab mal irgendwas von overall 150:1liter gehoert von unserem bauern) die interessanten kostenfaktoren sind. so eine kuh ist aber auch interessant, wenn man der mal zukuckt, wieviel wasser die so alleine verplempern, wenn sie trinken
292fastHunter31. August 2015
Wenn ich schon kommentare lesen mit "ich denken" und "vermutlich"... Fakt ist, die Bauern haben null Marktmacht, da ihnen die Preise diktiert werden können. Fakt ist auch, dass Kleinbauern dadurch nicht überlebensfähig sind und dass durch die Subventionierung nur Großbetriebe "rentabel" funktionieren. Darum erneut meine Aussage, die hier als falsch dargestellt wurde: Der Bauer ist der, der am wenigsten an der Misere die Schuld trägt. EU, Supermakt und Kunde sind die Ursachen.
28Wasweissdennich31. August 2015
@26 na dann weißt Du ja das da noch mehr zu tun ist als nur zu melken und die Arbeit auch bezahlt werden muss ;) ....aber melken ist auch mit Melkautomaten sicher noch zeitintensiv
27Han.Scha31. August 2015
@25 :Danke für den interessanten Link! Wenn ich ihn richtig verstanden habe, sagt er aus: Auch bei den derzeitigen niedrigen Milchpreisen produzieren auf Deubel komm raus. Auch die Altmelker sollen noch eingesetzt werden, wenn sonst mit dem Futter nichts anzufangen ist. Mein Fazit ist: Denn man los, irgendwem wird schon die Puste ausgehen.
26flowII31. August 2015
na da hab ich aber eine voellig andere wahrnehmung. es gab zeiten, als wir mit unser firma alle 2 wochen da aufgeschlagen sind und die traenken der tiere reparieren mussten, weil kuehe ja durchaus nicht nur 10kg wiegen und die dinger umgerammelt haben. da bin ich mir sicher, dass selbst beim melken mehr leute im buero waren, als in der produktion
25Wasweissdennich31. August 2015
@23 OK Du disktutierst also anscheinend über Dinge von denen Du keine Ahnung hast, in der Milchviehhaltung steht viel Arbeit an und sie macht den größten Anteil bei den Produktionskosten aus, vergleiche auch hier <link> oder hier <link>
24flowII31. August 2015
hm ... glaub jetzt nicht, das die lohnstueckkosten in nem erzeugerbetrieb so wahnsinnig ins gewicht fallen. die drei leute, die da rumhopsen und den betrieb am laufen halten, machens meiner meinung nach nicht EDIT: @23 war schneller ...
23Han.Scha31. August 2015
@22 : Ich schätze, dass die Lohnkosten nur einen verschwindend geringen Anteil an den Milchproduktionskosten haben. Nationale Überproduktion kann ohne Subvention nur zu Weltmarktpreisen exportiert werden.Hier sehe ich keine Lösung des Problems unserer Milchpreise.
22Wasweissdennich31. August 2015
@21 der tschechische Durchschnittslohn liegt bei nicht mal 1000 Euro brutto, da muss man nix besser machen um Milch günstiger produzieren zu können, normalerweise wird nationale Überproduktion per Export international abgesetzt von daher ist die Frage ": Überproduktion, ja oder nein?" eher gar keine als die Kernfrage
21Han.Scha31. August 2015
@19 : Dann sollten unsere Milchbauern mal ganz schnell bei den Tschechen in die Schule gehen, wenn die gleichwertige Milch so billig produzieren und verkaufen können. Und das noch, wenn der Abnehmer in Kaufzwang steht. Es werden in Deinem Beispiel wohl ganz spezielle Verhältnisse gewesen sein, die nicht allgemein gültig sind. Wobei wir uns über Randprobleme streiten. Die Kernfrage ist doch: Überproduktion, ja oder nein? Wer trägt die Kosten der Anpassung an den Bedarf?
20Han.Scha31. August 2015
@17: Es muss ein Ende der Überproduktion kommen. Wahrscheinlich wird sie zu Lasten der schwächsten Betriebe ausgeführt. Aber: Für den Angestellten oder Zulieferer ist es leider egal, ob er sein Geld nicht bekommt, weil der Milchbauer sein Produkt unter Preis verkauft und Pleite macht oder rechtzeitig seinen Betrieb schließt.
192fastHunter31. August 2015
@17 : Du hast ja die Weisheit mit Löffeln gegessen. Frag doch mal die sächsischen Milchbauern und bei der Müllermilch Molkerei bei Dresden nach, wie sich das beim letzten Milchbauernstreik verhielt und woher die ganze tschechische Milch plötzlich kam.
18flowII31. August 2015
niemand wird gezwungen?!? na das erklaer mal deinen angestellte/zulieferan, wenn die mit ihren rechnungen/forderungen kommen
17Han.Scha31. August 2015
@14 ,15 : Jeweils ein "-" kommt von mir, weil es aus meiner Sicht absolute Unfug-Kommentare sind. Milch wird nicht aus dem Ausland eingeführt, sondern wegen der heimischen Überproduktion ausgeführt. Teilweise geschieht der Export über subventioniertes Milchpulver in andere Staaten, deren Milchwirtschaft so empfindlich gestört wird. Niemand wird gezwungen, seine Produkte unter Gestehungskosten zu verkaufen, auch kein Milchbauer. Die Produktionsmenge muss an den Bedarf angepasst werden (s.a. @3).
