Follow along with the video below to see how to install our site as a web app on your home screen.
Anmerkung: This feature may not be available in some browsers.
Der Standpunkt eines Angehörigen (bzw. Betroffenen) ist nicht rational. Rachegelüste sind menschlich, dürfen aber nicht Grundlage eines Rechtsstaats sein, und sind für Diskussion über Strafen damit nur bedingt geeignetIch wollte damit nur verdeutlichen, daß es immer auf den Standpunkt ankommt.
Hab ich jemals behauptet, ich wäre für die Todesstrafe? Ich wollte damit nur verdeutlichen, daß es immer auf den Standpunkt ankommt.
Es ist das eine, als Angehöriger dem Täter den Tod wünschen oder ihn fordern, nur sollte der Staat in der Festlegung des Strafmaßes rational und frei von Rachegelüsten handeln. In meinen Augen ist das bei einem Todesurteil NIE der Fall.birnchen schrieb:Wenn jemand deinen kleinen Sohn vergewaltigt und dann erwürgt und in den Wald wirft, dann reden wir weiter, ok?
Jeder Advokat wird dir bestätigen, dass es da essentielle Unterschiede gibt.Das ist doch Korinthenkackerei! Dein Satz impliziert ja nun, daß sie praktiziert wird, da du meiner Aussage, sie würde nicht praktiziert werden, widersprichst.![]()
[...]Woher nimmt sich der Staat denn das Recht jemanden umzubringen? Ich darf es schliesslich auch nicht tun. [...]
Weil es die Aufgabe des Staates ist, seine Bürger zu schützen.

... Und ist die "Todesstrafe" da nicht ein direkter Widerspruch zu dieser Aufgabe?![]()
Komisch - warum werden dann Bundesbürger, die im Ausland Straftaten begehen, nicht ausgeliefert?Platt betrachtet: Nein.
Der Staat hat die Menschen zu schützen, die sich an die Gesetze halten
Dann würde sich ein Staat gleich zweimal ad absurdum führen. Er konnte das Opfer nicht schützen, also bringt man gleich noch einen Weiteren um. Vielleicht wars dann noch nicht mal der Richtige, dann hat der Staat sogar einen Gesetztestreuen Bürger einer niederen Rachebedürfnissen geopfert.Wer jemanden aktiv umbringt, hat in vieler Augen das Recht auf Schutz verspielt.
Jeder Staat entzieht sich selbst die ExistenzberechtigungDer Staat ist keine Person und kann damit bestimmte Dinge umgehen.
In jeder modernen Verfassung - sogar in der der USA - steht drin, daß vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind. Da steht nicht drin, daß Steuerhinterzieher gleiche und Mörder ungleicher sind.Das können wir drehen wie du willst. Wer anderen das Leben nimmt (mit Absicht) hat eine andere Betrachtung verdient als jemand, der nur klaut oder Steuern hinterzieht.
Lebenslange Freiheitsstrafe. Da bin ich einverstanden mit unseren Gesetzen.Was ist denn eine gerechte Strafe bei Vergewaltigung mit Mord?
Dann habe ich anderes zu tun. Aber auch dann wird sich meine Meinung nicht ändern.Wenn jemand deinen kleinen Sohn vergewaltigt und dann erwürgt und in den Wald wirft, dann reden wir weiter, ok?
...
Jetzt mal ganz ehrlich, ist dieses "ich bin gegen die Todestrafe" nicht nur ein Geheuchel um nicht zugeben zu wollen, dass man genau das zwischendurch mal mit einem Mörder gerne tun würde?
Möchten wir alle wirklich unser Leben lang Unterhalt für so einen Menschen bezahlen, wenn wir noch nicht mal bereit sind 10 cent an den Bettler an der U-Bahn abzugeben, wo im Grunde jeder als erstes denkt: selber schuld
...
Nein - genau DAS kann der Staat eben nicht. Ein (Rechts-)Staat muss sich IMMER treu bleiben - auch wenn es zu seinem Nachteil ist. Nur so ist er Glaubwürdig und hat ein moralisches Existenzrecht.
Und das höchste Gut eines Staates ist das Bewahren des Menschlichen Lebens - jeden Lebens. Daran ändert auch nichts, wenn ein Leben das andere beendet.
In jeder modernen Verfassung - sogar in der der USA - steht drin, daß vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind. Da steht nicht drin, daß Steuerhinterzieher gleiche und Mörder ungleicher sind.
Um darkkurts Argumentation aufzugreifen: Wenn ein Staat seinen Bürgern etwas so wichtiges verbietet, es aber selbst macht, dann verliert er seine Glaubwürdigkeit und seine Existenzberechtigung.
Aber einen verurteilten Mörder nach ein paar Jahren wieder rauszulassen, das ist okay?
Der Mensch is nun mal einfach primitivIm grunde genommen sind wir seit dem Mittelalter auf dem gleichen primitiven Niveau geblieben.
Man spielt also Gott, wenn man einen Menschen umbringt? Und wenn man einen neuen Menschen erschafft, spielt man nicht Gott? Interessante Ansichtsweise.Die für mich überzeugensten sind, dass eigentlich niemand "Gott spielen" darf [...]
Ihn lebenslang in eine Zelle sperren, ist nicht unmenschlich?[...], aber ihn umzubringen (egal womit!) ist unmenschlich.
Woher nimmt sich der Staat denn das Recht jemanden umzubringen? Ich darf es schliesslich auch nicht tun. Und zweitens begibt sich dieser auf das gleiche niveau wie aufdas vom täter.
Lebenslang wäre angemessen! Da könnte er über seine Tat nachdenken und würde sie wahrscheinlich bereuen.

Nicht lang genug in meinen Augen, wenn ich jemanden umbringe.Die "ein paar Jahre" sind mind. 15 Jahre. Eine verdammt lange Zeit.