News Urheberrecht: Auch Minderjährigen drohen hohe Strafen

Nach dieser Logik könnte man sich aus einer Sammlung/Ausstellung von was auch immer frei bedienen, weil dies ja nicht zum Verkauf stand. Da wäre der Verlust also 0? Und wenn ich Dir Deine Hose klaue, die nicht zum Verkauf stand, ist der materielle Schaden dann 0?

Sekunde, eine Ausstellung, eine Sammlung und meine Hose sind Gegenstände... Hierbei handelte es sich um Kopien von "Bildern", die nochmals Kopiert und zum Verkauf angeboten wurden. Bedeutet, die Originale liegen immer noch bei dem, der dafür gezahlt hat.

Wenn Frau Biedermann nicht will, dass man sie im Internet sieht, dann soll sie gefälligst von der Mattscheibe verschwinden.

Zack, einfach kein Bild online stellen und gut. Ich finde nichts verwerfliches daran sich die Bilder die online sind, zu kopieren. Die Handlung diese dann in ein Auktionshaus zu stellen - habe ich ebenfalls gesagt - ist nicht in Ordnung, aber selbst dadurch entsteht kein Schaden. Denn, der "Künstler" - bzw. "Fotograph" hat sein Geld ja bekommen. Und für die "Ansicht" dieser Bilder war wohl kein Obulus fällig, so dass selbst dadurch kein Schaden entstand.

Und - ich bin immer noch der Meinung - dass man diesen Missstand des Einstellens mit weniger gerichtlichem / zeitlichen / technischen Aufwand aus der Welt hätte schaffen können.

3000 Euro sind für eine/n minderjährige/n meiner Meinung nach nicht gerade Taschengeld.

MfG
Refizul
 
Ich finde es schon okay so. Ich mein, Straftat ist Straftat und was soll der Scheiß mit den Pädophilen? Das ist zwar auch ein Problem, aber deshalb von anderen Straftaten wegsehen? Diese Einstellung find ich echt kindisch... "aber der andere macht viel schlimmere Sachen!". Ist das etwa in Ordnung? Ich denke nicht.

Schon richtig, aber wenn, wie geschehen, Firmen das Abmahnen von P2P-Usern im Namen der Rechteverwerter als Geschäftsidee nutzen und damit die Staatsanwaltschaften mit eher harmlosen Delikten überlasten, ist das schon ein Problem.
 
Sekunde, eine Ausstellung, eine Sammlung und meine Hose sind Gegenstände... Hierbei handelte es sich um Kopien von "Bildern", die nochmals Kopiert und zum Verkauf angeboten wurden. Bedeutet, die Originale liegen immer noch bei dem, der dafür gezahlt hat.

Meinst Du das jetzt eigentlich ernst? Gerade bei Bildern und Texten sind Kopien vollwertige Duplikate, und deren Schaffung führt zu einer Wertminderung oder im schlimmsten Fall zu einem kompletten Wertverlust des Originals.

Mit den Vergleichen von Gegenständen wollte ich nur verdeutlichen, dass diese Dinge Eigentum sind, und nicht etwas, was allen gehört, nur weil man es sehen oder hören kann.

Wenn Frau Biedermann nicht will, dass man sie im Internet sieht, dann soll sie gefälligst von der Mattscheibe verschwinden.

Verstehe. Wenn man nicht bestohlen werden will, bleibt man halt mit allem, was man hat, hinter verschlossenen Türen. Wenn man Bilder hat, darf man sie nicht zeigen, wenn man Texte schreibt, darf man sie eben nicht veröffentlichen oder wie? Also das ist wirklich die Höhe :ugly:
 
Meinst Du das jetzt eigentlich ernst? Gerade bei Bildern und Texten sind Kopien vollwertige Duplikate, und deren Schaffung führt zu einer Wertminderung oder im schlimmsten Fall zu einem kompletten Wertverlust des Originals.

Mit den Vergleichen von Gegenständen wollte ich nur verdeutlichen, dass diese Dinge Eigentum sind, und nicht etwas, was allen gehört, nur weil man es sehen oder hören kann.

