Wenn man merkt das nix selbstverständlich ist

Wettmeister

Sportsinvetor
ID: 102364
L
28 April 2006
556
16
Also ich war heute beim Arzt weil ich am Schulterblatt auf einmal einen Knochen habe rauskommen fühlen.

Ich habe sehr wahrscheinlich eine Exostose am Schulterblatt. Der Arzt meinte das wäre nicht schlimm, habe aber trozdem nen Termin beim Kernspintomographen.

Ich habe nun selber im Internet nachgeguckt und gesehen das Exostose ein gutartiger Tumor ist und das soll nicht Harmlos sein? Habe jetzt etwas Angst.


Merkwürdig ist daran nur das der Arzt meinte das oft Torhüter diese Exostose am Schultergelenk haben da sie oft drauf fallen, weiterhin bin ich mir sicher das es nicht über Monate gewachsen ist sondern, von heute auf morgen kam, also ich bin mir ziemlich sicher das ich Monatag da noch nichts hatte.


Für mich sind das diese Momente wo man mal richtig über sein Leben nachdenkt , habt ihr schonmal etwas ähnliches Erlebt?
 
Lass das genauer untersuchen...

Also ich hatte auch schon mal sowas erlebt.
Ich hatte letztes Jahr starkes Stechen in der Brust, aber das über ne längere Zeit hin ( wochen...).Nun bin ich damals zum Arzt gegangen und fragte, ob dies denn nicht etwas bösartiges da in meiner Lunge sei.Seine Antwort war nur, dass ich Muskelkater in meinen Brustmuskeln habe.Aber Muskelkater hat man nicht so lange, wie ich das Stechen hatte.

Ich habe mir da sehr große Sorgen gemacht und viel über mein Leben nachgedacht...!!!

*ich rauche aber auch...selber schuld :(

MfG
 
Wettmeister schrieb:
Für mich sind das diese Momente wo man mal richtig über sein Leben nachdenkt , habt ihr schonmal etwas ähnliches Erlebt?

Ja. Ich bin vor knapp 1 Jahr mal plötzlich auf der Arbeit umgefallen, habe einen Tunnel gesehen und hatte das Gefühl dass ich meinen Körper für einen Bruchteil von Sekunden verlassen habe.

Ich habe nachher im Internet gefunden dass einige Leute sowas schon erlebt haben und dass es sich dabei um Nahtod handeln könnte. Diese Leute haben exakt das selbe erlebt wie ich.

Seitdem ist es nicht mehr vorgekommen aber von dem Tag an weiß ich mein Leben ganz anders zu schätzen und genieße es ganz anders. Ist vielleicht nicht so mit deinem Fall vergleichbar aber bei mir (wie bei dir) kam vielleicht der Punkt wo man über sein Leben nachdenkt.

Hier mal ein Link den ich sehr interessant fand: https://www.nahtod.de

Und ein Zitat von der Seite:
".. ich begann, in einen Tunnel gezogen zu werden. Es war ein schreckliches Erlebnis, weil alles, was ich sehen konnten. Leute aus meiner Vergangenheit waren, Leute, die schon tot waren, die mir irgendetwas getan oder gesagt haben, was mich in der einen oder anderen Weise verletzt hat. Sie lachten und schrien, bis ich dachte es nicht mehr aushalten zu können. Ich bat und bettelte, zurückgehen zu dürfen. Ich sah ein Licht am Ende des Tunnels, aber ich kam ihm niemals richtig nahe."
 
Das einzige was ich in der Richtung mal hatte, war ein Kohlrabenschwarzen Fleck auf der Haut. Dachte eigentlich, dass das Hautkrebs sei (da war ich aber erst 17) und des hat mich schon geschockt, vor allem weil es ja dann wahrscheinlicher ist, ihn nochmal zu bekommen. Der Fleck war dann aber von einem auf den anderen Tag weg und jetzt hab ich da nur noch ein Muttermahl. Naja.
 
