Berlin - Kurz vor der Präsentation der großen Konzernstrategie der neuen Bahn-Chefin Evelyn Palla am Mittwoch droht die Situation bei der Bahn-Tochter DB Fernverkehr zu eskalieren. Zahlreiche Lokführer, Zugbeleiter und Disponenten sind seit Monaten überlastet und wegen überlanger Schichten am Limit. […] mehr

Kommentare

6ichbindrin08. Dezember 2025
@4 Das was du als Quasi-Naturgesetz beschreibst, ist doch auch nur eine Folge der bestehenden Priorisierung. Bei der grundsätzlichen Diskussion geht es auch nicht um diejenigen, die abgelegen wohnen, sondern um die Mehrheit in den Städten. Zudem wäre es auch sinnvoll der wieder wachsenden Landbevölkerung die Lebensnotwendigkeit Auto zu nehmen. Soll jeder eins haben dürfen, aber keiner eins brauchen müssen. Ich denke es lässt sich zeigen, dass das Auto mehr bezuschusst wird, egal wo man lebt.
5satta08. Dezember 2025
Es gibt da mehrere Probleme, die teilweise auch historischer Natur sind, die den heutigen Betrieb beeinträchtigen. Frühere Trassierungen aus dem 19. Jh. waren teilweise nicht für zweigleisigen Betrieb, Oberleitungsbetrieb (zu enge Tunnel, zu niedrige Straßenüberführungen), Hochgeschwindigkeitsverkehr (Radien, Steigungen) geeignet. Dann die Teilung Deutschlands, Berlins und damit einhergehende Stilllegungen, Verkehrsführungen. Nach der Bahnreform bis heute wird nur noch herumgedoktert.
4Chris198608. Dezember 2025
@1 Der Individualverkehr ist abseits der Großstädte einfach lebensnotwendig und dort auch wesentlich effizienter als ein ÖPNV, bedingt durch die geringe Bevölkerungsdichte. Wer aber, mit den ganzen staatlichen Zuschüssen für den ÖPNV inkl. den Milliardenzuschüssen für das Deutschlandticket ernsthaft behauptet, der Staat hofiert lieber den Individualverkehr, muss wohl hinter dem Mond leben.
3ichbindrin08. Dezember 2025
Keine Ahnung, wie die Situation in (ganz) China ist, aber den Vergleich mit der Schweiz finde ich selten hilfreich. Denn in so einem kleinen Land, mit weniger Fläche, geringerer Bevölkerungsdichte, weniger Ballungsräumen etc. ist es leichter ein Schienennetz zu betreiben als in Deutschland.
2mario932608. Dezember 2025
@1 richtig erkannt, wir müssen uns mal in ein gutes Bahnland begeben, China oder Schweiz fallen mir da ein...
1ichbindrin08. Dezember 2025
Was das für ein Wohlstands- und Zufriedenheitsboost für die Gesellschaft wäre, wenn man aus der Bahn einen attraktiven Arbeitgeber und ein attraktives Fortbewegungsmittel machen würde. Aber man fördert und hofiert lieber den Individualverkehr und wundert sich über mehr Egoismus und weniger Zusammenhalt in der Gesellschaft. Der einzige Zug, der frühzeitig abgefahren ist, ist der mit den gescheiten Plänen für einen zukunftsträchtigen und kundendienlichen Betrieb.