News Volker Beck: Vatikan mitschuldig an Aids in Afrika

Wo genau sollen denn die Infizierten hin? In Endlagern, oder hast du unmenschliche Aktionen aus der Vergangenheit vor?
Das es immer noch Menschen gibt, die nicht wissen, das KONDOME vor HIV schützen?

Wie das praktisch aussieht, keine Ahnung.

Aber was nützen denn bei über 50% noch Kondome?
Erstmal ist ein Kondom kein 100%iger Schutz.
Zweitens will ein Paar bestimmt mal Kinder, Kondom weg.

Hinzu kommen die ganzen anderen Infektionswege.
Klar, bei uns sind Gummihandschuhe im Verbandkasten Standard. Dort bestimmt nicht.

Fakt ist, wenn jeder zweite in einem Land HIV positiv ist, helfen Kondome auch nicht mehr, da ja wiederum die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass jedes zweite Kind HIV positiv geboren wird.
Zuzüglich der nicht-sexuellen Ansteckungswege ist man bald so weit, dass dann nur noch jedes dritte Kind gesund geboren wird.

Klar schützen Kondome vor HIV.

Aber bei einer Epidemie ist das nur noch Verzögerung des Kollaps.

gruss kelle!
 
Nochmal für (Bier)Kelle:

Weil es besser ist erst Ahnung zu haben und dann zu reden:

Auch wenn ich glaube, das hier lieber diskutiert wird,wenn man weiterhin keine Ahnung hat, hier der link der Deutschen Aidshilfe https://www.aidshilfe.de/

und weil man nicht genug wissen sollte, BEVOR man über HIV/AIDS diskutiert hier noch der link der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: https://www.gib-aids-keine-chance.de/

EDIT:
Da lernt man auch, das positive nicht positive Kinder haben müssen!
KEINE AHNUNG, aber reden...
Informiere dich doch bitte erstmal und komme dann mit deinen Stammtischweisheiten.
 
Was willst Du ... mir denn erzählen? [edit by darkkurt : immer schön freundlich bleiben]

gruss kelle!

Ich ... weiß jedenfalls, das die Wahrscheinlichkeit das eine Positive Mutter ein Positives Kind bekommen bei unter 20% liegt und wenn sie eine Antiretrovirale Therapie macht, sogar unter 5%.
Da guckst Du!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich Wicht weiß jedenfalls, das die Wahrscheinlichkeit das Positive ein Positives Kind bekommen bei unter 20% liegt

Ahja, klingt nach hohen klinischen Standards.

und wenn sie eine Antiretrovirale Therapie machen, sogar unter 5%.

Allein das Antiretro-Unwort deutet schon mal darauf hin, dass es solche Therapien im verarmten Schwarz-Afrika nicht gibt. Weil unbezahlbar oder keine Infrastruktur.

Generell bezweifle ich, dass hiesig erlangte Kenntnisse und Statistiken 1:1 auf Schwarzafrika übertragen werden können.
- mangelnde medizinische Versorgung und Aufklärung
- schlechte Infrastruktur
- kaum Finanzmittel

Ich glaub vor kurzem gab's ne Aids Konferenz.
Hauptkritikpunkt der Teilnehmer: Die hohen Kosten für Medikamente, so dass Afrika sie nicht einsetzen kann.

gruss kelle!

Nachtrag: "unzureichende Verfügbarkeit der Therapie in Entwicklungsländern"
https://de.wikipedia.org/wiki/Hochaktive_antiretrovirale_Therapie
 
Allein das Antiretro-Unwort deutet schon mal darauf hin, dass es solche Therapien im verarmten Schwarz-Afrika nicht gibt. Weil unbezahlbar oder keine Infrastruktur.

Was einzig und allein daran liegt, das die amerikanische Regierung ihr Veto bezüglich der Erlaubnis für Länder der dritten Welt günstige Generika herzustellen nicht aufgibt.
Die Amerikaner, als einziges Land der Erde möchten nämlich lieber, das die Pharmaindustrie 1500 EURO an einer Monatstherapie eines einzelnen verdient, anstatt das man der dritten Welt dieses Leid erspart. Therapierte sind zusätzlich auch weitaus weniger Infektiös.


Und noch eine Anmerkung zu deinem Kommentar bezüglich meiner Bewertung deinerseits, diese Meinung die ich zu diesem Thema vertrete ist nicht zwangsläufig links, sondern durchaus liberal und würde die Mehrheit der FDP auch so sehen!