Für mich klingt das sehr spannend, es ist für mich ein Indiz, dass es nach dem Leben noch etwas geben muss, weil manche waren in diesen Momenten des Nahtots biologisch gesehen tot (z.B. Herzinfakt), also konnte kein Körperorgan mehr funktionieren.
 
Hotwave schrieb:
Für mich klingt das sehr spannend, es ist für mich ein Indiz, dass es nach dem Leben noch etwas geben muss, weil manche waren in diesen Momenten des Nahtots biologisch gesehen tot (z.B. Herzinfakt), also konnte kein Körperorgan mehr funktionieren.

Du machst mir ja Mut. :p

Ne aber wie gesagt es ist seitdem nicht mehr vorgekommen und inzwischen denke ich da auch ganz locker drüber. Hab damals Tabletten fürs Herz bekommen und es ging mir auch schnell wieder besser.
 
Es ist ja auch so das der Arzt meint das dies nicht schlimm ist, er meinte manche Leute hätten solche extra Knochen die mit der zeit sich rausdrücken würde, ( auf der anderen Schulter seite hätte ich dasselbe nur halt ist dies noch ned rausgekommen ) . Da ich nun aber erfahren habe übers INet das sowas auch ein guter Tumor sein kann macht man sich Gedanken, schließlich kann man ja auch woanders einen haben .
 
Logisch, dass du dir Sorgen machst - würde mich aber nicht verrückt machen. Wenns wirklich was schlimmes ist, reagieren die meisten Ärzte da ziemlich schnell - mag man aufs Gesundheitssystem schimpfen wie man will.
Ein gutartiger Tumor ist im Normalfall auch kein allzu großes Problem. Sowas haben sehr viele Menschen. Lass dich untersuchen und bleib ruhig.

Das mir dem "Merken, das nix selbstverständlich ist" habe ich schon hinter mir. 2000/2001 mehrere Schwächanfälle gehabt und dann irgendwann zum Arzt. Morgens hatte ich die Blutabnahme, um 12 Uhr ein Anruf bei der Arbeit und um 14 Uhr lag ich schon in der Uniklinik an der Blutwäsche.
Diagnose: CML (Leukämie) und 1 Minute vor 12 (Laut Prof höchstens noch 3-5 Tage gehabt...)
Wenn man so ne Diagnose schlucken muss und das dann alles nach ner Transplantation überlebt sieht man vieles anders.

Ich ärgere mich nicht mehr so oft.
Ich mach was mir Spass macht.
Ich bin ferundlich zu allen aber pfeif auch darauf was andere Leute von mir halten wenn ich eine andere Meinung habe.
Ich habe meine Stressjob geschmissen und bin wieder "normaler" Arbeiter.
Ich bin grundsätzlich fröhlich.

Schade ist, dass man diesen Gedanken an die Nicht-Selbstverständlichkeit erst immer in solchen Situationen hat - ich denke das die Gesellschaft ansich besser wäre wenn der Gedanke auch so da wäre. Zumindest glücklicher !
 
Hotwave schrieb:
oha, Leukemie? :( Kann man das überhaupt vollständig heilen? :(

Jein

durch eine Fremdtransplantation kann man das schon heilen und wenn man 5 Jahre danach keinen Neu-Ausbruch hat gilt man im medizinsichen Sinne als geheilt.
Allerdings hat man dann leider durch die Power-Chemo vor der Transplantation meistens irgendwas anderes (ist halt Gift). Und eine Garantie bekommt man auch nicht, auf meienr Station waren einige die schon 10 oder mehr Jahre geheilt waren und da ist es auch wieder da gewesen. Lebenserwartung ist natürlich auch runter.
Aber grade deshalb: Geniesse den Tag :evil:
 
Ja, ich hab auch schon Berichte von solchen Leuten gesehen, die Nahtoderfahrung haben, aber es scheint bei jedem Menschen anders zu sein.

