The Book of Eli - Wer kennts?

Aber dazu muss er schon im Thread lesen um es zu erfahren, und es reicht net im Film&Fernsehen-Bereich zu surfen ;)
 
Der Film war schon ok. Ich glaube, Denzel W. macht viel aus - ich sehe ihn unheimlich gern, er hat einfach eine geniale Art und Weise zu (schau)spiele(r)n. Dennoch denke ich, hätte man mehr rausholen können aus dem Thema. Die anderen Protagonisten blieben leider relativ farblos. Es hätte bestimmt nicht schaden können, die auch etwas interessanter zu gestalten.
 
Schwachsinn.
Die Bibel in unserer heutigen Form wurde ca. 200 n.Chr. "verfasst" und immerwieder geändert z.B durch Kaiser Konstantin. Es wurde darauf geachtet, Jesus als Sohn Gottes darzustellen und nicht bloß als Menschen mit herausragenden Kenntnissen. Es wurde in gewisser Weise eine Art Mythos geschafft.

Das alte Testament ist sicherlich älter, jedoch ist das N.T gerade das, was das Christentum(Bibel) vom Judentum(Thora) unterscheidet.

Das ist so nicht ganz korrekt bzw. entspricht nicht dem neuesten Stand der Forschung: De facto weiß man nicht genau, wie alt die Bibel ist. Es gibt Papyri zum neuen Testament - etwa zum Markusevangelium -, die sich mit dem biblischen Text 1:1 decken und die weit älter sind als 200 n. Chr. Auch einige Briefe aus dem NT sind im Originaltext vorhanden und uralt.

Tatsächlich wurden jedoch einige Stellen im Nachhinein eingefügt und geändert. Die aktuelle Bibelwissenschaft versucht, das auseinander zu dividieren. Glücklicherweise gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Papyrus, die uns das möglich macht. Eine kommentierter Bibeltext (Überall zu kaufen) dokumentiert ziemlich deutlich, was alt, was unbestimmt und was neu ist. Ich bin zwar kein Christ, aber finde es immer wieder erstaunlich, WIE GUT tatsächlich die Bibel erhalten ist - entgegen aller Vermutungen von noch vor 30 Jahren -, ist die Wissenschaft nun so weit zu sagen, dass das Neue Testament doch verblüffend alt ist.

Auch ist das Glaubensbekenntnis, in dem Jesus´ Wiederauferstehung benannt wird, RICHTIG, RICHTIG alt. - Vermutlich nur etwa 30 Jahre nach dem Tod von Jesus Christus.

Es ist nicht korrekt, dass man damals geglaubt hat, Jesus sei "nur" ein Mensch mit herausragenden Fähigkeiten. Der Glaube an ihn als was Besonderes war schon sehr, sehr früh etabliert.
 
Mir hat der Film nicht so gut gefallen. Zuviel religiöse Symbolik. Ich komme mir dann immer vor, als würde ich einen Propaganda-Film einer Sekte sehen. Nehmen wir an, Scientology würde sowas über ihr "heiliges" Buch Dianetik drehen, würde auch keiner mit den Händen klatschen.

Und ich denke, zunächst sollte man alle Religionen als gleich bewerten. Sicher, wird jetzt vielleicht ein Christ oder Muslim empört aufschreien und sagen: "Wie, die Scientologen glauben doch totalen Käse! Die glauben an Außerirdische und so!"

Die korrekte Antwort auf den Christen: "Du glaubst daran, dass Gott seinen Sohn auf eine Selbstmord-Mission geschickt hat, nur um ihn wiederauferstehen zu lassen, nachdem er für den Frauen-Vergewaltiger von nebenan gestorben ist. Außerdem glaubst Du daran, dass Du ihn jede Woche neu belebst und sein Blut trinkst. DAS ist nicht besser als Aliens!"

Die korrekte Antwort auf den Muslim: "Du glaubst daran, dass Gott ein Buch als direkte Anweisung für ALLE Menschen herabgesendet hat. Das Buch jedoch ist in einer Sprache, die kaum ein Mensch spricht und leider auch noch alt, unverständlich und mehrdeutig ist. Außerdem glaubst Du daran, dass Gott mit Jesus einen Propheten geschickt hat, der penetrant missverstanden wurde und im Nachhinein eine Weltreligion gegründet hat, in der er selber als Gott verehrt wird. Sprich: Jesus hat als Prophet völlig versagt. Das ist auch nicht besser als Aliens."

