Moral 63

DVD / Blu-ray / Trailer :: IMDB (6,5)
Regie: Rolf Thiele
Darsteller: Nadja Tiller, Erika von Thellmann
Laufzeit: 95min
FSK: ???
Genre: Drama (Deutschland)
Filmstart: 23. August 1963
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Am Rosenmontag, mitten im ausgelassenen Trubel des Kölner Karnevalsumzugs, ist für Marion Hafner (Nadja Tiller) plötzlich das schöne Leben vorbei: Ermittlungsrichter Dr. Merkel (Thilo von Berlepsch) lässt die prominente "Lebedame" festnehmen und steckt sie in Untersuchungshaft. Der neureiche Unternehmer Meyer-Cleve (Fritz Tillmann) hat Anzeige erstattet gegen die Leiterin des exklusiven Bonner Bordells, das unter dem vielsagenden Titel "Gesellschaft zur Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen e.V." firmiert. Meyer-Cleve selbst zählt hier zu den Stammgästen: Bis er in dieser Lasterhöhle seine wohl behütet geglaubten Töchter antrifft. Dr. Merkel soll nun herausfinden, ob Meyer-Cleve Opfer einer Intrige ist: Doch die vermeintliche Drahtzieherin Marion zeigt sich störrisch und erzählt dem Richter nicht, was dieser gerne hören möchte. Der Journalist Axel Rottmann (Mario Adorf) bietet ihr eine fünfstellige Summe dafür, dass sie ihre Lebensgeschichte auf Tonband spricht. Da die Wahrheit viel zu banal ist, legt Rottmann ihr einen Stapel Boulevardzeitungen vor, aus denen Marion sich "ihre" Geschichte zusammen fabulieren soll. Na gut, dann lügt Marion eben im wahrsten Sinne "wie gedruckt": Der mächtige Zeitungsverleger Dr. Kämpfer (Charles Regnier) machte Marion zu einer Edelprostituierten, um durch ihr Bonner Etablissement Regierungspolitiker bespitzeln zu können. Dabei wird Marion die Dauergeliebte Meyer-Cleves, der ihr viel Geld dafür zahlt, dass sie seinen vergeistigten Sohn Hans (Peter Parten) zurechtbiegt. Der aus der Art geschlagene Filius soll das Philosophiestudium aufgeben und ein knallharter Geschäftsmann wie sein Vater werden. Dabei verliebt Hans sich in die Prostituierte, doch als er herausfindet, wer sie ist und geschickt hat, beschließt er, sich an seinem Vater zu rächen: Die Geschichte ist erlogen, könnte aber durchaus wahr sein.

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