Ich war ja auch schon mal eine längere Zeit bewusstlos / weg, aber konnte diese Effekte nicht 'erleben', es war ganz anders, vielleicht reichte das einfach nicht oder jeder Mensch erlebt das halt anders.
Es war wirklich so,
ich habe nichts gehört, aber es war nicht DIE Stille wie ich sie aus dem Alltag kenne,
ich habs nichts gesehen, nicht mal Schwarz,
ich habe nichts gefühlt, keine Langweile, keine Trauer, nichtmal die Leere,
ich habe nichts gedacht, kein Traum, keine Eindrücke, keine Erinnerungen,
und für mich ist auch keine Zeit mehr vergangen, denn die gab es einfach nicht mehr, es war wie ein Filmriss, es wär für mich kein Unterschied gewesen ob ich 10 Minuten oder 10 Jahre weg gewesen wär,
Genauso stell ich mir den Tod vor und seitdem habe ich das Gefühl, wenns um solche Sachen geht, mehr davon zu verstehen als früher.
 
@ StefanZ: Die Tunnelsache - darf jeder sehen wie er will, aber meine persönliche Meinung ist: WEIL jeder weiß (wenn auch unbewusst, weil nur kurz mitbekommen) bildet er sich genau das ein und sieht deshalb in solchen Momenten genau das selbe wie alle anderen.
 
flashas schrieb:
@ StefanZ: Die Tunnelsache - darf jeder sehen wie er will, aber meine persönliche Meinung ist: WEIL jeder weiß (wenn auch unbewusst, weil nur kurz mitbekommen) bildet er sich genau das ein und sieht deshalb in solchen Momenten genau das selbe wie alle anderen.

hmm, ne ich wusste ja davon vorher gar nichts. ;) Ich habe erst nach meinen Erlebnissen im Internet geforscht und gelesen dass es schon mehreren Leuten so ging.
 
StefanZ schrieb:
hmm, ne ich wusste ja davon vorher gar nichts. ;) Ich habe erst nach meinen Erlebnissen im Internet geforscht und gelesen dass es schon mehreren Leuten so ging.
Lies den Text in den Klammern, das ist keine Dekoration ;) Jedenfalls ist es so weit verbreitet, dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass dein Hirn das unterbewusst wo aufgegriffen hat ;)
 
Ich kenn das gut... Im letzten Jahr hab ich früh morgens per Zufall einen Gnubbel an meiner linken Seite (ca. 15 cm unter der Achselhöhle) ertastet. Ich bekam sofort Panik, denn mein Vater hatte Lymphdrüsenkrebs, und bei ihm fing es auch mit so einem Gnubbel an... Mein Freund rief dann sofort einen Bekannten an (ich war dazu nicht imstande, weil ich so gezittert und geheult hab), der war Hautarzt. Der meinte, wir könnten sofort vorbeikommen.
Letztendlich kam heraus, dass es ein Lipom war...
Nachdem er mir erklärte, was das genau ist, sind mir ganze Felsbröcke vom Herzen gefallen, denn ich hatte sofort meinen Vater vor Augen und totale Panik, dass ich die nächste bin... Ich hab übrigens den ganzen Tag irgendwie nix essen können, so fertig hat mich das alles gemacht.
Mittlerweile hab ich das Lipom entfernen lassen (er wurde größer und tat weh) - nach der OP hat sich das Ding nicht lange lumpen lassen und kreuzte 8 Wochen später wieder auf, an genau derselben Stelle - nur größer... Also wieder OP... Ein paar Wochen nach der 2. OP das gleiche Spiel - nur dass der Gnubbel NOCH größer war... Da bekommt man dann doch schon ne Krise... Naja, nach der 3. OP (diesmal mit Vollnarkose und vom Chirurgen durchgeführt) war das Ding dann eeendlich weg... Die Ärzte meinten, sowas hätten sie noch nicht erlebt, dass ein Lipom 3 Mal hintereinander und dazu noch in so kurzer Zeit wiederkommt...

