Berlin - Nach Protesten von Gewerkschaften und Versicherten gegen ein Ende der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern ohne Einkommen in der Gesetzlichen Krankenkasse plant die Koalition Ausnahmen von der Komplettstreichung. Dem "Spiegel" zufolge diskutieren Fachpolitiker von Union und SPD […] mehr

Kommentare

22thraseavor 5 Stunden
@21 Selbstverständlich wird die selbstbestimmte Entscheidung unterstützt - z. B. mit dem Anspruch auf Elternzeit ohne Zustimmung des Arbeitgebers. Was die finanzielle Situation betrifft, gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern Es soll ja Bundesländer mit kostenlosen Kitas geben. Hier in Baden-Württemberg sind die Plätze aber recht teuer. Ich möchte dem "aktuelle Regelungen sehen insgesamt eher vor, dass" deutlich widersprechen.
21smailiesvor 6 Stunden
@20 Naja, die staatliche Förderung von Kita-Plätzen in vielschichtiger Weise - aber keine finanzielle Förderung, wenn man das Kind zu Hause behält, wenn das Elterngeld rum ist, also mach 14 Monaten. Und ich finde die selbstbestimmte Entscheidung sehr richtig und wichtig. Nur leider wird die selbstbestimmte Entscheidung, zu Hause zu bleiben, eben nicht unterstützt...
20thraseavor 8 Stunden
@19 "die aktuellen Regelungen" – welche Regelungen? Was davon gibt der Staat vor? Gesetze? Oder geht es eher um ein geändertes gesellschaftliches Bild, dass viele Frauen wieder arbeiten wollen, sich nicht in finanzielle und mentale Abhängigkeit begeben wollen, selbstbestimmt entscheiden wollen?
19smailiesvor 9 Stunden
@18 : Richtig, aber die aktuelle Regelungen sehen insgesamt eher vor, dass alle Eltern sehr viel früher wieder arbeiten gehen und die Kinder möglichst früh an externe BEtreuungseinrichtungen gegeben werden. Aber mal ein anderer Gedanke: Vor einigen Wochen hat hier eine ganze Reihe von Kommentatoren es gutgeheißen, dass Bürgergeldempfänger,... NICHT zur Arbeit gedrängt werden sollen. Warum wird das dann bei diesem Aspekt hier anders gesehen?
18thraseavor 12 Stunden
@17 Für Eltern mit Kindern unter 6 Jahren soll sich nach dem aktuellen Vorschlag nichts ändern, wenn ich das richtig verstanden habe.
17smailiesvor 13 Stunden
@13 , @14 : Da habt Ihr wohl weitestgehend recht. Es ist ja auch staatlich gewollt. Deswegen muss es ja nicht jeder und jede gutheißen. Und ich persönlich finde die Idee, dass möglichst beide Elternteile nach öglichst wenig Monaten wieder arbeiten gehen nicht gut - gerade Kleinkinder unter 3 Jahren sollten in meinen Augen möglichst lange und intensiv die eigenen, liebenden Eltern um sich haben.
16nierenspendervor 14 Stunden
@10 Danke @15 genau, das hat der Staat aber auch hart gewollt und viel dafür getan das Frauen (und vor allem Mütter) die passenden Randbedingungen hatten um einer Beschäftigung nachzugehen.
15Pontiusvor 14 Stunden
Das Lebensbild der Deutschen aus dem Osten sah ja auch ebenso anders aus, weswegen (vor allem) die Frauen aktuell in Rentendingen besser dastehen.
14tastenkoenigvor 14 Stunden
Dieses "Lebensbild" war auch nur für eine sehr kurze Phase der deutschen Geschichte für Großteile der Gesellschaft Alltag. Über die meiste Zeit war das jenseits der klar gehobenen Schichten überhaupt nicht realisierbar.
13thraseavor 15 Stunden
@12 Das "Lebensbild", das du beschreibst, stammt aus den 1950er Jahren. Damals war es gängig. Heute haben wir andere Zeiten, Menschen wollen überwiegend anders leben (nicht alle). Heute ist es z. B. wichtig, dass es gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten gibt. Der Staat darf und muss entscheiden, was er fördern möchte. Ich finde es richtig, wenn dieses veraltete Modell nicht weiter subventioniert ist. Ein Angriff auf die Familie ist das keineswegs.
