Was habt ihr jetzt vor?

Ja hier baggert 1 und 6 stehen drum rum, ich hab in meinem leben alles falsch gemacht..ich könnte mich beömeln finds lustig..
Ja, wir hätten alle Bauarbeiter werden sollen.
Aber, da wär ich auch diejenige gewesen, die gearbeitet hätte. Ich hab immer sehr gern gearbeitet. Nur rum stehen, das wäre nix für mich gewesen.

Des Rätsels Lösung heißt Wohnen, da wo andere ihren Urlaub verbringen... auf dem Campingplatz ;) Hab auch meine eigene Toilette und meine eigene Waschmaschine, aber eben keine Dusche und kein fließendes Wasser über den Winter.
Ahhh, das erklärt alles.
Campingurlaub ( in einem Zelt) finde ich toll, aber nur im Sommer.
War immer ein Kindheitstraum von mir, der aber leider erst mit meinem 2. Gatten in Erfüllung ging, da war ich schon über 40.

Mache ich alles über Regenwasser und per Gießkanne. Da sollte jedem Grünen das Herz aufgehen ;):)
Genau sooo sollten die Grünen auch nur wohnen dürfen. Und vor allem ohne Auto und Flugverbot. 😒

Das ist gar nicht mal so selten.
In der Karlsruher Südstadt, direkt neben Zoo & Stadtgarten gab es bis vor etwa 10-15 Jahren auch noch viele Wohnungen die kein eigenes Bad und keine eigene Toilette hatten.
Die Toilette war dann meist "über die Treppe" sprich auf dem Treppenabsatz zwischen den Etagen, jeweils für diese beiden Etagen.
Als Alternative zum eigenen Bad betrieb die Stadt Karlsruhe in der Ettlinger Straße zwei Schwimmbäder, die Bewohner solcher Wohnungen hatten also immer eine Jahreskarte für das eine der beiden Bäder das, genau aus diesem Grund, auch den Sommer über geöffnet hatte (als einziges Städtisches Hallenbad).

Wow, dass sich solches "wohnen" so lange hält, hätte ich nicht gedacht.

So ähnlich bin ich aufgewachsen.
(Die ganze Geschichte wird zu lang, deshalb nur Kurzfassung, die aber auch lang ist):
Kein fließendes Wasser. Das mussten wir im Treppenhaus holen. Plumpsklo`s auch jeweils eine halbe Treppe tiefer. Da davor gab es auch "Waschbecken, wo man das Schmutzwasser rein schütten konnte. (Der Wasserhahn und das Becken waren aber auch `ne halbe Treppe getrennt voneinander. Kohleofen. Wäsche waschen im Waschkeller, der aber nur von Außen begehbar war. Da gab es so `nen großen Waschkessel, wo man Wasser per Kohlefeuerung heiß machen konnte. Es gab nur ein Holzgestell für eine Wanne, in der halt auch per Waschbrett gewaschen wurde. Die Wannen mit dem Klar-Spülwasser standen dann auf dem Boden. Das dortige Wasch-Abwasser musste ebenfalls Eimer für Eimer in ein Waschbecken geschüttet werden, was aber auf Schulterhöhe hing, den es gab keinen Anschluss an eine Kanalisation, sondern das Wasser wurde von da in die Jauchegrube geleitet. Dort konnte man dann im Sommer auch mal baden, also in dem Waschkeller, nicht in der Jauchegrube. . Da die Tür aber nicht abschließbar war, musste meine Pflegemutter immer Schmiere stehen, wenn ich in der Wanne saß. Erst, als ich verheiratet war und wir dann (1986) endlich eine eigene Wohnung (in Dresden) bekamen, hatte ich fließend Wasser in der Wohnung. Das Wasser wurde über eine Gastherme erhitzt. Und im Bad hatten wir auch `ne Wanne. Das Wasser im Wasserkessel wurde aber auch mit Gas erhitzt, aber nur, wenn man das vorher angezündet hat. Das Wasser reichte dann für eine Wannenfüllung und dann musste man erst wieder eine Stunde warten, bis das Wasser im Kessel heiß genug war. Gekocht auf Gasherd. Und ansonsten im Wohnzimmer auch Kohlefeuerung.
Naja, und da diese 2-Zimmer-Wohnung mittlerweile für 2 Erwachsene und 3 Kinder zu klein war, lief bereits ein neuer Wohnungsantrag. Im Sommer 1989 konnte ich dann, mit Kind Nr. 4 im Bauch, aber bereits in Trennung lebend, mit den Kindern in eine für mich 3.5 Zimmer Luxuswohnung mit einem 6 Meter langen, aber schmalen Balkon, umziehen. Fernwärme, also permanent heißes Wasser aus dem Hahn und kein Kohle schleppen mehr. Hab mich gefühlt wie im Paradies.
 
