Berlin (dts) - Der Soziologe und Migrationsforscher Ruud Koopmans hat die Gleichgültigkeit der deutschen Gesellschaft gegenüber Fehlentwicklungen im Islam beklagt. "Das Desinteresse an der Unterdrückung von religiösen Minderheiten, Glaubensabtrünnigen, Frauen und Homosexuellen in der islamischen […] mehr

Kommentare

15k4978217. Februar 2020
@14 Das ist doch völlig klar. Ebenso wäre es wenn die englische Königin rückwirkend die Kelten anerkennen würde, sich unter dem schottischen Parlament stellen würde. Oder sich Nordirland frei entscheiden dürfte. Der Konflikt würde nur verlagert werden. Genauso wäre es im arabischen Raum. Wir sehen doch was allein los ist, wenn der sunni-Iraq mit einer Schia-Regierung oder gar einer "halbwegs" neutralen Regierung Richtung dem Iran bewegt. Es werden direkt Bomben geworfen vom "christlichen Freund"
14tastenkoenig17. Februar 2020
@13 : Dass die Frage um die Anerkennung des Papstes sicherlich strittig ist, aber nicht die geringste Rolle im Konflikt spielt. Es geht um Mächtige und Entmachtete, um Eroberer und jene, die sich gegen sie stellen. Wenn morgen die englische Königin den Papst anerkennt und die Anglikanische Kirche sich komplett dem Vatikan unterstellt ist kein einziges nordirisches Problem gelöst.
13k4978217. Februar 2020
@12 Dann verhält es sich doch ähnlich wie mit dem Konflikt Sunni vs. Schia, auch da kann man sich auch nur nicht darauf einigen, ob der Enkel des Propheten die Nachfolge antreten soll (Schia-Islam), oder jemand aus dem "Volke" der Nachfolger sein sollte (Sunni-Islam/Wahhabiten). Also die einen Akzeptieren den Papst nicht (mehr), die anderen den Nachfolger aus dem Volke (aus Sicht der Schia-Moslems). Wo ist nun da ein Unterschied?
12tastenkoenig17. Februar 2020
@11 : Die Engländer haben ihre Griffel schon nach Irland ausgestreckt, als sie dort alle noch römisch-katholisch waren. Mir ist keine wesentliche religiöse Frage bekannt, um die dort gestritten wird. Die scheinbar religiösen Konfliktlinien sind erst entstanden mit der Lossagung Heinrich VIII. vom Papst. Und auch die hatte keine religiösen Gründe, sondern wurde ausgelöst durch die Weigerung des Papstes, seine Ehe zu annullieren. Es bleiben im Kern Konflikte zwischen Besatzern und Besetzten.
11k4978217. Februar 2020
@10 Also der Konflikt, Katholiken vs. Protestanten, ist auf den britischen Inseln seit Jahrhunderten schon immer Teil der Auseinandersetzungen. Selbst heute z.B. in Schottland, sind die "Rechten"/"Nationalisten" anti-Königin, wenn man so will. Die beziehen ihren Loslösungsversuch von GB auch aufgrund dessen. Wer also bei innerbritischen Inselnkonflikt die religiöse Komponente entfernt möchte sich meist den Konflikt nur schön reden.
10tastenkoenig17. Februar 2020
Nordirland ist kein religiöser Konflikt. Die (früheren) Besatzer haben zufällig eine andere Konfession, deshalb verlaufen die Konfliktlinien entsprechend, aber darin liegen nicht die Gründe.
9k4978217. Februar 2020
@8 Was gegen und für manche Aussagen zutrifft ist dass insbesondere die "Glaubensabtrünnigen" in dem jeweiligen Staat meist die meisten Opfer zu beklagen hat. Sprich Sunniten unter der Führung Schias und vice versa. Um mal allein beim Konflikt Schias und Sunnis zu bleiben. Aber allein die alljährlichen Auseinandersetzungen in Nordirland zeigen das wir ähnliche Muster genauso auch im Christentum haben.
8AS117. Februar 2020
@4 Ausnahmsweise VOLL einverstanden. Die These von der religiösen Begründung von gesellschaftlichen Entwicklungen ist ohnehin umstritten, es ist die Sache mit dem Huhn und dem Ei. Es gibt aber sehr viele Beispiele, wo der umgekehrte Weg festgestellt werden kann: die nachträgliche Einbettung kultureller Gebräuche in die jeweilige Religion. Und daß das Christentum in der Hinsicht unglaublich viel "Dreck am Stecken" hat, ist ja wohl unbestritten.
7k4978217. Februar 2020
@6 Nicht hatten. Je nachdem wo du hinschaust kannst du das bitte heute sehen. Wer sich zu Koopman etwas informiert weiß was dieser Kauz so von sich gibt. Nichts neues im neurechten Lager, ähm "altkonservativen".
6Grizzlybaer17. Februar 2020
@4 Die Christen vor allem die Katholiken hatten diese Probleme, aber im Augenblick sind andere ins "Rampenlicht getreten. Da wären das Zölibat, die Abtreibung und noch ein paar Andere.
5Shoppingqueen17. Februar 2020
Wer ohne Wissen ist muss glauben...
4k4978217. Februar 2020
Gilt das für alle Strömungen des Islams, Alawiten, Aleviten, Schiiten, Sunniten, Ahmadiyya, Ibaditen, Salafisten, Sufisten, Wahhabiten, Ismailiten, Drusen, Zaiditen, Bahai, ..., ich höre hier jetzt mal auf. Dementsprechend sind DIE Christen ebenso an der Unterdrückung von religiösen Minderheiten, Erniedrigung von Glaubesnabtrünnigen, Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen etc.schuldig zu sprechen. Wollen wir wetten Koopmans würde DAS nicht unterschreiben?
317August17. Februar 2020
Der "Fehler" sind Religionen generell, denn Glauben heißt nicht Wissen. Schafft mehr Wissen, dan gibts es weniger Glauben und weniger Hass, denn Hass kommt von Unwissenheit.
2Grizzlybaer17. Februar 2020
Was will er damit sagen? Klar ist, dass Teile des Islamischen Glaubens, genau wie der Glaube anderer Religionen, nicht zeitgemäß ist! Diese "Mottenkisten" müssen endlich aufgeräumt werden. Denn Allah, Jesus und alle anderen Götter, haben diese Rituale in dieser Form nie gewollt!
1frank6186017. Februar 2020
Desinteresse? Ich denke eher es ist die Angst, das offen auszusprechen. Wer das wagt wird gleich als R.... oder N... beschimpft.