12smailiesvor 15 Stunden
Aus meiner Sicht wieder ein Angriff auf die Familie. Das Lebensbild, dass eine Peron (größtenteils) Geld verdient und die andere Person (größtenteils) zu Hause bleibt und sich um die Familie kümmert ist nicht mehr gewollt. Und das Modell wird dann noch unbezahlbarer werden.
11Marcvor 15 Stunden
"Die Expertenkommission für die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung hatte vorgeschlagen, die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern mit geringem oder gar keinem Einkommen nur noch für Eltern von Kindern unter sechs Jahren zu ermöglichen." @9 hast Du falsch verstanden.
10thraseavor 15 Stunden
@9 Dass die kostenlose Mitversicherung für Kinder abgeschafft werden soll, stand m. W. nie zur Debatte. Da wird alles bleiben. Es geht "nur" um Partnerïnnen (die keine Kinder unter 6 haben und die keine Angehörigen pflegen).
9settovor 15 Stunden
3 Millionen Ehepartner a 240 Euro/ Monat mal 12 Monate sind bei mir 8,6 Mrd. im Jahr?? Oder stehe ich gerade auf dem Schlauch? Mal abgesehen davon, Kinder ab 6 Jahre kostenpflichtig mitzuversichern finde ich unter aller .... , Will die Regierung die Kinderarbeit wieder einführen? Das beisst sich dann aber mit der Schulpflicht. Ich könnte ....
8Irgendwarevor 16 Stunden
@5 : Weil Frauen heute in der Regel arbeiten, da sie unabhängig sein wollen. Dass man sich in Abhängigkeit eines Ehepartners gegeben hat war früher normal, da sind wir als Gesellschaft drüber hinweg (bis auf ein paar wenige Tradwife-Fans). Ich denke auch, dass eher wenig Arbeitnehmer von der Änderung betroffen sein werden, eher Privatiers, die derzeit sowieso ziemlich durchs Raster fallen, was Abgaben angeht.
7slowhandvor 16 Stunden
Ändert sich dann diese Leistungsgewährung auch? <link>
6thraseavor 16 Stunden
@5 Was ist denn für dich die Ursache? "Die Sache kann auch nach hinten losgehen, wenn der arbeitende Ehepartner auch zu Hause bleibt und beide dann Bürgergeld beziehen." Warum sollte das jemand machen? Man kann nicht einfach zu Hause bleiben, Bürgergeld gibt es nicht einfach so. Das weißt du aber sicherlich...
5k488740vor 17 Stunden
Wieder wird nicht die Ursache bekämpft, sondern zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung. Die Sache kann auch nach hinten losgehen, wenn der arbeitende Ehepartner auch zu Hause bleibt und beide dann Bürgergeld beziehen. Dann sind beide Ehepartner wieder versichert. Und Geld wird nicht eingespart. @1 Warum ist das nicht mehr zeitgemäß? Weil man in der heutigen Zeit nicht mehr von einem Gehalt eine Familie ernähren kann?
4Pontiusvor 17 Stunden
@2 Nein die Anzahl ist dank der Daten der Krankenkasse sehr gut erfasst.die frage bleibt nur, wie viele Menschen aus der Verpflichtung herausnehmen will und was dann noch übrig bleibt - bei bis zu 3.5 Millarden wären das etwa 1.2 Millionen betroffene Ehepartner.
3Irgendwarevor 17 Stunden
@2 : Das glaube ich in diesem Fall nicht. Die Zahl wurde nicht einfach, wie beim Bürgergeld, von der Union aus der Luft gegriffen, sondern auf Basis valider Zahlen von einer Kommission ermittelt. Die Zahlen stehen auch am Ende des Artikels.
2dicker36vor 17 Stunden
Das ist bestimmt wieder so ne nette Hochrechnung, wie die vielen Milliarden die die Union durch die Änderung des Bürgergelds einsparen wollte. Wieviel sind es noch mal geworden statt der anvisierten 4-5 Mrd.€?
1Irgendwarevor 17 Stunden
Das klingt so, als ob die neue Merz-Regierung auch mal etwas mit Verstand hinbekommt. Die Mit-Versicherung für Ehepartner stammt aus der Zeit, als die Ehefrau für den Haushalt zuständig war - das ist nicht mehr zeitgemäß. Dennoch sollte es für besonders belastete Personen, wie pflegende Angehörige oder Kinder Ausnahmen geben. Finde ich gut.