Genau sooo sollten die Grünen auch nur wohnen dürfen. Und vor allem ohne Auto und Flugverbot. 😒
Im Gegensatz zu den Grünen mache ich das seit 8 Jahren freiwillig (incl. kein Auto und nicht fliegen). Habe mit 55 meine einsame Wohnung aufgegeben und habe mir einen schönen Platz gesucht (50 m bis zum See). Und es bis heute nicht bereut, obwohl ich ein halbes Jahr später krank wurde und auf dem direkten Weg zur EU-Rente kam. Klar, gibt es Unannehmlichkeiten, aber keine, die man nicht mit etwas gutem Willen meistern kann. Wenn etwas nicht geht, dann sind meist nette Nachbarn greifbar, die einem helfen. Obwohl meine direkten Nachbar alles nur Urlaubscamper sind, was aber manchmal auch von Vorteil ist (himmlische Ruhe im Winter, günstiger Einkaufen in einem großen Radius, weil sie es mitbringen können).
Man lernt auch wieder, was man alles NICHT braucht, um mit wenig gut zu leben ;)
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Gemütlich Cappu trinken und die Ruhe genießen, da vorhin auch meine letzten (Oster-) Nachbarn heim gefahren sind. Mal abwarten, ob ich heute überhaupt noch Menschen sehe :D
 
(incl. kein Auto und nicht fliegen).
Auto hab ich auch nicht (mehr) und fliegen geht auch nicht (mehr).
Was aber daran liegt, dass ich seit 15 Jahren arbeitsunfähig und jetzt Frührentnerin bin und ich dafür einfach kein Geld mehr habe, weil ich nur Grundsicherung habe. Aber auch meine spätere Rente reicht nicht zum Leben, denn dadurch, dass ich 4 Kinder allein groß gezogen habe, war ja die ersten Jahre nicht viel mit arbeiten. In der ehemaligen DDR hab ich gut verdient. Doch nach der Wende wurde mir mein Abschluss als Maschinenführer aberkannt. Begründung: weil wir in der DDR nur veraltete Maschinen hatten und ich vom Wissen her mit der Technologie im Westen nicht mithalten konnte. Ich hätte meinen Beruf also erst noch mal neu lernen müssen. Aber noch mal 3 Jahre lernen, dann noch den Haushalt und sich um 4 Schulkinder kümmern, von denen 2 sehr oft krank waren, das hätte nicht gepasst. Also konnte ich nur noch im Niedriglohnsektor arbeiten. Als erstes war ich putzen, später bin ich dann in Großküchen arbeiten gegangen, wo ich mich bis zur Beiköchin hochgearbeitet und auch kleine Kaninen geleitet habe. Danach hab ich mich mit einem Geschäft in Form einer Ich-AG selbstständig gemacht. Leider lief das nicht gut, also nach einem Jahr wieder dicht gemacht und zwei Jahre später hat mich mein kaputter Rücken in`s aus katapultiert. Mein Bandscheibenvorfall hatte einen Nerv abgeklemmt und mein linkes Bein war von jetzt auf gleich gelähmt. Dann erst mal viel KG, dadurch konnte ich den Nerv wieder mobilisieren. Ich hab zwar eine Teillähmung zurück behalten, aber ich kann wieder laufen. Dann folgten innerhalb von 1 Jahr und 9 Monaten 3 Operationen, die mich aber nicht wieder arbeitsfähig gemacht hatten.


Habe mit 55 meine einsame Wohnung aufgegeben und habe mir einen schönen Platz gesucht (50 m bis zum See). Und es bis heute nicht bereut, obwohl ich ein halbes Jahr später krank wurde und auf dem direkten Weg zur EU-Rente kam.
Na wenn Du jetzt auch Frührentnerin bist, dann hast Du ja mehr Zeit Deine Umgebung zu genießen.


Klar, gibt es Unannehmlichkeiten, aber keine, die man nicht mit etwas gutem Willen meistern kann. Wenn etwas nicht geht, dann sind meist nette Nachbarn greifbar, die einem helfen.
Ja, der Zusammenhalt auf Campingplätzen ist toll. Das ist wie eine große Familie.

Obwohl meine direkten Nachbar alles nur Urlaubscamper sind, was aber manchmal auch von Vorteil ist (himmlische Ruhe im Winter,
Ja, Ruhe ist was tolles. Bei mir ist in der Wohnung auch alles ruhig. Radio höre ich höchstens aller halben Jahre mal für max. `ne halbe Stunde. Ich hab zwar noch massig CD`s, aber auch die schweigen seit Jahren. Ab und an guck ich mal mittags fern, wenn ich vor lauter Schmerzen nichts mehr machen kann und die Zeit bis zu meinem Mittagsschlaf überbrücken muss. Und dann abends noch fernsehen.

günstiger Einkaufen in einem großen Radius, weil sie es mitbringen können).
Ja, das ist ein großer Vorteil.

Man lernt auch wieder, was man alles NICHT braucht, um mit wenig gut zu leben ;)
Das stimmt. Und ich finde, dass man mit weniger Dingen auch selbst viel ruhiger wird.

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frühstücken, nebenbei Mails checken, dann noch Keller fegen und wischen.