Verstehe. Wenn man nicht bestohlen werden will, bleibt man halt mit allem, was man hat, hinter verschlossenen Türen. Wenn man Bilder hat, darf man sie nicht zeigen, wenn man Texte schreibt, darf man sie eben nicht veröffentlichen oder wie? Also das ist wirklich die Höhe :ugly:

Moment mal, bei der Diskussion um Drogen wird ein Verbot teilweise immer auch mit der dazugehörigen Beschaffungskriminalität begründet. Dito Glücksspiel. Warum also auch nicht den kommerziellen Handel mit Musikaufzeichnungen verbieten? Na? Es darf gestöhnt werden. Die armen Künstler, ja genau.

Was ist denn eigentlich mit all jenen Musikern, Tänzerinnen etc. die durch die Möglichkeit Unterhaltung aus der Konserve zu konsumieren arbeitslos geworden sind? An die denkt wieder mal niemand. Wäre doch kein Problem wenn die Künstler eben verstärkt wieder künstlerisch tätig werden, und damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Wieso kostet ein Bild von van Gogh immernoch dreistellige Millionenbeträge wenn man schon seit über 100 Jahren farbechte Reproduktionen von anfertigen kann? Im Gegenteil, die meiste Zeit über sind die Bilder noch im Preis gestiegen ...

Und bei besonders 'wertvollen' Künstlern wird eben zur Not auch noch das Recht für die Liveübertragung bezahlt. Bekommen Fußballveteranen eigentlich auch noch Tantiemen für irgendwelche Spielausschnitte. Müssen die Sponsoren von damals vielleicht noch Geld nachschiessen für die Werbung von damals? Kann doch ncht sein das die diese Dienstleistung umsonst bekommen?

Eigentumsrechte sind doch immer ein Konstrukt der der Gesellschaft, geistige Eigentums(monopol)rechte um so mehr. Die amerikanische Medienindustrie ist durch den unvergüteten Nachdruck vorwiegend europäischer Bücher groß geworden, zum Beispiel der Märchen der Gebrüder Grimm. Wie siehts aus? Lex Disney unter anderem dazu geschaffen Disney weiterhin Einnahmen aus Filmen aus den 30er jahren zu garantieren. Zum Beispiel eben Schneewittchen. Und die Bestrebung geht ja dahin, Copyright für ewig minus einen Tag zu gewähren.

Wie wichtig kann man denn das Anliegen Künstler und ihre Erben materiell zu sichern nehemn wenn man z.B. sieht das die Schutzfristen für Personen deutlich kürzer sind als für Firmen?

Und wieso sind die Schutzfristen für künstlirische Werke um so vieles länger als für ingeniersmäßige Geistesleistungen? Zudem es auch Fälle gibt wo die Patente nicht erteilt wurde obwohl die schöpferische Leitung deutlich über dem liegt was heute als schutzwürdig anerkannt wird.
Zum Beispiel das Prinzip der Rückkopplung in elektronischen Schaltungen. Wurde abgelehnt weil 'man ja mit blosem menschlichen Verstand sieht das das nicht funktioniert' . Oder auch das Patent von Konrad Zuse auf Fliesskommazahlen. Liegt seit über 50 jahren beim Patentamt und wurde bislang weder abgelehnt noch gewährt.

Was wäre denn wenn - und ich gehe mal davon aus das sich eine demokratische Mehrheit dafür finden liesse - jewedes private Kopieren erlaubt würde?
 
Moment mal, bei der Diskussion um Drogen wird ein Verbot teilweise immer auch mit der dazugehörigen Beschaffungskriminalität begründet. Dito Glücksspiel. Warum also auch nicht den kommerziellen Handel mit Musikaufzeichnungen verbieten?

Warum nicht auch den kommerziellen Handel mit dem geschriebenen Wort verbieten? Warum nicht auch den kommerziellen Handel generell verbieten? :ugly:

Ich verstehe nicht, dass so pragmatische Sachen wie Eigentum immer wieder diskutiert werden müssen, ich werds nie verstehen. Ich bin Journalist und finde fast jeden Tag Content von mir, den irgendwelche Leute in Foren oder auf privaten Pages ohne Hinweis auf den Autor oder die Quelle posten, manchmal sogar explizit als ihren Artikel ausgeben. Das sind teilweise Seiten, die mit Pageklicks und Content viel Geld verdienen. Ein Kollege von mir ist Fotograph, auch er hat mit dem regelrechten Klau seiner Materialien zu kämpfen.

