News "The zeitgeist is right now" - Deutsche Wörter in den USA immer beliebter

hfkb schrieb:
Ist der Gangster-Rap nicht nur eine Folge des Sprachverfalls? Oder ist der Sprachverfall durch den Gangster-Rap hervorgerufen? :think: ;)
Weis nicht, was war wohl zuerst da? Das Huhn, oder das Ei :ugly:
Übrigens höre ich auch ab und an Musik von Seeed usw. Trotzdem kann ich bei mir noch keinen Sprachverfall beobachten. Man muss schon selber etwas dazu beitragen!

Ich meinte ja auch, dass wenn die Leut mehr deutsche Musik hören würden, es denen bestimmt nichts schaden würde.
OK. Ausnahme, man hört Sido...
 
Biehler schrieb:
Weis nicht, was war wohl zuerst da? Das Huhn, oder das Ei
:arrow: Huhn oder Ei?
Aber lassen wir das! ;)


Biehler schrieb:
Ich meinte ja auch, dass wenn die Leut mehr deutsche Musik hören würden, es denen bestimmt nichts schaden würde.
OK. Ausnahme, man hört Sido...
Das hatte ich jetzt eher andersherum verstanden! Meinst du denn, dass deutsche Musik mit all den sprachlichten Abwandlungen und teils neu erfundenen Begriffen die deutsche Sprache fördert?
 
hfkb schrieb:
Das hatte ich jetzt eher andersherum verstanden! Meinst du denn, dass deutsche Musik mit all den sprachlichten Abwandlungen und teils neu erfundenen Begriffen die deutsche Sprache fördert?

Ich denke mal, besser als das ganze englische Gangster Rap Idioten Zeug ;)
 
Biehler schrieb:
Ich denke mal, besser als das ganze englische Gangster Rap Idioten Zeug
Das ist wohl war! Es gibt ja auch durchaus Bands, die sehr gute und auch sprachlich korrekte Texte haben! Fettes Brot fällt mir da zum Beispiel ein!


mrmakki schrieb:
Ich hoffe mal das die Deutsche Sprache bald auch ne Weltsprache ist, dass wäre ja perfekt
Ähm... ja! :doh:
 
mrmakki schrieb:
Ich hoffe mal das die Deutsche Sprache bald auch ne Weltsprache ist, dass wäre ja perfekt :ugly:
Wegen den Wörtern wie Handy, Pullover, Shirt geht die Tendenz richtung Denglisch, angenommen die Sprachen würden sich vermischen, wie würden bei so einer Mischsprache die Rechtschreibe- und Grammatikregeln aussehen? :ugly:
 
Mal wieder @topic
Mir fällt grad ein, dass Rammstein besonders in den USA immer beliebter wird, eben weil deutsche Wörter "härter" klingen und sich scheinbar Rock mit "harten Wörtern" besser anhört.

*mal-so-in-den-Raum-stell*
 
Icy schrieb:
[...] angenommen die Sprachen würden sich vermischen, wie würden bei so einer Mischsprache die Rechtschreibe- und Grammatikregeln aussehen?
Das dürfte nicht das große Problem sein!

Schließlich stehen Wörter wie googeln ja auch schon im Duden! Übrigens das einzige "deutsche" Verb, das nicht auf -en endet!
 
hfkb schrieb:
Übrigens das einzige "deutsche" Verb, das nicht auf -en endet!

hageln, nageln, trampeln, stempeln, quasseln, brodeln usw. usf. also wohl kaum.

OT: Die Diskussion erübrigt sich ohnehin, da man ja immer nur von der gegenwärtigen Sprache reden kann, und eine Sprache verändert sich nun mal, zwar sehhhr langsam, aber doch beträchtlich im Laufe der Zeit. Es ist sehr wichtig für das Überleben einer Sprache, sich an die neuen Bedingungen und Vorraussetzungen, die ein neues Zeitalter mit sich bringt, anzupassen und sie vor allem beschreiben zu können, denn wenn sie dass nicht tut, wird sie eben abgelöst von einer Sprache, die das kann. Das ist in der Geschichte nicht nur einmal passiert. Man möge bitte das - übrigens sehr anschauliche - Beispiel "googeln" eindeutschen. Das Ding heißt halt "Google", das kommt aus dem Englischen, das so einflußreich ist, wie früher mal Latein. Dann kann man nämlich auch "Fenster" eindeutschen, das kommt nämlich vom lateinischen "fenestra".

