Berlin - Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, fordert von der Bundesregierung eine rasche Rentenreform mit längerer Arbeitszeit und höheren Abschlägen. "Die Lage ist ernst. Ohne Reformen werden die Beitragssätze zur Sozialversicherung in nicht allzu ferner Zukunft 50 Prozent […] mehr

Kommentare

24Sonnenwende24. Dezember 2025
(2) deren Angehörige, wenn Betroffene selber das nicht mehr können, gar nicht so selten Entscheidungen in Richtung "nur noch" palliative Behandlung treffen. Was Schnitzer und auch Streeck (und der fatalerweise auch noch aus eigener Erfahrung) wünschen ist Betroffenen und Angehörigen diese Entscheidung weg zu nehmen und zwar nicht um sie zu entlasten sondern um das Gesundheitswesen zu entlasten. Das finde ich moralisch außerordentlich fragwürdig.
23Sonnenwende24. Dezember 2025
@22 Dass das Gesundheitssystem dringend reformiert gehört ist ja nun schon lange nicht mehr unbekannt. Und dass man bei der Flut der Leistungen, die Menschen in Anspruch nehmen und/oder Ärzte auch willig anbieten auch ansetzen muss, ist leider m.E. auch wichtig. Leistungen für Hochbetagte ist ein sehr heikles Thema. Und ich finde es sollte nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werden und es sollte keine festen Regeln dafür geben. Es ist ja ohnehin schon so, dass Betroffene selber und/oder (2)
22Pontius24. Dezember 2025
Und zum Gesundheitssystem hat sie sich auch noch geäußert: "Ökonomin Schnitzer wirbt für Praxisgebühr und hinterfragt Kosten für Hochbetagte" <link>
21Sonnenwende24. Dezember 2025
Eines möchte ich aber auch sagen: was Schnitzer zur Erbschaftssteuer sagt finde ich sehr richttig. Auch die Begründung, nämlich dass der Unterschied zwischen der Besteuerung von Erbschaften aus Privatvermögen des Mittelstands und von Erbschaften aus Betriebsvermögen sowie aus großen Vermögen unverhältnismäßig ist - zu Ungunsten des Mittelstands bzw. der kleinen bis mittleren Vermögen, der Vollständigkeit halber gesagt.
20Sonnenwende24. Dezember 2025
@19 Es ging mir auch in erster Linie um Schnitzer und wie ihre Aussagen einzuschätzen sind. Mir ist schon öfter aufgefallen - oder sagen wir ich habe Eindruck - dass sie aus ihrer sehr privilegierten eigenen Situation heraus argumentiert und viele Aspekte, die eine Wahrnehmung der Arbeits- und Lebenssituation vieler Menschen erfordern würden völlig außer acht lässt. Mich nervt inzwischen, wenn sich diese doch deutlich öffentlichkeitsbedürftige Dame wieder zu Wort meldet.
19Pontius24. Dezember 2025
@18 Dieser Punkt von Schnitzer ist ja auch nur Ablenkung, denn wie du schon anmerktest - wenn das ein Punkt fürs länger Arbeiten für alle ist, dann muss man fragen: Warum für alle.
18Sonnenwende24. Dezember 2025
@17 Ja, daran habe ich nicht gedacht. Die Regel ist es – wie du auch schon sagst – ganz sicher nicht gewesen. Auch das mit dem einen Mädchen ist aus meiner Erinnerung – es mögen mehr gewesen sein aber wenn sind das Einzelfälle.
17Pontius24. Dezember 2025
@16 2031 ist es so weit. Und man kann ja auch freiwillig länger arbeiten - das geht auch heute schon und war auch früher eine Möglichkeit. Nur haben das wenige Menschen gemacht - mit akademischer Bildung wahrscheinlich noch öfters als Menschen aus der Arbeitergruppe.
16Sonnenwende24. Dezember 2025
"Es ist schon heute so, dass Akademiker meist keine 45 Beitragsjahre zusammenbekommen ..." Ich war noch nie so, dass Akademiker die 45 Beitragsjahre zusammen bekommen haben. Also vielleicht Wunderkinder, die mit 14 Abi gemacht haben (da gab's Zeit meines Lebens in Deutschland ein Mädchen). Selbst die Überflieger, die mit 17 oder 18 Abi gemacht haben haben bis mindestens 22 studiert, die schaffen das höchstens wenn die Rente mit 67 für alle gilt, was glaube ich 2030? der Fall sein wird.
15Pontius24. Dezember 2025
@14 Kam der Dachdecker der 70er Jahre denn vor der Rente aufs Dach? Wohl eher nein. Ich sage ja, dass das Thema durchaus schon zuvor nicht im Blickfeld lag und jetzt mit zunehmenden psychischen Problematiken neue Komplexitäten auf das Rentensystem zukommen.