Wenn ein Buchautor, ein Redakteur, ein Fotograph, ein Maler, ein Grafiker, ein Architekt, ein haste nicht gesehn sein geistiges Eigentum nicht schützt, dann profitieren nicht nur andere ohne selbst etwas zu leisten davon. Das ist ja nur das eine. Es entsteht auch eine Konkurrenz, die einen selbst ins Abseits stellen kann. Da frage ich mich, wie man das so verharmlosen kann.

Und nochmal zu dem Beispiel meines Vorredners: CDs sind genauso Kunst wie Konzerte. Wenn man natürlich für beides nicht bezahlt werden will, sozusagen unkommerzielle Kunst, kann man das problemlos als frei zugänglich kennzeichnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
bennsenson, eben... jeder hat meines Erachtens ein Recht darauf sein Eigentum zu verteidigen. Nur eben sollte man moralische Grundsätze bei der Abwägung der Mittel nicht ganz aussen vorlassen.

Ich würde eine/n 15 jährige/n erst verklagen, wenn diese/r sich wehement weigert.

MfG
Refi
 
Ja gut... dass eine Kopie nicht in den Knast wandert ist klar. Wenn man eine CD klaut, ist ja die CD nicht rechtswidrig. Aber wenn man sie mitnimmt -> wenn man eine Kopie runterläd, dann ist das doch rechtswidrige Aneignung oder nicht?

Wenn man eine CD klaut, ist das Diebstahl und verboten.

Aber stell Dir vor, es lägen überall an Info-Ständen PROMO-CD aus. Wenn Du die mitnimmst, ist das ja auch nicht verboten.

Wenn man Musik kopiert (ohne Kopierschutz, und ein Download ist auch eine Kopie), dann ist das nur verboten, wenn die Vorlage für die Kopie "offensichtlich rechtswidrig hergestellt" war.

Marty
 
Ja, das ist so. Und es gibt durchaus Filesharing Software, wo man nur lädt, aber nicht anbietet.

Widerspricht zwar dem Sinn des Ganzen...

Bist du dir da ganz sicher ? Soweit ich weiß ist es schon Illegal Musik zu besitzen für die man nicht bezahlt hat. Oder was heißt Illegal es war immer sehr umstritten inwiefern es nicht Illegal ist.
 
Bist du dir da ganz sicher ? Soweit ich weiß ist es schon Illegal Musik zu besitzen für die man nicht bezahlt hat. Oder was heißt Illegal es war immer sehr umstritten inwiefern es nicht Illegal ist.

Ich habe tonnenweise Musik, für die ich nicht bezahlt habe. Ich habe CDs geschenkt bekommen, ich habe mir CDs geliehen und kopiert (natürlich nur die ohne Kopierschutz), ich nehme mir laufend Musik vom Radio auf und schneide Webradios mit.... Das ist alles nicht verboten.

Verboten ist:
- Das Veröffentlichen von Musik im Internet, wenn man dafür nicht die passenden Rechte hat.
- Das Kopieren von kopiergeschützten Datenträgern mit Musik
- Das Kopieren von einer Vorlage, die "offensichtlich rechtwidrig hergestellt wurde".

Wer noch eine Ergänzung für die Liste weiß, immer her damit.

Marty
 
Ich habe tonnenweise Musik, für die ich nicht bezahlt habe. Ich habe CDs geschenkt bekommen, ich habe mir CDs geliehen und kopiert (natürlich nur die ohne Kopierschutz), ich nehme mir laufend Musik vom Radio auf und schneide Webradios mit.... Das ist alles nicht verboten.

Das alles nicht, aber beim Filesharing sieht das alles ein wenig dubioser aus.

https://www.internetrecht-rostock.de/mp3-recht.htm

Es ist halt ne rechtliche Grauzone und man sollte beim downloaden eher vorsichtig sein. Besonders wo es zur zeit eigentlich noch recht leicht ist günstig Musik zu bekommen.
 
Ich verstehe nicht, dass so pragmatische Sachen wie Eigentum immer wieder diskutiert werden müssen, ich werds nie verstehen. Ich bin Journalist und finde fast jeden Tag Content von mir, den irgendwelche Leute in Foren oder auf privaten Pages ohne Hinweis auf den Autor oder die Quelle posten, manchmal sogar explizit als ihren Artikel ausgeben. Das sind teilweise Seiten, die mit Pageklicks und Content viel Geld verdienen. Ein Kollege von mir ist Fotograph, auch er hat mit dem regelrechten Klau seiner Materialien zu kämpfen.

