Paris/Berlin - Beim deutsch-französischen Kampfflugzeugprojekt FCAS ist auch ein letzter Vermittlungsversuch gescheitert. Die Mediatoren haben keine Einigkeit erzielt, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf "mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen". Es soll sogar zwei verschiedene […] mehr

Kommentare

14Pontius19. April um 08:35
@12 Eigentlich nicht: Wenn es Atomwaffen tragen soll, dann brauchen wir am Ende die "französische" Version (oder etwas sehr ähnliches). Die Bundeswehr will nur noch andere Fähigkeiten, welche eben nicht nur schwere Bewaffnung tragen beeinhaltet. Der andere Punkt sind die Anteile am Projekt, das ist aber vom ursprünglichen Streitpunkt des Einsatzes abgekoppelt.
13Philonous19. April um 08:33
Die französische starre Position und die Hinweise auf die fragile innenpolitische Situation muss man schon als Reaktion auf die deutsche Uneinsichtigkeit einordnen,kein nukleares Trägersystem zu berücksichtigen.Das ist für Frankreich zentral,im Kern nicht verhandelbar und dazu noch rational.Hätten wir die Innovationskraft in der deutschen Ingenieurskunst wie noch vor dreißig Jahren,dann würde ich auch eine ausgewogene Beteiligung von deutschen Firmen fordern.Aber FCAS soltle schon gut werden...
12Sonnenwende19. April um 08:24
@11 Naja, aber dein Argument bestätigt ja meine Haltung. FCAS sollte auch für die Bundeswehr nutzbar sein. Natürlich kann ich nicht beurteilen ob das überhaupt möglich ist, also dass man ein Flugzeug kreieren kann, dass sowohl atomwaffenunfähig ist als auch anders genutzt werden kann. Ich bin aber ziemlich sicher, dass das geht und vertraue im Übrigen auf die deutschen Experten, die ja davon auszugehen scheinen dass es Möglichkeiten gibt.
11Pontius19. April um 08:20
@7 Im Sinne der NATO-Bündnisverteidigung brauchen wir schon atomwaffenfähige Startsysteme und auch wenn die USA ausscheiden sollten, dann wären immer noch die britischen und französischen Atomwaffen da. Da scheint die Bundeswehr sehr kurzsichtig und sich extrem auf die F35 zu verlassen.
10Sonnenwende19. April um 08:18
(2) und das wird auch in dem Artikel angerissen, sollen fast ausschließlich französische Firmen an dem Projekt beteiligt werden. Es gibt aber auch deutsche Firmen, die durchaus sehr gut in der Lage sind, zu liefern. Auch da wäre eine ausgewogenere Verteilung notwendig. Noch einmal: Deutschland übernimmt einen erheblichen Teil der Kosten, und das ohne wirtschaftlichen Profit für unser Land? Indiskutabel.
9Sonnenwende19. April um 08:18
@7 Das ist nur die eine Seite. Die andere Seite ist, dass ich es ziemlich naiv finde, zu zu lassen, dass Frankreich dann in Folge auch die einzige Macht sein soll, die ein solches Projekt vollkommen kontrolliert. Doch das sollte allen beteiligten Akteuren möglich sein, ich verweise noch mal auf die schwierige innenpolitische Situation in Frankreich. Das ist aber nur die geopolitische Seite, die zweifelsohne wichtig ist aber nicht nur. Auch wirtschaftlich ist es prekär: So wie ich es verstehe (2)
8Philonous19. April um 08:14
Die klassischen Bombardierungen übernehmen wie wir in der Ukraine und Israel sehen durch Drohen übernommen. Große Flugsysteme sind für diese Art des Luftkrieges ungeeignet. Was bleibt ist besonders die Funktion als Trägersystem für Atomraketen. Das bei der Entwicklung kategorisch auszuschließen ist nicht zukunftsorientiert und unklug.
7Philonous19. April um 08:11
Ja, aber der Kern ist dieser Kurzschluss: "Die Franzosen brauchen in der nächsten Generation von Kampfflugzeugen ein atomwaffenfähiges Flugzeug; wir brauchen das in der Bundeswehr momentan nicht". Und diese Einschätzung ist nicht mehr zeitgemäß. Frankreich ist die einzige Atommacht der EU. Ein rein seegestütztes Atomwaffenarsenal ist nicht so abschreckend wie eines, das durch Flugsysteme gestützt wäre. Flugsysteme werden nicht mehr für kleine Luftgefechte oder konventionelle Bomben gebraucht.
6Sonnenwende19. April um 08:02
@5 es steht doch auch in dem von dir verlinkten Artikel drin: das Kampfflugzeug ist so wie es derzeit vom französischen Konzern gewollt wird ausschließlich nur für die Franzosen nutzbar und würde deren Kontrolle alleine unterliegen. Und der französische Konzern verweigert sich andere Möglichkeiten zu diskutieren, die die Nutzbarkeit erweitern würden. Das ist nicht akzeptabel.
5Philonous19. April um 07:42
@4 Das scheint mir eine neue Entwicklung zu sein. Mein Stand ist etwa dieser hier <link> Hast Du da etwas aktuelleres?
4Sonnenwende19. April um 07:15
@3 Nein eigentlich nicht, Deutschland würde das akzeptieren. Der Punkt ist nur dass Deutschland überhaupt keine Einflussmöglichkeiten auf Entscheidungen haben soll. Und dass man das nicht will kann ich nicht nur nachvollziehen, ich würde sogar dringend davor warnen, sich darauf einzulassen. Ganz besonders in Anbetracht der instabilen innenpolitischen Lage in Frankreich.
3Philonous19. April um 06:26
@2 Dass Deutschland nicht einmal akzeptieren will, dass Frankreich bestimmte Mindeststandards benötigt, damit das Flugzeugsystem für seine Atomwaffen nutzbar ist (also faktische Voraussetzungen), ist vermutlich doch die schwerwiegendere kommunikative Herausforderung...
2Sonnenwende18. April um 17:10
@1 In dem Fall aber nicht. Vereinfacht ausgedrückt soll es nämlich so aussehen, dass die Deutschen zahlen und die Franzosen bestimmen. Außerdem: »Die französische Seite soll dabei erneut mit einem Wahlsieg des Rassemblement National gedroht haben.« und »Auch soll Frankreich erneut mit einem Aus des gemeinsamen Panzerprojekts MGCS gedroht haben, falls FCAS nicht fortgeführt wird.« Das ist keine Basis für eine gute Zusammenarbeit.
1Philonous18. April um 16:45
Man kann nur hoffen, dass Merz sich umstimmen lässt. Gemeinsame europäische Rüstungsprojekte sind eine Investition in eine unabhängigere und damit friedlichere Zukunft.