Berlin (dts) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) klagt darüber, dass in Deutschland Nahrungsmittel oft in der Tonne landen. "Gerade wenn man sich die große Not andernorts in der Welt vor Augen führt, sollte das jeder und jedem klar machen, wie wertvoll Lebensmittel sind", sagte Merkel in ihrem am […] mehr

Kommentare

34k29329510. Oktober 2020
@33 : Nein, wir können die >7 Mrd. Menschen ernähren. Wir haben nur ein Verteilungsproblem. Dennoch ist Familienplanung in vielen Gegenden der Welt sicherlich sinnvoll. Es ist ja nicht nur die Ernährung, auch der sonstige Ressourcenverbrauch ist nicht ohne. Da gehts dann um Wohnen, Heizen, Mobilität und noch vieles mehr. Der schlimmste Schädling für die Welt ist sicher das Milität aller Herren Länder.
33Han.Scha10. Oktober 2020
Die Hungernden zu sättigen ist erst einmal ein nobles Ziel. Aber wer sättigt die Nachkommen der dann versorgten Hungernden? Wir sind mit 7 Mrd einfach zu viele Menschen auf dieser Erde,
32k29329510. Oktober 2020
@30 : Da ist weniger die EU schuld, die ihre Gurkenkrümmungsverordnung längst in den Reißwolf befördert hat. Auch die Industrie verwertet Lebensmittel, die im Supermarkt keine Chance hätten gekauft zu werden. Beispiel: Einem Kuchen- oder Nudelhersteller ist völlig egal, ob die Eier weiße, braune oder grüne Schalen hatten und wie groß sie waren. Da ist schon der Verbraucher in der Pflicht.
31k29329510. Oktober 2020
@29 : Wenn das WFP im Jahr 2019 97 Mio. Menschen errreicht hat, aber aktuell 700 Mio. Menschen hungern, sehe für die Beendigung des Hungers bis 2030 so gut wie keine Chance. Das radikale Umdenken, das dazu nötig wäre, wird nicht stattfinden, da ist der Egoismus vor. Kann man ja auch beim Problem Klimawandel sehen.
30gabrielefink10. Oktober 2020
@29 Wenn man Deinen verlinkten Artikel liest uns sich dann vor Augen führt, wieviel Obst und Gemüse von unseren Bauern vernichtet wird, weil es nicht der EU- oder Industrienorm entspricht ... die Gurke zu krumm, der Blumenkohl zu klein, der Apfel hat die falsche Farbe ... ein Trauerspiel!
29Anathas10. Oktober 2020
@15 Das ist ein anderes uns alle nahegehendes Kapitel: Die Politiker dieser Erde verhindern über Generationen diesen humanistischen Verteilerschlüssel um an diesen menschengemachten Elend Geld zu verdienen <link>
28k29329510. Oktober 2020
@24 : Schlachtabfälle würde ich in "bei der Produktion" vermuten, wobei die ja teilweise noch weiterverwertet werden - Leim, Gelatine, Tierfutter.
27thrasea10. Oktober 2020
Langfassung der Studie: <link> @21 Ich bin ja kein Experte und kann die Annahmen der Studie nicht beurteilen. Allerdings ist es interessant, diese Aufschlüsselungen durchzulesen. Es kommen z.B. noch einmal 0,2 Millionen Tonnen dazu, die an Tafeln gespendet werden - das zählt dann nicht als vermeidbarer Abfall. @24 Wenn es "genießbare" Schlachtnebenprodukte sind, wie z.B. essbare Innereien, zählen sie dazu. Alles andere zählt nicht. Das Gewicht von Knochen wird z.B. abgezogen.
26Han.Scha10. Oktober 2020
Ergänzung zu @24: Das mit den Schlachtabfällen ist geklärt. Aber es ist schon seltsam, dass sich hier auf "vermeidbare" Abfälle bezogen wird. Wer bestimmt die Vermeidbarkeit? Die 14 % der Abfälle von Buffets halte ich für krass.
25k29329510. Oktober 2020
@22 : Ja, die Definition klingt logisch. Von abgelaufenem Joghurt hab ich schon gehört, kenn ich aber echt nur vom Hörensagen. Ein 500-g-Glas Joghurt ist bei mir einfach eine Mahlzeit. Ja, faules Obst hab ich gelegentlich mal, aber so selten, dass ich mich noch drüber ärgere. Meine Vorratshaltung incl. Kühlschrank und Gefriertruhe ist auf Effizienz getrimmt. ich hasse es einfach, Lebensmittel wegzuwerfen.
