Weder Bund noch Zivi machen...

Ich meine ich habe mal von einem Gerichtsurteil gehört und zwar hat einer geklagt weil er eingezogen werden sollte, aber er einen sicheren Arbeitsplatz hat und wenn er Bund machen müsste würde er diesen verlieren. Gerichtsurteil war das er nicht eingezogen werden konnte, da es soviele Arbeitslose gibt und er einen sicheren Arbeitsplatz hat könnte man ihn nicht einziehen, da eine sichere Arbeitsstelle selten ist.
Glaube ich habe das mal so vor 2-3 Jahren gehört. Mich würde interessieren, ob das immer noch gilt. Weiß das einer zufällig?
 
Ich musste damals noch 15 Monate Zivildienst ableisten.Das bedeutete für mich,
1 1/4 Jahre später mit der Ausbildung anfangen zu können als meine Klassen-Kollegen und wesentlich weniger zu verdienen.
 
Und trotzdem werden immer mehr Leute ausgemustert, die ohne Probleme den Zivildienst antreten könnten. Um nicht mal irgendwo Telefondienst oder Fahrerjobs machen zu können muss es um die Gesundheit eigentlich schon verdammt schlecht bestellt sein.

Jepp.

Und da fängt der Fisch an zu stinken...nämlich am Kopf !!
Ich glaube weniger das wir ein Volk "kranker Krüppel" sind
als das es am Auswahlverfahren selber hakt.

Bei den Zeitsoldaten finde ich es schon gut einen höheren Level
bei der Untersuchung anzulegen, aber bei den Wehrdienstleistenden
ist es meiner Meinung nach zu straff.

Und ihr glaubt nicht wieviele Wehrdienstleistenden auf "freiwillig
Längerdienende" bzw. auf Zeitsoldaten umsteigen, wenn sie erst
einmal im System drin sind.
Und das sind zu 99% keine Zivilversager sondern ausgebildete junge
Frauen und Männer die einfach eine Alternative in dem Job sehen.

Gruß....Torsten
 
Wie es aussieht werde ich um beide Dienste herumkommen, obwohl ich ursprünglich mit T2 gemustert wurde und mich die Bundeswehr haben wollte. (Dank sei der KDV-Beratung die ich jedem nur empfehlen kann ;-))
Das ganze Prozedere kommt mir irgendwie etwas abenteuerlich vor. ;) So nach dem Motto "Ich lass alles auf mich zukommen und schinde dann Zeit mit Anwalt & Co.". Darauf würde ich micht nicht unbedingt verlassen.

Heutzutage ist so ein System einfach nicht mehr zeitgemäß, wenn man dann um seinen Job/Ausbildung bangen muss.
So sehe ich das auch, da ich beim Bund für mich keinerlei Vorteile sehe, die mich irgendwie weiterbringen. Im Matsch rumrobben kann ich seit dem Kindergarten. :mrgreen: Auf freiwilliger Basis ist das ok, für alle verpflichtend, wobei für alle dann sehr dehnbar ist, tatsächlich nicht mehr zeitgemäß. Die Zeiten haben sich geändert. Außerdem glaube ich nicht, dass man nach 3 Monaten Grundausbildung bereit ist, in den Krieg zu ziehen.

Positiv ist natürlich, dass man beim Zivildienst gute Erfahrungen machen kann. Vor allem, wenn man zum Beispiel im Altenheim oder im Krankenhaus ist.
Da hast du natürlich Recht. Und auch eine Überlegung wert ist ein FSJ/FÖJ statt Zivildienst. Das wird in Deutschland auch anerkannt und man kann in einem fremden Land seine Erfahrungen machen. Das finde ich deutlich sinnvoller als BW.

Und trotzdem werden immer mehr Leute ausgemustert, die ohne Probleme den Zivildienst antreten könnten. Um nicht mal irgendwo Telefondienst oder Fahrerjobs machen zu können muss es um die Gesundheit eigentlich schon verdammt schlecht bestellt sein.
Und da liegt die Ungerechtigkeit.
 