Ich kann nicht verstehen warum man etwas derart pragmatisches wie das Faustrecht immer diskutieren muss? Oder wie?
Du hast ja nicht unrecht wenn Du darauf hinweist das das auch Journalisten für ihre Arbeit angemessen entlohnt werden müssen. Aber, und nun kommts: die Frage die in der Tat immer wieder diskutiert werden muss ist wie weit dieser 'Eigentumsschutz' gehen kann/darf/muss. Gegen die Leistungsübernahme 'Artikel als eigenen ausgeben und Geld verdienen' kannst Du im übrigen auch nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vorgehen, dazu braucht es keinen derartig überzogenen Schutz sogenannten geistigen Eigentums. Die Nennung des Autors steht (glaube ich) im Urheberrecht, kein Problem damit.

Aber wie weit geht denn das Eigentum wenn zwei Konzerne sich wechselseitig ihre Patentportofolios Tauschen? Da zahlt weder der eine noch der andere Konzern Steuern. Wieso eigentlich nicht?

Dann gibt es unterschiedliche Fristen für Patenten und andere Werke, von der zumindest im Wortlaut für Patente geforderten Schöpfungshöhe, den unterschiedlichen Ansätzen 'first to file' und 'first to invent' abgesehen. Von den Unterschiedlichen Schutzfristen für Privatpersonen und Gesellschafte nmal abgesehen. Das Argument 'Einkommen und Sicherung für die Künstler und ihre Nachkommen' wird durch deutlich längere Schutzfristen für Gesellschaften in ein sehr fragliches Licht gerückt, es geht hier wohl mehr um Pfründe ...

bennsenson schrieb:
Wenn ein Buchautor, ein Redakteur, ein Fotograph, ein Maler, ein Grafiker, ein Architekt, ein haste nicht gesehn sein geistiges Eigentum nicht schützt, dann profitieren nicht nur andere ohne selbst etwas zu leisten davon. Das ist ja nur das eine. Es entsteht auch eine Konkurrenz, die einen selbst ins Abseits stellen kann. Da frage ich mich, wie man das so verharmlosen kann.

Dieses Prinzip das Du hier als völlig unmöglich hinstellst hat nur leider von einer Million Jahren Menschheitsgeschchte zwischen 999800 und 999900 Jahren funktioniert. Die überwiegende Mehrheit der Menschheit würde heute noch auf den Bäumen hocken wenn der erste Mensch der aufrecht ging seine Fähigkeit genutzt hätte und zum Patentamt gegangen wäre um den aufrechten Gang als Verfahrenspatent angemeldet hätte.

Womit rechtfertigst Du denn den Sonderstatus beim geistigen Eigentum für Künstler etc. Ein Komponist der eine Filmmusik geschrieben hat bekommt jedesmal wenn der Film gespielt wird eine Vergütung, wieso bekommt der Kameramann, der Beleuchter etc. nichts? Na weil ...

Wie viele Werke die wir der alten Griechen etc. der Aufklärung haben wir heute nur dadurch das da die zu ihrer Zeit existierenden Möglichkeiten der Reproduktion genutzt wurden um - es ist nichts anderes - raubkopiert zu werden.

Vielleicht mag der ein oder andere Künstler nicht gar so viel verdienen wie er jetzt verdient, aber es gibt auch genügend Künstler die ohne Zweitjob nicht auskommen. Aber es ist ebensowenig einsichtig warum die technischen Möglichkeiten die der technische Fortschritt nun mal mit sich gebracht hat.

Und vielleicht würde die Freigabe oder nennen wir es mal ein weitgehend liberaler Umgang viel mehr Kunstwerke und Künstler hervorbringen die mit ihrer Kunst ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

bennsenson schrieb:
Und nochmal zu dem Beispiel meines Vorredners: CDs sind genauso Kunst wie Konzerte. Wenn man natürlich für beides nicht bezahlt werden will, sozusagen unkommerzielle Kunst, kann man das problemlos als frei zugänglich kennzeichnen.

