Berlin - Angesichts hoher Krankenstände fordert der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger, eine grundlegende Reform der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie das Ende der telefonischen Krankschreibung. "Internationale Erfahrungen zeigen: Je […] mehr

Kommentare

14Sonnenwende01. Januar um 09:51
@13 Das kommt auf die Krankenkasse an. Es gibt Kassen, die das auch auf den Arbeitnehmer abwälzen oder es zumindest versuchen. Gut versichert bist du z.B. bei der Techniker, der Barmer, der Siemens BKK. Bei der AOK z.B., die dezentral organisiert ist, kommt das sehr auf die Ortskrankenkasse an, die für dich zuständig ist. Dann kannst du bei nahezu jeder kleinen Krankenkasse, die niedrige Zusatzbeiträge verlangt, davon ausgehen, dass sie dir mehr Schwierigkeiten bereitet.
13Pontius01. Januar um 09:43
@12 Da klagen dann aber Krankenkasse gegen Arbeitgebenden, oder? Also wer zahlen muss...
12Sonnenwende01. Januar um 09:37
@11 Ja, die gibt es, aber die kommt selten zum Tragen. Um beim Beispiel der Lungenembolie zu bleiben: du entwickelst nicht 6 Monate nach einer OP eine Lungenembolie, die noch mit der OP zusammen hängt. Das wäre dann so gut wie immer eine eigenständige Erkrankung, du brauchst die 6 Monate also nicht. War lange im Betriebsrat eines großen AG, der wirklich alles nutzte, um nicht zahlen zu müssen, da kriegt man viel mit.
11Pontius01. Januar um 09:33
@8 Gibt es nicht nur eine 6-monatige Haltedauer bei Fortsetzungserkrankungen? Aber das ist Dulger ja egal, er nimmt auch den Beinbruch und die Grippe im selben Jahr um die Lohnfortzahlung aussetzen zu wollen sobald man über die 6 Monate kommt. Immer weiter die Fürsorgeverpflichtung der Arbeitgebenden schleifen...
10Sonnenwende01. Januar um 09:33
Ergänzend: Aus meiner Sicht wollen die möglichst viel vom Arbeitnehmerschutz schleifen und versuchen die Stimmung in unserer Bevölkerung (wie man ja am Bürgergeld sehen konnte, passiert, wenn es einer Gesellschaft schlechter geht und jeder abgeben müsste, dass man erst mal auf die Schwächstem haut) populistisch in ihrem Sinne auszunutzen. Hier wäre es Aufgabe der Politik, dem frühzeitig Einhalt zu gebieten. Diese Forderungen sind einfach inakzeptabel.
9Sonnenwende01. Januar um 09:19
(2) Bruch des Hüftgelenks und Nierenversagen ohne Zusammenhang miteinander. Entwickelt die Person nach der Hüft OP eine Lungenembolie, ebenfalls eine eigenständige schwere Erkrankung wenn man so will, die wahrscheinlich länger als sechs Wochen Krankschreibung erfordert, ist das eine Folgeerkrankung und wird schon wieder schwierig… Gibt es verschiedene Urteile zu. Was zum Beispiel auch nicht geht ist schwere Depression und später dann Angsterkrankung. Kommt vor Gericht nicht durch.
8Sonnenwende01. Januar um 09:18
@6 Wenn du wegen der gleichen Erkrankung ausfällst muss der AG nach 6 Wochen in Summe die Lohnfortzahlung nich mehr leisten. Also meinetwegen 2 Wochen + 2 Monate später 1 Woche und dann noch mal 3 Wochen 6 Monate später und Schluss ist mit Lohnfortzahlungen. Das ein und dieselbe Person innerhalb von 18 Monaten gleich mehrere so schwere verschiedene Erkrankungen hat, dass sie für jede einzelne sechs Wochen krankgeschrieben ist ist extrem selten. Verschiedene schwere Erkrankungen heisst z.B (2)
7setto01. Januar um 09:02
"Außerdem fordert Dulger, dass Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Mehrarbeit im Krankheitsfall nicht mehr fortgezahlt werden sollten." Also ich kenne in meinem Bekanntenkreis keinen AG, der im Krankheitsfall Zuschläge weiterzahlt. Die werden eher akribisch geführt und genau danach ausgezahlt. Für mich ist das eher ein Indiz das Dulger sehr weit weg von der Realität lebt
6Pontius01. Januar um 08:55
Wie viele es sind weiß ich nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass es schon Krankheiten gibt, bei denen man mehrfach mehrere Wochen ausfällt - da würden dann die Arbeitgeber*innen sparen, denn darum geht es Dulger ja in allem, was er äußert.
5Sonnenwende01. Januar um 08:45
(2) soll. Der redet ja von Menschen, die innerhalb eines Jahres mehrfach wegen verschiedener Erkrankungen mehr als sechs Wochen krankgeschrieben sind. Das sind aus meiner Sicht absolute Einzelfälle, die überhaupt nichts im System verändern, weil viel zu wenige. Es ist auch eine Misstrauenserklärung gegenüber Ärzten, die meisten schreiben nämlich mit sorgfältiger Abwägung krank. Und weil er den MDK ins Spiel bringt: auch der ist jetzt schon früh involviert.
4Sonnenwende01. Januar um 08:45
@1 ,2 Es ist sogar jetzt schon so, dass wenn man innerhalb von 36 Monaten wegen der gleichen Erkrankung in der Summe länger als sechs Wochen krankgeschrieben ist der AG die Lohnfortzahlung einstellen kann und es i.d.R. auch tut, dann gibt's Krankengeld von der GKV und dass die GKV innerhalb der gleichen Zeit auch nur für 18 Monate Krankengeld zahlen muss. Dann folgt temporäre Erwerbsunfähigkeitsrente, wobei die GKV dies i.d.R. schon nach 6 Monaten beantragt. Zur News: ich weiß nicht was das (2)
3Pontius01. Januar um 07:57
Wir sollten grundlegend die Besteuerung von Unternehmen auf faire Höhen anpassen und Vermögen ebenfalls besteuern.
2Marc01. Januar um 06:19
@1 Nachricht komplett gelesen und richtig verstanden? Über 6 Wochen krank durch dieselbe Ursache bedeutet jetzt schon in aller Regel, dass der AG die Lohnfortzahlung einstellt.
1jub-jub01. Januar um 05:05
Arbeitnehmerrechte sollte man nicht einfach so und schon gar nicht ohne Gegenleistung abbauen. Was soll jemand machen, der dann mehr als 6 Wochen krank ist? Zum Sozialamt gehen?