14setto24. Dezember 2025
@12 was nutzen die Aufzüge wenn der Dachdecker selbst nicht mehr aufs Dach kommt? Möchtest du von einem fast 70jährigen im KH mit Medikamenten versorgt werden, der inzwischen schon öfter Sachen vergisst?
13Pontius24. Dezember 2025
Seite wird jedoch stärker hervorkommen - auch beim jetzigen Renteneintrittsalter, denn die psychische Belastung der Menschen hat über die Jahrzehnte zugenommen.
12Pontius24. Dezember 2025
@8 Das wird man wohl doch nochmal sagen dürfen *auf den Stammtisch poch* @11 Das Problem wird nicht übersehen - die Problematik wurde noch nie beachtet: Allerdings muss man bei der Bewertung vorsichtig sein: Während man früher die Schindeln auf dem Rücken aufs Dach gebracht hat, nutzt man heute kleine Aufzüge. Ja die Handwerkjobs sind immer noch körperlich anstrengend - aber in der Regel hat man heute mehr technische Unterstützung und kann deswegen Beruf länger körperlich ausüben. Die psychische
11setto24. Dezember 2025
@9 Argumentation stützen ja, die Frage ist nur eher, wie arbeitsfähig sind die Leute dann in ihrem bisherigen Job. Auch wenn es in der Pflege leichter wird, mit 70 kann man den Beruf weder geistig noch körperlich machen. Das Problem wird übersehen
10Tautou24. Dezember 2025
@7 Rente? Wieso redest du auf einmal von Rente? Es ging dir doch darum, einfach deinen Boomer-Frust über eine Generation auszulassen, die es in vielen Dingen besser hat als du einst und sich dennoch veränderten Voraussetzungen des Arbeitsmarktes stellen muss. Das hast du verpasst. Und wie du siehst, erhältst du bekanntlich Zustimmung von jenen, die hier ebenfalls quellenlos Fake News streuen und sich nicht für Fakten interessieren. Manchen ist nichts heilig. Nicht mal zu Weihnachten.
9thrasea24. Dezember 2025
@3 Ich habe deine Quelle aufmerksam gelesen. Eine Angabe zu schwer arbeitenden Erwerbstätigen finde ich darin nicht. Allerdings die allgemein gültigen Zahlen, dass immer weniger Menschen vor Erreichen des Rentenalters versterben. Laut deiner Quelle sollen im Jahr 2000 noch 20,5% der Menschen vor Erreichen des Rentenalters gestorben sein, 2021 nur noch 14,1%. Das würde ja eher die Argumentation von Schnitzer stützen...
8thrasea24. Dezember 2025
@4 Entschuldige bitte, aber ich finde, dein Kommentar ist Whataboutism. Noch dazu ist er sachlich falsch und von Vorurteilen gegenüber den jungen Menschen geprägt. Exemplarisch zwei Quellen zum Widerlegen des Unsinns. Deine These, junge Menschen hätten keine Lust zu arbeiten: "Junge Menschen arbeiten so viel wie lange nicht" <link> Zur These sehr lang studieren: Den Abschluss erreichen Studierende heute im Schnitt 3 Jahre früher <link>
6Polarlichter24. Dezember 2025
@4 Das ist schon richtig, wie du es beschreibst. Viele, die in jungen Jahren viele Jahre ins Land ziehen lassen, werden natürlich später Schwierigkeiten haben, sofern sie dies nicht privat ausgleichen. Gleichzeitig fehlen natürlich aber auch die Einzahlungen in die Rentenkassen, was die Schieflage nicht verbessert. Es ist ein Teil des Problems.
5Tautou24. Dezember 2025
@4 Das Problem dieser verpatzten Analyse sind wie immer nicht die „jungen Leute“ - es ist dein Blick zurück.
4tchipmunk24. Dezember 2025
Man sollte nicht nur nach hintenraus schauen, dass länger gearbeitet wird, sondern auch mal schauen am Anfang, beim Eintritt in das Berufsleben. Was nützt denn das Ganze, wenn die jungen Leute immer später ins Berufsleben starten, weil sie sehr lange studieren, oder manche aus der Gen-Z überhaupt nicht anfangen mit arbeiten, weil sie keine Lust dazu haben, oder es versuchen so lange wie möglich rauszuzögern. Oder die vielen jungen Leute, die nicht mal einen Berufsabschluss zustande bringen.
3slowhand24. Dezember 2025
>> Es ist schon heute so, dass Akademiker meist keine 45 Beitragsjahre zusammenbekommen und damit die Rente für besonders langjährig Versicherte nicht erreichen können", so Schnitzer. << Also Renteneintrittsalter für alle erhöhen das die die bis zu 30 Jahre studieren damit finanziert werden. Es erleben heute schon > 20% der körperlich schwer arbeitenden Erwerbstätigen das Rentenalter nicht, <link> ,
2HmHm24. Dezember 2025
Elons Roboter machen das dann schon..
1moni7124. Dezember 2025
Diese Frau hat noch nie hart gearbeitet.