Nein, Deine Argumentation geht am Kern der Sache vorbei. Nämlich a) der Tatsache das mit dem Monoplorecht 'geistiges Eigentum' die Möglichkeiten der Technik künstlich beschränkt. und b) Eigentumsdelikte als Antragsdelikte nur auf Antrag der MI verfolgt werden und hier mit zweifelhaften Methoden gearbeitet wird.

Der Fall FTP-Welt ist Dir ja sicher ein Begriff, das dort mit Wissen und Billigung der GVU (und ja, im Zweifel haftet sie für ihren Angestellten) den Betrieb eines Downloadservers wissentlich in Kauf nahm. Die Kunden haben Post von der Staatsanwaltschaft bekommen, die GVU nicht, obwohl diese keine Genehmigung der Rechteinhaber zur Verbreitung hatte? Ja bitte? Und auch von Seiten der Staaatsanwaltschaft wurde kein öffentliches Interesse an der Verfolgung dieser Straftat gesehen. Das nehme ich mal als Vorbild und formuliere das die breite Öffentlichkeit kein Interesse an der Verfolgung derartiger Urheberrechtsverletzugen und der Lähmung der Justiz hat. Ebenso sehe ich kein öffentliches Interesse daran das die Staatsanwaltschaft die Adressen von Urherberrechtsverletzern deren Strafverfahren eingestellt wird zwecks Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche weitergibt.
 
Dieses Prinzip das Du hier als völlig unmöglich hinstellst hat nur leider von einer Million Jahren Menschheitsgeschchte zwischen 999800 und 999900 Jahren funktioniert. Die überwiegende Mehrheit der Menschheit würde heute noch auf den Bäumen hocken wenn der erste Mensch der aufrecht ging seine Fähigkeit genutzt hätte und zum Patentamt gegangen wäre um den aufrechten Gang als Verfahrenspatent angemeldet hätte.

Unsinn. Die Evolution basiert darauf, sich einen Vorteil gegenüber anderen zu schaffen. Auch damals wurden schon Errungenschaften und Waren untereinander ausgetauscht, wohlgemerkt getauscht, nicht bereitwillig weitergegeben.

Womit rechtfertigst Du denn den Sonderstatus beim geistigen Eigentum für Künstler etc. Ein Komponist der eine Filmmusik geschrieben hat bekommt jedesmal wenn der Film gespielt wird eine Vergütung, wieso bekommt der Kameramann, der Beleuchter etc. nichts?

Wie es bei Gewinnbeteiligungen im Film aussieht, weiß ich nicht, ich denke auch Kameramann und Beleuchter sollten da beteiligt werden. Ansonsten ist die Filmmusik eben ein Teil, der aus dem Film ausgegliedert werden und separat konsumiert werden kann.

Wie viele Werke die wir der alten Griechen etc. der Aufklärung haben wir heute nur dadurch das da die zu ihrer Zeit existierenden Möglichkeiten der Reproduktion genutzt wurden um - es ist nichts anderes - raubkopiert zu werden.

Es wird Dich überraschen, dass auch das alte Griechenland Waren, Dienstleistungen und Geld kannte. Kunst und Kultur wurde entlohnt wie heute auch. Da die Welt zusammengewachsen ist, sieht man heute eben, wo überall mit seinen geistigen Leistungen Geld gemacht wird bzw wo man sich überall mit fremden Federn schmückt. Der Drang zum Vermitteln von Kunst und Werten steht nicht zwingend im Widerspruch, damit auch Geld zu verdienen. Das war früher nicht so und heute ist es auch nicht so.

Und vielleicht würde die Freigabe oder nennen wir es mal ein weitgehend liberaler Umgang viel mehr Kunstwerke und Künstler hervorbringen die mit ihrer Kunst ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Wie begründet sich diese Annahme?
 
Wie begründet sich diese Annahme?

Dadurch, dass man nicht 10€ ausgibt, um ein Album einer vollkommen unbekannten Band zu kaufen, von der man noch nichts gehört hat. Wenn es aber gratis ist, warum nicht, kostet ja nichts. Wenn dies nun jemandem gefällt, dann geht er/sie evtl. auf die Konzerte, kauft sich DVDs, oder aber die Cds.
 