- Zurück zum Film:

Also, ich finde so religiöse Symboliken in Filmen, etwa auch in "Narnia" immer ein bisschen gefährlich und manipulierend. Werte ja, aber Gehirnwäsche nein danke!

Außerdem denke ich auch, dass Eli von Anfang an blind war. Ich muss dabei an die Szene denken, als er mitten auf der Straße steht und alle auf ihn schießen und nicht treffen können... Das hat was übersinnliches.
 
Die korrekte Antwort auf den Christen: "Du glaubst daran, dass Gott seinen Sohn auf eine Selbstmord-Mission geschickt hat, nur um ihn wiederauferstehen zu lassen, nachdem er für den Frauen-Vergewaltiger von nebenan [1] gestorben ist. Außerdem glaubst Du daran, dass Du ihn jede Woche neu belebst und sein Blut trinkst [2]. DAS ist nicht besser als Aliens [3]!"

[1] was ist schlimm daran, wenn man das gewisssein hat, dass man im leben immer eine neue chance hat und dass man wertvoll ist?
[2] man darf katholiken nicht mit christen gleichsetzen. die katholiken haben meiner ansicht nach viele "gesetze" sehr gewagt interpretiert. das was du dort ansprichst behaupten die katholiken, aber in der bibel steht nichts davon. (stattdessen ist von "in Gedenken an..." die rede, nicht von "wiederholung" oder "wiederbelebung jedes mal neu")
[3] oh doch. hoffnung, zuversicht, (wahre) liebe, "vergebebungsgewissheit" und ein ziel im leben sind deutlich besser als das glauben an sachen, die nie nachgewisen wurden und auch nie wird. ich finde, da ist das glauben an jesus christus (der nachweislich gelebt hat) doch logischer.
 
@razor: Da hast Du mich falsch verstanden. Ich finde das überhaupt nicht schlimm und jeder kann glauben, was er will, wenn´s ihn glücklich macht.

Was ich allerdings abstrus finde, ist, wenn Leute, die an das rosa Einhorn glauben, sich über Menschen lustig machen, die an eine blaue Elfe glauben - verstehst Du, was ich meine?

Der christliche Glaube ist mitnichten besser als irgendeine andere Weltanschauung, nur, weil er älter ist. Er ist mindestens genauso absurd und unbegründet wie der Glaube an eine Außerirdischenrasse, die eines Tages wiederkehrt.

Von daher...

Ich finde es nur witzig, wenn mein Kumpel sich beispielsweise über die Wiederkunft von Alien Xenu (Scientology) lustig macht, aber selber dran glaubt, dass Gottes Sohn irgendwann wiederkehren wird.

Ich seh da einfach keinen Unterschied, sorry.
 
[1] was ist schlimm daran, wenn man das gewisssein hat, dass man im leben immer eine neue chance hat und dass man wertvoll ist?
[2] man darf katholiken nicht mit christen gleichsetzen. die katholiken haben meiner ansicht nach viele "gesetze" sehr gewagt interpretiert. das was du dort ansprichst behaupten die katholiken, aber in der bibel steht nichts davon. (stattdessen ist von "in Gedenken an..." die rede, nicht von "wiederholung" oder "wiederbelebung jedes mal neu")
[3] oh doch. hoffnung, zuversicht, (wahre) liebe, "vergebebungsgewissheit" und ein ziel im leben sind deutlich besser als das glauben an sachen, die nie nachgewisen wurden und auch nie wird. ich finde, da ist das glauben an jesus christus (der nachweislich gelebt hat) doch logischer.

Bei 2 geb ich Dir recht.

Zu 1 sag ich nur: "Daran ist gar nichts schlimm. Allerdings kann man sich dessen auch bewusst sein, ohne gleich zu denken, dass da einer am Kreuz für einen gestorben sein muss. Dein Schluss ist hier nicht konsistent, allerdings typisch für einen Religiösen. Das ist nämlich die Vereinnahmung: Mit Deiner Gegenfrage suggerierst Du, dass man NUR im Christentum das Bewusstsein einer neuen Chance und des Wertseins hat. Ist natürlich käse. Das kannst Du überall kriegen, in jeder Weltanschauung. Allein laut Christentum musste dafür einer sterben. So sieht´s aus."

Zu 3: "Jesus hat mit großer Wkt. gelebt, das ist richtig. Aber weder seine Auferstehung, noch irgendwas anderes "Wunderbares" an ihm wurde nachgewiesen. Dann glaub doch auch daran, dass Ramses II. ein Halbgott war. Den hat´s ja auch gegeben - und von dem wurde das sogar nachweislich zu Lebzeiten behauptet."