16DocTrax30. August 2015
In der Grossen Depression wurde u.a. auch Milch aufs Feld gekippt, weil der Transport teurer war als die Erlöse. Auf der anderen Seite hungerten die Menschen in den Städten. Die Eurokrise zeigt hier deutliche Parallelen.
15NiciW30. August 2015
@14 : Ich finde die Bewertungsfunktion o.k. und auch, dass nicht nach jeder Bewertung ein Kommentar hinterlassen werden muss. Aber alles was Du schreibst ist absolut korrekt und mich würde brennend interessieren, wer da warum ein "-" hinterlassen hat!
142fastHunter30. August 2015
Die Supermärkte diktieren die Preise an die Molkereien und Bauen, weil der Kunde jedesmal Kistenwiese die Milch rausschleppt, wenn sie ZWEI CENT billiger angeboten wird. Wenn die Bauern sich weigern, kaufen die Molkereien einfach im Ausland ein. Und dann fragen sich die Kunden, warum ein Bauern die Milch lieber aufs Feld kippt. Obendrein kommt noch, dass sich kleine Milchviehanlagen nicht rechnen weil die Subventionen den Markt verzerren. Aber der Bauer ist schuld...
13flowII30. August 2015
jeder, der die moeglichkeit hat, vor der molkerei mal milch zu kosten, sollte das auch machen und sich dann fragen, warum man nicht 2 euro zahlen sollte! ... ich bin naeher an sowas drann wie einige hier und, naja ehrlich ein tier was fast 8000+liter im jahr gibt, ist doch nicht human
12Han.Scha30. August 2015
@11 : Der Mist kommt von Dir, nicht vom Aldi. Aldi, wie auch die meisten Händler, vertreibt die ganz normale Milch aus der Molkerei, gesammelt bei den Milchbauern.
11flowII30. August 2015
schonmal im stall von ner kuh umgeschubst wurden?!? nee scherz beiseite... viele kennen doch die tiere nur vom hoeren/sagen. wenn mann hinter dem kuehler mal milch kosten konnte, da weiss man aber auch, das 49cent im aldi nur mist seien kann
10manuausruben30. August 2015
Wenn sich eine Unternehmung nicht lohnt muss man halt was anderes machen, klingt aus der Einzelfallsperspektive immer doof - alles andere macht aber keinen Sinn.
9manuausruben30. August 2015
was heisst den fair entlohnt ? Durch die sinnlosen Subventionen wurden über Jahre Betriebe am leben gehalten die der Markt gar nicht mehr braucht. Wenn mehr produziert als nachgefragt wird sinkt halt der Preis ganz einfach, aber genauso geht es auch in die andere Richtung. Und das wir durch unsere Überproduktion am Ende auch dem Bauern in Afrika die Lebensgrundlage zerstören - da unser Milchpulver billiger ist als seine Milch - steht auf einem ganz anderen Blatt.
8Wasweissdennich30. August 2015
@7 nungut Du übertreibst sicher etwas beim Verbrauch, die Frage ist aber auch eher: Würden sie auch soviel verbrauchen wenn die Kühe vernünftig gehalten werden und die Bauern fair entlohnt würden? Sagen wir also Milch und Quark würde das Doppelte kosten....
7heissbaer29. August 2015
@4 : Drei Liter pro Woche ist doch vernachlässigbar. Wenn bei meinen Nachbarn die Kinder (4 Jungs von 12 bis 19) alle gleichzeitig auf dem Müslitrip sind gehen da locker 5 Liter am Tag weg. Joghurt/Käse/Quark etc. würden sie lieber palettenweise kaufen, aber dazu müßte der Kühlschrank durch einen Kühlraum ergänzt werden. Die freuen sich sozusagen für Dich gleich mit.
6setto29. August 2015
ich hab das Glück bei meiner Familie in der Nähe eine Milchtankstelle zu haben, bezahle zwar 1 euro /l , weiss aber dafür was ich hab
5Cycleburner29. August 2015
@4 das seh ich auch so
4Wasweissdennich29. August 2015
ich freu mich nicht über niedrige Milchpreise, für die 3 Liter pro Woche + Käse und Quark könnten Kühe ruhig gut gehalten und Bauern fair bezahlt werden
3Han.Scha29. August 2015
So dürfen sich die Betriebe, die aufgeben müssen, bei ihren Kollegen bedanken, die durch Überproduktion den Preisverfall hervorriefen. Man muss sich einmal den Wahnsinn vor Augen führen: Da werden Turbo-Kühe mit allen unnatürlichen Belastungen für das Tier und die Umwelt gezüchtet und gefüttert für ein Produkt, das in dieser Menge nicht gebraucht wird! Und natürlich alles mit Förderung vom Landwirtschaftsministerium unter Beihilfe der Landwirtschaftskammern. Kann dort einmal Sachkunde einziehen?
2maaaa29. August 2015
Die Milchquote ist dieses Jahr nach über 30 Jahren ausgelaufen ( <link> ). Wenn man sich etwas mit dem Thema befasst, scheint es eine jahrzehntelang fehlgeleitete Milchpolitik mit Überproduktion und riesigen Subventionen für Molkereien, aber nicht Milcherzeuger zu sein ( Milchüberschuss, Export: <link> , Subventionen Milch, Zucker: www.taz.de/!5161691 )
1darkkurt29. August 2015
Abnahmerpreise allein sagen doch gar nichts aus. Interessant wären zusätzlich angebotenes und nachgefragtes Volumen. Produzieren die Bauern mehr als verbraucht wird, sinkt der Preis eben.