Nachtrag: "unzureichende Verfügbarkeit der Therapie in Entwicklungsländern"
https://de.wikipedia.org/wiki/Hochaktive_antiretrovirale_Therapie

Habe ich schon zu Stellung bezogen!

Und ich brauche da auch kein Wikipedia, denn ich arbeite ja gelegentlich ehrenamtlich für die AIDShilfe und somit habe ich so ziemlich alle Informationen zu diesem Thema in meinem Kopf.
 
Was einzig und allein daran liegt, das die amerikanische Regierung ihr Veto bezüglich der Erlaubnis für Länder der dritten Welt günstige Generika herzustellen nicht aufgibt.

Und was hat das mit der Infrastruktur zu tun?
Mit mangelnden Ärzten, zu langen Wegen zu Krankenhäusern, fehlender Bildung und medizinischer Aufklärung?

gruss kelle!
 
Man braucht lediglich die Medikamente. Leute die sie dort verteilen könnten gibt es genug aus dem Ausland!
 
Kuhle Sache...

Die Diskussion fängt bei der bösen katholischen Kirche an, Ihre "Schuld" an AIDS Therapien, ihren massiven Einfluss etc.

Und jetzt sind wir soweit:
- die USA ist an teuren Medikamenten Schuld
- wenn sich die Länder in die Abhängigkeit Europas begeben "Leute die sie dort verteilen könnten gibt es genug aus dem Ausland!" dann sind wir das AIDS Problem los.

Ich dachte immer, Hilfe zur Selbsthilfe wäre das Schlagwort.

Wobei, das Problem mit mangelnder Infrastruktur und Bildung Aufklärung steht immer noch.

gruss kelle!
 
Beiträge der vier Botschafter

Philipp Lahm besucht Aids-Projekt in Südafrika

Philipp Lahm hat sich auf einer Südafrika-Reise gerade erst eindringlich mit dem Thema auseinandergesetzt. "Es ist erschreckend zu sehen, wie das Virus ein ganzes Land im Griff hat", schildert der 23-jährige Nationalspieler des FC Bayern München seine Eindrücke. Besonders schockiert hat den Außenverteidiger die große Zahl von Aids-Waisen. "Der Kampf gegen Aids muss weltweit mit aller Kraft geführt werden", appelliert Lahm. "Ich versuche die Leute aufzuwecken." Sein Ziel: Jugendliche in Deutschland sollen sich mit Aids auseinandersetzen. "Wenn sie erste Erfahrungen mit Sexualität machen, sollen sie die Gefahr einer HIV-Infektion kennen und Kondome benutzen."

Christiane Paul sieht das globale Problem vor unserer Haustür

Für Christiane Paul ist die internationale Herausforderung zum zweiten Mal Anlass, als Botschafterin des Welt-Aids-Tages zu agieren. Bereits 2005 setzte sie sich für Aufklärung, Schutz und Solidarität ein. Christiane Paul betrachtet Aids auch im globalen Zusammenhang. Die rasant steigenden Infektionsraten in Osteuropa, nicht weit von uns entfernt, sind für die Schauspielerin genauso besorgniserregend wie die Situation im südlichen Afrika. "40 Millionen Menschen sind weltweit infiziert." Auch in Deutschland wachse die Zahl der Neuinfektionen. "Letztes Jahr gab es 2.600 Neudiagnosen. Das sind die höchsten Zahlen seit langem." Nicht zuletzt am Umgang mit Gefährdeten und Erkrankten und ihren Familien zeige sich, wie ernst das Thema ist. "Deshalb ist es wichtig, aufzuklären und gegen Ausgrenzung einzutreten."

Samy Deluxe rappt für Verantwortung

Für den Rapper Samy Deluxe ist es ebenfalls der zweite Einsatz als Botschafter des Welt-Aids-Tages. "Seine Mitwirkung im vergangenen Jahr führte dazu, dass zahlreiche Jugendliche intensiv mit dem Thema Aids konfrontiert wurden und aktiv an Aufklärungsprojekten mitwirkten." Sein Treffen mit jungen Aidskranken vergangenes Jahr in Hamburg hat Samy Deluxe nicht vergessen: "Sie erzählen nicht einmal ihren engsten Freunden von der Krankheit, nehmen ihre Medikamente heimlich. Die Storys hinter den Kulissen sind unglaublich." Der Musiker will seinen Anhängern deshalb vor allem eines näher bringen: "Mach dein Ding heute Nacht, aber wenn du nicht aufpasst, dann lebst du ab morgen bis zum Ende deines Lebens mit einem ganz großen Fehler, den du gemacht hast." Diese Botschaft wird er auch weiterhin bei seinen öffentlichen Auftritten und Konzerten verbreiten."