Das Auswahlsystem hat auch seine Macken. Ein Handballer, der die Woche 3-4 mal training hat wurde wegen Bluthochdruckes ausgemustert (er wollte unbedingt zum Bund). Und die, wo man sagt, die würden im Bund eingehen, haben t2 bekommen. Das ganze passt nicht zusammen. Einerseits werden die die wollen wegen solchen kleinigkeiten Ausgemustert und andererseits Leute genommen, die nicht grad wehrtauglich sind. Da sollen sie auch eventuell mal nachfragen ob sie dennoch zum Bund wollen und das Risiko eingehen anstatt gleich auszumustern. Am Ende nehmen sie doch eh immer wie sie gerade Lust haben. Es gab Phasen da wurden bei uns 90% ausgemustert und nen halbes Jahr später war auf einmal jeder tauglich...
 
So sehe ich das auch, da ich beim Bund für mich keinerlei Vorteile sehe, die mich irgendwie weiterbringen.
Erinnert mich immer an den Ex-Wehrdienstler in der Berufsschule, der des öfteren sagte, dem Kindergarten da würde der Wehrdienst ganz gut tun ...

Einerseits werden die die wollen wegen solchen kleinigkeiten Ausgemustert und andererseits Leute genommen, die nicht grad wehrtauglich sind.
Versicherungstechnische Gründe, würde ich sagen? (in dem Fall des Bluthochdrucks)
 
Naja da würde ich dem doch son Zettel vorlegen, auf dem er unterschreibt. Und sich der Bund somit absichert. Er hätte dies zu 99% unterschrieben ;)
 
Da sollen sie auch eventuell mal nachfragen ob sie dennoch zum Bund wollen und das Risiko eingehen anstatt gleich auszumustern.
Dann könnten die Ärzte ja gleich sagen, dass sie nach Lust und Laune am Musterungsergebnis drehen können. Offiziell wird doch immer noch jeder gleich beurteilt. Oder meinst du ein Arzt würde zugeben, dass das nicht manchmal Bauchentscheidungen sind?
 
Leute, Leute,

hier sind ja Meinungen vertreten 8O

Ja, es ist wirklich wahr, dass die Auswahlverfahren zum Wehrpflichtigen oder Zivi im Moment sehr ungerecht sind. Hintergrund ist der, dass die BW zum Glück zur Zeit weniger Bedarf an Wehrpflichtigen hat, als tatsächlich Wehrpflichtige vorhanden sind. Deshalb arbeitet man wohl in den Kreiswehrersatzämtern Listen ab und wenn der Bedarf gedeckt ist, dann mustert man aus. Dementsprechend sind auch die Zahlen der Zivis gesunken, weil sie parallel zum Wehrpflichtigen finanziert werden.

Ich finde das ganze sehr schade, weil ich selbst gesehen habe, wie wichtig der Wehrdienst oder der Zivildienst für viele junge Leute war. Ich habe in 12 Jahren Bundeswehr etwa 1200 Rekruten ausgebildet. Jedem mir unterstellten Rekruten habe ich am Anfang auf den Weg gegeben, dass er sich umstellen muss, an seine Grenzen herangeführt wird, aber nach der Ausbildung nicht einen Tag bereuen wird und für das Zivilleben viel mitnehmen wird. Bei der Verabschiedung haben mir 99% der Wehrpflichtigen beigestimmt. Selbst Väter von drei Kindern, die schon lange im Berufsleben standen und junge Studenten, die sich am Anfang darüber geärgert haben, dass sie Studienzeiten verlieren.

Heute habe ich auch viel mit Zivis zu tun, die mir alle bestätigen, dass sie viel für ihr Leben gelernt haben und die Zeit nicht missen wollen.

Beide Fraktionen sagen eindeutig aus, dass sie stolz sind, zu dem Status der Bundesrepublik Deutschland beigetragen zu haben, den wir heute haben.

Ich kann deshalb keinen Jugendlichen verstehen, der sich um beides herumdrücken will, nur um egoisterweise seinen Status zu verfolgen oder schneller voranzukommen, als die Kumpels oder Kollegen, die dem Staat und somit unserem Rechtssystem einen Dienst erweisen.