Von wegen Kulturhochhalten, eine Sprache, die sich nicht verändert stagniert und stirbt - in unserer heutigen schnelllebigen Welt wahrscheinlich noch viel schneller - aus. Dass sich Sprachen vermischen ist überhaupt nichts Neues oder Bedrohliches, das passierte in allen Sprachen zu allen Zeiten, aber man - zumindest wenn man sich nicht mit Etymologie beschäftigt - tendiert halt zum Satz "Never change a running system". Es ist auch überhaut kein Problem, Grammatiken und Orthografien von verschiedenen Sprachen zu vermischen, für uns wirds halt merkwürdig aussehen, aber genauso merkwürdig sieht Mittelhochdeutsch für uns auch aus. Und genauso merkwürdig wird unser gegenwärtiges Deutsch den nachfolgenden Generationen vorkommen.

Es soll mal einer versuchen, einen einzigen "deutschen" Satz zu sagen, auch wenn er nur aus drei Wörtern besteht, in dem kein Lehnwort aus eben dem Lateinischen, Hebräischen, Aramäischen oder was auch immer vorkommt. Nicht mal "ist" ist ein "deutsches" Wort gewesen, jetzt ist es das, und irgendwann wird "Handy" genauso deutsch sein. Das nennt sich Evolution, muss ja nicht immer zum Guten verlaufen, aber sie ist *immer* besser als Stagnation.

Sorry für den Redeschwall, aber das ist mein Thema ;)

"Es lässt sich für jedes verwendete Fremdwort ein adäquates deutsches Wort finden" :mrgreen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Laplace schrieb:
hageln, nageln, trampeln, stempeln, quasseln, brodeln usw. usf. also wohl kaum.
8O Du hast recht! Jetzt hast du so ein bisschen mein heiles Weltbild zerstört!

Bisher sind mir die in dem Zusammenhang nie eingefallen. Genau wie im Lateinischen alle Verben auf -re enden, dachte ich, dass im Deutschen alle auf -en enden!

Wenn das mein Deutsch LK-Lehrer hört... ;)
 
Du hast recht! Jetzt hast du so ein bisschen mein heiles Weltbild zerstört!

Das wollte ich natürlich nicht! :biggrin:



hfkb schrieb:
Genau wie im Lateinischen alle Verben auf -re enden, dachte ich, dass im Deutschen alle auf -en enden!

Hm.... Das sollte man nie so verallgemeinern, vor allem nicht bei so komplexen sprachen wie Deutsch oder Latein.
Mir fällt auf die Schnelle nur "posse - possum - potui" für "können" und "fieri - fio - factus sum" für "werden" ein, aber es gibt viiiiele "Verba anomala".
 
Apfelhaus schrieb:
Anglizismus (bzw. Germanismus in diesem Fall) fördert die Verhunzung und Verarmung einer Sprache. Das hat nichts mit Weltoffenheit zu tun, das empfinde ich vielmehr als Zerstörung eines wichtigen Kulturpfeilers.
Bestes Beispiel: Deutsch.

By the way: Ich bin dann shoppen in der City. Hoffentlich haben die beim Hairstylisten noch diese coolen Softdrinks! :ugly:

Das ist keine "Zerstörung" der Sprache, sondern eine Erweiterung, die in der zukünftigen Geschicht der Menschheit nie abgeschlossen sein wird!
Auch in früheren Zeiten war die Sprache immer wieder Änderungen unterworfen - und so was sollen wir keineswegs als negativ verstehen.

Ich könnte ja auch vielen sehr alten Bayerischen Wörtern nachtrauern, die bei uns durch "hochdeutsche" Ausdrücke verträngt wurden.
--> Zum Beispiel: Tüte - früher "Rogl" und wie wir heut meist in Bayern (Niederbayern^^) sagen: "Tütn"
 
Ähnlich ist es mit Plattdeutsch! Das kennt heute kaum noch einer und nur die ältere Generation kann es teilweise noch sprechen!