Für Anni Friesinger ein persönliches Anliegen

"Ich bin mit der Diskussion über Aids aufgewachsen", sagt die mehrfache Europa- und Weltmeisterin im Eisschnelllauf Anni Friesinger. Sie erinnere sich noch gut, wie Aids im Unterricht behandelt wurde und was für einen großen Eindruck das Thema auf sie gemacht habe. "Das war mir immer wichtig", sagt die 30-Jährige. "Umso erschreckender ist für mich, dass heute so wenig darüber gesprochen wird, dass ein so ernstes Thema in den Hintergrund gerückt ist. Ich versuche, die Leute aufzuwecken." Anni Friesinger will als Botschafterin auch dabei helfen, das Thema vor allem bei Mädchen und jungen Frauen stärker auf die Tagesordnung zu setzen. "Die Frauen müssen beim S*x leider oft alleine die Verantwortung übernehmen."
EDIT: hier der Link https://www.aidshilfe.de/index.php?id=10462&sessionLanguage=de&sessionCountry=DE

Und jetzt sind wir soweit:
- die USA ist an teuren Medikamenten Schuld

Und weil es mir in einer Bewertung vorgeworfen wurde, das es immer einfach sei, die USA für alles zum Sündenbock zu machen noch das:

USA verhindern Zugang zu billigen Aidsmedikamenten

Bonn International
Bonn, 17. August (IPS) – Die internationale Hilfsorganisation OXFAM hat der US-amerikanischen Regierung vorgeworfen, Aidspatienten in Entwicklungsländern durch den in bilateralen Freihandelsabkommen verankerten Patentschutz den Zugang zu den preiswerten Generika zu verwehren.

"Im Namen des Freihandels wollen die USA ihr Monopol für neue Medikamente ausbauen und treiben damit die Kosten für die ärmsten Menschen der Welt in die Höhe", kritisiert Rohit Malpani, politischer Berater bei OXFAM, in einer Pressemitteilung anlässlich der Weltaidskonferenz in Toronto. "Weder die Patienten noch die Regierungen werden sich die neuen antiretroviralen Medikamente leisten können, um die Pandemie einzudämmen."

Generika sind Nachahmerprodukte, die meist sehr viel billiger angeboten werden als die patentgeschützten Originale. So kostete eine antiretrovirale Therapie vor der Einführung von Generika pro Patient und Jahr 10.000 US-Dollar, mit den Nachahmerprodukten sanken die Kosten auf 140 Dollar pro Patient und Jahr.

Im Jahr 2003 hatte die Welthandelsorganisation (WTO) sich auf einen Kompromiss im Streit über Patentschutz geeinigt, um den Zugang der armen Länder zu billigen Medikamenten zu erleichtern. Der Kern der Neuregelung: Sowohl das importierende als auch das exportierende Land stellt eine so genannte Zwangslizenz aus, die zum Verstoß gegen den Patentschutz berechtigt.

"Die WTO hatte beim Recht auf geistiges Eigentum im öffentlichen Gesundheitsbereich eine größere Flexibilität zugesagt. Jetzt zwingt die USA die armen Länder systematisch dazu, ihre Rechte und die Fähigkeit, die öffentliche Gesundheit zu schützen, aufzugeben", erklärt OXFAM-Mitarbeiter Mohga Kamal-Yanni.

In den letzten fünf Jahren haben die USA Verhandlungen mit zwölf Entwicklungsländern abgeschlossen. Jedes Abkommen enthält laut OXFAM Patentrechte, die über die WTO-Standards und oft auch über das US-amerikanische Recht hinausgehen. Zurzeit laufen weitere Freihandelsgespräche mit Thailand, Malaysia, Ecuador, Panama, dem Südlichen Afrika und den Staaten, die nach dem Willen der USA einst dem panamerikanischen Freihandelsabkommen (FTAA) beitreten sollen. Betroffen sind alle 34 Staaten in Nord-, Mittel- und Südamerika und der Karibik mit Ausnahme von Kuba. (Ende/IPS/kp/2006)

der Link dazu: https://www.bonn-international.ipsnews.de/article.php?sid=874

Und man darf aber ruhig anmerken, dass nach VIERJÄHRIGEM Zögern die USA in diesem Jahr dem Zugang zustimmten!
Wenn ich kritisiere, dann nicht aus Populismus, sondern weil es so ist.