24Han.Scha10. Oktober 2020
@17 : Wer lesen kann ist manchmal im Vorteil. Wo du Recht hast, hast du Recht. Zählen z.B. Schlachtabfälle auch zu den Nahrungsmittelresten oder wird hier erst "hinterher" gewogen?
23Sonnenwende10. Oktober 2020
@20 die 75 kg sind natürlich ein Durchschnittswert, aber man verschätzt sich da auch gewaltig, da kommen mehr Mengen zusammen, als man denkt. Ich hab das mal ein Monat lang zusammen geschrieben – und ich halte mich auch für jemanden der sehr wenig wegschmeißt besonders wenn es um Essen geht – und es war erstaunlich viel. Allerdings würde ich aufs Jahr hochgerechnet nicht auf 75 kg kommen - immerhin.
22thrasea10. Oktober 2020
@18 @20 Die Untersuchung bezieht sich auf "vermeidbare Lebensmittelabfälle". Schalen, Knochen etc. sind ausdrücklich nicht erfasst, selbst wenn sie essbar wären (z.B. Apfelschalen). Der Kaffeesatz wird zwar nicht konkret erwähnt, dürfte nach dieser Definition aber auch nicht gemeint sein. Hmm. 75 Kilogramm klingt zwar erst mal viel, sind aber auf den Kalendertag umgerechnet nur gut 200 Gramm. Da reicht schon ein abgelaufener Joghurt, ein schimmlig gewordenes Stück Brot, ein fauler Apfel...
21setto10. Oktober 2020
@14 sorry, aber der Studie kann ich auch nicht vertrauen: 0,5 Mio t im Handel? WEnn ich nur allein schau, was in Supermärkten mir gegenüber abends in den Container verfrachtet wird , stimmt die Studie auf keinen Fall
20k29329510. Oktober 2020
@18 : Diese Unterscheidung finde ich wirklich interessant. Klar hab ich Schälabfälle, Nuss- und andere Schalen, kann mich aber nicht erinnern, jemals 75 kg in einem Jahr an (auch nur ehemals) essbaren Lebensmitteln weggeworfen zu haben. Als unmittelbarer Nachkomme von Kriegs-Überlebenden würde ich mich vor meinen Eltern schämen. @17 : Sind in den 75 kg vielleicht auch Knochen und Kaffeesatz drin?
19gabrielefink10. Oktober 2020
@18 Das Problem, viele werfen noch gute Lebensmittel weg, weil sie das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben. Sie verstehen nicht, dass diese Sachen noch sehr lange essbar sind.
18slowhand10. Oktober 2020
Wenn in den 75 Kilo auch sämtliche Schäl- und Schalenabfälle enthalten sind kann das etwa hinkommen. Aber rein weil etwas schlecht geworden ist glaube ich nicht.
17thrasea10. Oktober 2020
@16 Mensch, du kannst doch lesen. Da steht, dass 52% der Lebensmittelabfälle in Privathaushalten entsteht (pro Person und Jahr rund 75 Kilogramm) – und nicht, dass jeder 52% seiner Lebensmittel in die Tonne wirft.
16Han.Scha10. Oktober 2020
@14 : Glaubst du ernsthaft einer Studie, die herausgefunden hat, dass jeder Verbraucher in Deutschland 52 % seiner Lebensmitteleinkäufe in die Tonne wirft? Dies kann ich nicht glauben, auch nicht, wenn ich das Verhalten meiner aus jüngeren Leuten bestehenden Umgebung einbeziehe.
15Han.Scha10. Oktober 2020
@12 : Da werden sich die Hungernden in der Sahelzone aber über deinen Einfall freuen!
14thrasea10. Oktober 2020
@11 Ja, für die Situation in Deutschland gibt es eine ca. 1 Jahr alte Studie: <link>
13k29329510. Oktober 2020
@8 : Frau Merkel kauft selbst ein und trägt ihre Einkaufstüten auch selbst <link>
12Anathas10. Oktober 2020
@9 Schon mal z.B. von Daniel Gottlob Moritz Schreber gehört <link> (u.a.Zuteilung von der Gemeinde)
11Han.Scha10. Oktober 2020
@10 : Hast du Zahlen darüber, welche Lebensmittel (verdorbene aus den Haushalten, unverkaufte/ unverkäufliche aus dem Handel. nicht "normgerechte" vom Produzenten) in die Tonne kommen?