Wer sich darauf ausruht, dass es ja die anderen machen, ist für mich ein Schmarotzer.
 
Wer sich darauf ausruht, dass es ja die anderen machen, ist für mich ein Schmarotzer.
Korrekt.
Ich für meinen Teil bin auch mit der Einstellung zum KWEA gegangen, dass sie mich wohl T2 nehmen würden, da ich ein paar Rückenprobleme habe. Nur kam es mir dort vor, dass wirklich Listen abgearbeitet wurden und ich zufälligerweise gerade ankam, als die Liste abgedeckt war.
Ich hätte zwar nicht zum Bund gewollt aus persönlichen Gründen, aber Zivildienst als Dienst für die Gesellschaft allemahl.
Nun wurde ich im letzten Sommer T5 gemustert. Ich war natürlich nicht unglücklich ein Jahr eingespart zu haben, aber mir kann keiner erzählen, dass ich für den Zivildienst nicht funktionstüchtig gewesen sein soll, sonst könnte ich als Pflegefall gleich meine Zukunft vergessen...
Auch im Vergleich mit Bekannten, Freunden und Schulkameraden zeigt sich das Auswahlverfahren wirklich als sehr unfair, wahrlos und völlig beliebig.
 
Eine Frage: Ab welcher Stufe ist denn man denn nichtmehr tauglich zum Zivildienst? T2 kommt zum Bund und T3 kann noch Zivi machen, oder wie genau läuft das?

Ich finde es aber nicht wirklich egoistisch früher arbeiten gehen zu wollen. Im Moment läuft es mit der Wirtschaft gut und Ausbildungsstellen sind relativ (!) einfach zu finden. Außerdem ist Geld verdienen ja nicht gerade sozial unverträglich.
Trotzdem würde ich gerne den Zivildienst machen... Und sei es nur, um mir noch über die Jobauswahl klar zu werden und nicht arbeitslos zu sein :roll:.
 
N´Abend!

Muss mich auch mal zu dem Thema äußern.
Hab damals auch meinen Zivi gemacht und bin danach dort geblieben und hab wenn nix schief geht,einen festen Job bis ans Rentenalter - ist Angestellter im öffentlichen Dienst gleichzusetzen :)
Also Jungs,macht was für Euer Land:mrgreen: und geht zum Bund oder macht den Zivi/FSJ. Es schadet nicht!
 
Bund oder Zivi eines von beiden hätte ich hundertprozentig gemacht wäre ich nicht T5 gemustert worden.

Ich finds ehrlich gesagt schei*e nur um diese beiden Pflichten rumkommen zu wollen. Wie schon gesagt wurde es ist die Pflicht eines jeden Bürgers.

Gruß

Lipsy1988

Ich finde es gut dass du dich sozial engagieren willst. Aber das geht auch mit T5. Sicherlich gibt es auch in deiner Umgebung gemeinnützige Organisationen die freiwillige Helfer suchen. Die werden dich bestimmt nicht weg schicken nur weil du T5 gemustert wurdest.

Ich wurde T2 gemustert, und hab eigentlich erwartet eingezogen zu werden. Bei der Musterung hab ich denen gesagt dass ich unbedingt zum Bund will, weil ich nicht so der Typ für Zivildienst bin, was nicht bedeute dass ich deren arbeit nicht respektiere .
Aber ich wurde dann doch nicht eingezogen, warum weiß ich nicht.

Ich persönlich würde aber eine Berufsarmee bevorzugen. Da Soldat ein sehr anspruchsvoller Beruf ist, der nur von Leuten ausgeübt werden sollte die mit vollem Einsatz und ganzem Interesse dabei sind.
 
Ich persönlich würde aber eine Berufsarmee bevorzugen. Da Soldat ein sehr anspruchsvoller Beruf ist, der nur von Leuten ausgeübt werden sollte die mit vollem Einsatz und ganzem Interesse dabei sind.

Da stimme ich zu.

Auch denke ich, sollte (was den Zivildienst angeht) nur ausgebildetes Personal eingesetzt werden.
 
