Soziales Vergreist, verlassen, am Ende? Deutschlands Zukunft

Nachdem ich mir nun alles durchgelesen hab, muss ich sagen, dass ich mit Kelle's Meinung eigentlich sehr übereinstimme.

Ich finds Quatsch, dass immer nur das positive an anderen Ländern gesehen wird und hier das positive nicht gesehen wird.

Euch geht es doch gut. Und nur weil manche nicht mehr wissen, wie sie ihren Audi A4 oder ihren Mercedes abbezahlen sollen, gehts uns schlecht?

Denkt mal drüber nach. Ihr habt ein Dach über dem Kopf, die Heizung läuft auch (im Winter) und hungern müsst ihr auch nicht.

Oder hungert von euch jemand?

Es gibt immer Probleme, mal größer, mal kleiner. Aber geben tut es immer welche. Diesmal gibt es eher größere Probleme.
Und Lösungen sind nicht so ganz einfach - vor allem nicht in unserem System.

Und kommt mir bitte keiner mit einem 1€-Job. Die 1€ Jobber gehen nicht nur für einen Euro arbeiten, sondern für 5-6 €. Die gehen eben mal wieder für ihre Wohnung arbeiten und für alle sonstigen Leistungen, die sie vom Staat bekommen. Da kann man ruhig auch verlangen, dass diese Leute auch was für die Allgemeinheit tun.
 
Also der Weltuntergangsstimmung von Taladius im Anfangsbeitrag dieses Themas kann ich nicht zustimmen.

Trotzdem bin ich froh dass es dieses Thema hier gibt, denn die demographische Entwicklung in Deutschland ist wohl das bei weitem größte Problem dem wir uns zu stellen haben. Besonders verherrend werden schon jetzt die neuen Bundesländer von dieser Entwicklung getroffen, im Jahr 2012 wird Bayern alleine einwohnermäßig größer sein als alle neuen Bundesländer zusammen.

Doch nur weil es diese Probleme gibt, heißt das nicht dass sie nicht lösbar wären. Frankreich z.B. hat eine äußerst gesunde Quote von 1,9 Kindern pro Frau (etwas mehr als 2 wären bei null Einwanderung notwendig). Mit dieser Quote und noch ein klein wenig Zuwanderung bleibt die Bevölkerungspyramide relativ stabil. Und wenn eines unseres Nachbarländer das uns in vielen Dingen sehr ähnlich ist, sowas zustande bringt, dann kann das Deutschland auch.

Ich persönlich bin jedenfalls froh in diesem tollen Land leben zu dürfen und könnte mir ein Leben im Ausland nicht vorstellen (hab aber schon genug von anderen Ländern gesehen, z.B. Auslandssemester in Schweden und Praktikum in den USA).
 
Nunja, Frankreich hat die massive Immigration schon hinter sich und die relativ hohe Kinderquote resultiert exakt davon. Denn die meisten Kinder werden dort in Familien geboren, die Migrationshintergrund haben.

Es handelt sich dort nämlich nicht um einen allgemeinen Trend, sondern es herrschen hohe Ungleichgewichte, was die Anzahl des Nachwuchses aus den verschiedensten Schichten und Milieus angeht, mit den bekannten sozialen Spannungen, die sich schonmal in Ausschreitungen in den Banlieues entladen wie bereits geschehen.

Das ist eigentlich keine Perspektive, die ich mir für Deutschland wünsche.
 
Taladius schrieb:
Nunja, Frankreich hat die massive Immigration schon hinter sich und die relativ hohe Kinderquote resultiert exakt davon. Denn die meisten Kinder werden dort in Familien geboren, die Migrationshintergrund haben.

Es handelt sich dort nämlich nicht um einen allgemeinen Trend, sondern es herrschen hohe Ungleichgewichte, was die Anzahl des Nachwuchses aus den verschiedensten Schichten und Milieus angeht, mit den bekannten sozialen Spannungen...

Ich glaube, das ist ein Fakt, der nicht Frankreich alleine betrifft, sondern die Industriestaaten generell betrifft, nicht unbedingt die Trennung "Ureinwohner" vs Immigranten, sondern auf den sozial verschiedenen Ebenen...

Solange die Intelligenten jobmäßig sehr flexibel sein müssen (im Vergleich zu nem KFZ Mech, wo es überall Bedarf und Arbeit gibt), wird die Familienplanung in großen Teilen denen vorbehalten sein, die Durchschnitt oder unterm Durchschnitt sind.

Solange die Deutschen fleißig Argumente sammeln, warum es unnormal ist, Kinder zu haben, bzw. warum man sich keine anschaffen kann, solange wird es auch nix mit der Alterspyramide.

gruss kelle!