Dadurch, dass man nicht 10€ ausgibt, um ein Album einer vollkommen unbekannten Band zu kaufen, von der man noch nichts gehört hat. Wenn es aber gratis ist, warum nicht, kostet ja nichts. Wenn dies nun jemandem gefällt, dann geht er/sie evtl. auf die Konzerte, kauft sich DVDs, oder aber die Cds.

Moment mal: Nur weil man sich seiner Werke nicht bezahlen lässt, gibt man ja nicht die Rechte daran auf. Auch wenn ein Song wie "Hey You" von Madonna 3 Tage kostenlos im Download verfügbar war, bleibt es doch "Ihr" Song (bzw. Derr Song des Autors - k.a., wers ist...)
 
Tja, meine Meinung dazu ist die, dass die Musikindustrie es schlicht und einfach verpennt hat, mit der sich immer weiter entwickelnden Technologie schritt zu halten. Und darum macht sie es sich natürlich sehr einfach, indem sie unbescholtene Bürger kriminalisiert - und dies in einem Ausmaß, welches völlig unverhältnismässig ist.

Ausserdem kreiert die Musikindustrie auch genug "neue" Lieder, indem sie Musik und Text von Songs vergangener Tage kopiert. Da müsste sie sich normalerweise selbst in den Bau befördern, aber da ises dann natürlich alles nicht mehr so wichtig und auch nicht so ernst zu nehmen...

Ich lass mich hier nur verarschen, weil ichs muss - in Deutschland is dahingehend eh alles zu Spät wies aussieht.
 
Moment mal: Nur weil man sich seiner Werke nicht bezahlen lässt, gibt man ja nicht die Rechte daran auf. Auch wenn ein Song wie "Hey You" von Madonna 3 Tage kostenlos im Download verfügbar war, bleibt es doch "Ihr" Song (bzw. Derr Song des Autors - k.a., wers ist...)

Davon hab ich auch nicht gesprochen, nur das tolerieren von illegalen Downloads könnte schwächeren bands helfen, während es logischerweise bekanntere Band schwächt.
 
Tja, meine Meinung dazu ist die, dass die Musikindustrie es schlicht und einfach verpennt hat, mit der sich immer weiter entwickelnden Technologie schritt zu halten. Und darum macht sie es sich natürlich sehr einfach, indem sie unbescholtene Bürger kriminalisiert - und dies in einem Ausmaß, welches völlig unverhältnismässig ist.
Was wäre den "verhältnismäßig"? Ein "Du-du-du" und 2 Wochen keine Süßigkeiten?

Ausserdem kreiert die Musikindustrie auch genug "neue" Lieder, indem sie Musik und Text von Songs vergangener Tage kopiert. Da müsste sie sich normalerweise selbst in den Bau befördern, aber da ises dann natürlich alles nicht mehr so wichtig und auch nicht so ernst zu nehmen...
Und wenn sie DAS tut, zahlt sie Lizensgebühren an den Schöpfer des Stückes... Wenn nicht, dann gibt es oft langwierige Urheberrechtsstreits, wie zum Beispiel zwischen Huey Lewis und Ray Parker jr. wegen der Melodie zu "Ghostbusters"

Ich lass mich hier nur verarschen, weil ichs muss - in Deutschland is dahingehend eh alles zu Spät wies aussieht.
:shifty:

Davon hab ich auch nicht gesprochen, nur das tolerieren von illegalen Downloads könnte schwächeren bands helfen, während es logischerweise bekanntere Band schwächt.

"Schwächere Bands" (ich denke mal im Sinne und "unbekannt") tun heutzutage genau das: Sie bieten KOSTENLOSE DOWNLOADS auf ihrer eigenen HP an, um ihre Stücke zu verbreiten, teilw. sogar mit dem Hinweiß, die Musik an Freunde weiterzugeben. Auch gibt es Projekte wie "Mixed Tapes", die ebenso auf kostenlose Downloads setzen. Aber das sind LEGALE Downloads, die Künstler bestehen immer noch auf ihr Urheberrecht, also darauf, das ihre Werke ihr geistiges Eigentum bleiben!
 
Tja, das is meine Meinung. Wenn man fürs Kopieren von einem Song so behandelt wird wie ein Schwerverbrecher, dann ist das unverhältnismässig.

Ach die zahlen Lizenzgebühren - tatsächlich?

Du kommst auch noch dahinter wie man hier verarscht wird...