Da bei hat man sehr, sehr viele Berufliche Möglichkeiten beim Bund je nach dem, wo man dann eingesetzt wird, ist nur im extrem fall die Grundausbildung ein Bisen Hard, wenn man sportlich nicht sehr aktiv ist und wenn man nicht grad in eine Kämpfende Einheit kommt hast dann eigentlich die meiste zeit beim Bund ein Ruches leben.

Ich bin ehrlich, ich war fast 2 Jahre da und habe beim Bund gekellnert :ugly: und hatte am Endes des Monats gutes Geld in der Tasche nach dem 10 Monat gehabt ohne Trinkgeld.

Man kann auch in den 9 Monaten den ein oder andern Lehrgang machen beim Bund (dies wußte ich aber leider erst im nach hinein).

So schlimm ist es gar nicht beim Bund, ich versteh die meisten Verweigerer gar nicht da bei stehen viele Mädels auf Uniform.

Edit:

Ich persönlich würde aber eine Berufsarmee bevorzugen. Da Soldat ein sehr anspruchsvoller Beruf ist, der nur von Leuten ausgeübt werden sollte die mit vollem Einsatz und ganzem Interesse dabei sind.

Es gibt aber auch viele die erst durch den Grundwehr Dinst auf den geschmack kommen Zeit oder Berufssoldat zu werden.
 
Es gibt aber auch viele die erst durch den Grundwehr Dinst auf den geschmack kommen Zeit oder Berufssoldat zu werden.

Das Argument zählt ja wohl net...
Zum Überleben braucht die Welt zB. Landwirte, muss nun jeder mal 10 Monate aufm Bauernhof geackert haben, damit wir für die Tätigkeit die passenden Leute finden?
 
Das Argument zählt ja wohl net...
Zum Überleben braucht die Welt zB. Landwirte, muss nun jeder mal 10 Monate aufm Bauernhof geackert haben, damit wir für die Tätigkeit die passenden Leute finden?

Das habe ich mir nicht mal so eben aus gedacht das ist so und als Landwirt Verdienste doch heute zu tage nicht mehr wirklich was durch uns (Geiz is Geil) aber das ist ein anders Thema. :-?
 
Ich hab dir gar nicht vorgeworfen, dass du dir das mal eben so ausgedacht hast.
Und man brauch sich auf nicht auf die Landwirte festzusetzen, das gilt für jeden Beruf.

Mag ja sein, dass die Bundeswehr durch den Wehrdienst viele Zeitsoldaten findet - allerdings gibt es zur "Personalfindung" auch andere Möglichkeiten.
 
Edit:



Es gibt aber auch viele die erst durch den Grundwehr Dinst auf den geschmack kommen Zeit oder Berufssoldat zu werden.


Dessen bin ich mir bewusst, aber muß man dann gleich alle einziehen. Könnte man da nicht so etwas ähnlichen wie ein Praktikum machen, an dem dann alle interessierten teilnehmen könnten.
So bekäme man dann auch Leute die ansonsten gar kein Wehrdienst geleistet hätten, wie z.B. Frauen oder Leute die einfach vergessen wurden.
 
Ich wurde T2 gemustert, und hab eigentlich erwartet eingezogen zu werden. Bei der Musterung hab ich denen gesagt dass ich unbedingt zum Bund will, weil ich nicht so der Typ für Zivildienst bin, was nicht bedeute dass ich deren arbeit nicht respektiere .
Aber ich wurde dann doch nicht eingezogen, warum weiß ich nicht.

lol, genau so wars bei mir auch, T2 und wollte auch zum Bund, hatte sogar 2 Gespräche mit meinem Wehrdienstberater, weil ich in den Mnnschaftsdienst der Luftwaffe wollte, aber die haben sich seit nun gut 1 Jahr nicht mehr gemeldet, scheint wohl die beste möglichkeit "herumzukommen" :ugly:

aber mal im ernst, Ich bin auch froh drüber, habe das Jahr genutzt und mache nächstes Jahr mein Fachabi und werde wenn Ich keinen Job finde, wohl als Unteroffizier anfangen:)