10thrasea10. Oktober 2020
@8 Nein, das hat Merkel nicht. Sie macht dagegen Werbung für Glöckners Programm "Zu gut für die Tonne". <link> Dabei geht es um die richtige Lagerung der Lebensmittel im Haushalt, Resteverwertung, Lebensmittelwertschätzung etc. – aber bestimmt nicht darum, Discounter leerzukaufen. Vielleicht hättest du dir den Podcast lieber selbst anschauen sollen, anstatt hier wild zu spekulieren.
9Han.Scha10. Oktober 2020
@8 : Wie meinst du das mit den Selbstversorgern?
8Anathas10. Oktober 2020
Ich bin wohl im falschen Fim? Als Verbraucher werde ich von einer Regierungsvertreterin ohne Haushaltsfühungserfahrung quasi angewiesen, den Discounter zwecks Abfallvermeidung leerzukaufen? Wenn flächendeckend Glasfasserkabel verlegt wäre, könnte jeder innerhalb 2 Std. sich frische Lebensmittel liefern lassen. Es wird Zeit, dass Hungernde Selbstversorger werden
7slowhand10. Oktober 2020
@4 Wie soll es der Verbraucher in der Hand haben? Die Regale werden doch bis kurz vor Schließzeit nachgefüllt. Es muss ja immer Alles bis zur letzten Minute da sein. Ich lege da keinen Wert drauf, das macht der Handel. Ich bin auch nicht böse wenn beim Bäcker oder Fleischer das Eine oder Andere nicht mehr da ist. Es ist einfach ein Luxusproblem des Handels den Verbraucher ständig pampern zu müssen.
6Devil-Inside10. Oktober 2020
@4 : Ich bin fest davon überzeugt, dass die Einwohner, die genug Geld haben, auch nur Bio und das teurere Produkt kaufen. Aber denk mal 2 Ecken weiter. Wer auf Hatz4 Niveau lebt, weil er arbeitslos ist, oder im Eigenen DEUTSCHEN Sklavenmarkt ausgebeutet wird, der kann sich das teurere Produkt nicht leisten. Der kauft das, was er sich leisten kann, egal wo es her kommt. Und das kann der Verbraucher nicht ändern. Aber das sind ja eh nur marginale 5 mio Mensch oder so...
5Han.Scha10. Oktober 2020
@4 : Hast du konkrete Vorschläge? Sollen die Verkaufsstände nur noch bis Mittag gefüllt werden, damit sich potentielle Kunden ab Nachmittag um die Reste streiten? So könnte natürlich Abfall verringert werden. Einige Bäcker versuchen dies schon mit der Maßnahme, dass ab frühen Abend die Auswahl an verfügbaren Brot- und Brötchensorten stark eingeschränkt wird.
4gabrielefink10. Oktober 2020
@3 Nachdenken und handeln können auch die Bürger, das ist nicht den Politikern vorbehalten. Und einfach zu sagen, die Politik ist schuld, es wird uns doch so angeboten, dann machen wir das auch so, ist mir zu kurz gedacht.
3slowhand10. Oktober 2020
Der Gesetzgeber hat es in der Hand da gegenzusteuern. Warum wird das nicht gemacht? Ach ja, ist Politik, es geht vor Allem ums Reden nicht ums Handeln.
2gabrielefink10. Oktober 2020
@1 Das Verbot zu containern ist scheinheilige Politik? Ich halte es für scheinheilig, dass wir arme und Billiglohnländer für unsere billigen Lebensmitten ausbeuten und es in Ordnung finden, dass so viele Lebensmittel überhaupt in den Containern landen, während die halbe Welt verhungert. Da wäre mal ein Umdenken der Verbraucher gefragt. Geiz ist nämlich nicht immer geil!
1dicker3610. Oktober 2020
Tja Frau Merkel, nur mal so zum Beispiel wurde das Containern gerade erst Höchstrichterlich verboten. Bitte hören sie mit der Scheinheiligkeit der Politik auf, sie haben alle Möglichkeiten dies zu ändern. Ohne die Tafeln und ähnliche Organisationen wäre es noch schlimmer.