Tja, wieder mal ein Beweis, dass ich irgendwie nicht ganz normal bin *ggg*
 
Die meisten wissen wohl, was Du meinst o_O Und es is grausam.
Allerdings finde ich, dass man sich dessen jeden Tag bewusst sein sollte, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man sehen, hören, sprechen, geradeaus laufen und all die andern Sachen machen kann. Nur, weil es der Mehrheit so geht, is das noch lange nichts Selbstverständliches und man sollte das zu schätzen wissen, solange man das hat. Es gibt doch fast nichts Verwerflicheres als gegenüber seinem Leben undankbar zu sein (und sich über sich selbst (meist das Aussehen) zu beschweren, obwohl man alles machen kann, und manch anderer Gott weiß was dafür geben würde, auch nur einen Teil davon erleben zu können)
 
Für die Nahtod-Erfahrungen gibt es durchaus eine medizinische Erklärung:
Das Gehirn schüttet massenweise Halluzinogene, Adrenalin und Glückshormone (Endorphine) aus um den Blutdruck zu erhöhen und dein eigentlich klinisch toten Körper bzw. Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.
Auch bei Menschen, die z.B. gerade am Ertrinken sind sendet das Gehirn solche Stoffe aus. Selbige setzen im Körper extreme Leistungsreserven frei um so aus brenzlichen Situationen noch entkommen zu können.
Das erklärt erstmal das schmerzfreie und leichte (schwebende) Gefühl bei einer Nahtod-Erfahrung.

Und zum Tunnelblick:
g-o.de schrieb:
Durch den Sauerstoffmangel im Gehirn kommt es zu einer Enthemmung in der Signalübertragung. Die Nervenzellen werden nicht mehr kontrolliert, Sinneseindrücke können nicht mehr richtig verarbeitet werden.

Damit lässt sich auch der Tunnelblick erklären: Die Sehzellen sind im Zentrum des Gesichtsfeldes konzentriert und an den Rändern vereinzelter. Die unkontrollierten Signale interpretiert das Gehirn als weißer Kreis, der zum Zentrum hin heller wird. Durch die zunehmende Reizüberflutung scheint das Ende des Tunnels näher zu kommen und man glaubt, in das Licht einzutreten.
:arrow: Nahtod-Erfahrungen aus biologischer Sicht


Ob man dabei jetzt an die Reise ins Jenseits glaubt oder sich mit dieser relativ einfachen medizinischen Erklärung zufrieden gibt ist natürlich jedem selbst überlassen.
 
Achja, ich wollte noch was anmerken:

Hotwave schrieb:
Für mich klingt das sehr spannend, es ist für mich ein Indiz, dass es nach dem Leben noch etwas geben muss, weil manche waren in diesen Momenten des Nahtots biologisch gesehen tot (z.B. Herzinfakt), also konnte kein Körperorgan mehr funktionieren.
Das halte ich für weitestgehend sinnfrei. Denn wären die Menschen wirklich biologisch gesehen tot gewesen, hätten sie nach ihrer Nahtod-Erfahrung wohl kaum wieder aufwachen und davon berichten können. Das allein ist doch schon ein Hinweis darauf, dass das nichts mit dem Tod (bzw. "Jenseits", oder wie auch immer man es nennen mag) zu tun hat, sondern vom noch (zumindest teilweise) funktionierenden Gehirn/Körper ausging.

Aber spannend ist das Thema wirklich. ;)


PS: Ich weiß zwar nicht mehr wer das mal gesagt hat, aber ich denke, das "Leben nach dem Tod" ist genauso wie das Leben vor der Geburt. (Also z.B. 10 Jahre bevor man geboren wurde.) :think:
 
Zuletzt bearbeitet: