Tag an der Uni

eminion

abgemeldet
29 April 2006
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Hallo,
da ich auch bal mein Studium aufnehmen werde, würde ich mal gerne wissen, wie lange ein durchschnittlicher Uni-Tag ist (ich gehe mal von einem eifrigen Studenten aus, der seine Vorlesungen und Übungen komplett besucht und nicht stattdessen sich woanders aufhält). Ein Schultag inm der Sek 2 geht ja meistens von 7.30 Uhr bis 14 oder 15 Uhr (ein Extremtag ging bei mir bis 17 Uhr) und danach war Schluss. Wie ist es an der Uni? Bzw. gibts da Unterschiede zur FH?
 
Das kommt ganz darauf an was du studierst und wo.
Pauschal kann man das wohl nicht sagen.

Studium würde ich aber niemals mit der Schule vergleichen. Es bringt dir lange nix von Morgens bis Abends in der Hochschule zu sitzen, alle Vorlesungen / Übungen / Seminare / Tutorien mitzumachen und dann nach Hause zu kommen ohne auch nur einmal den angehörten Stoff nachzuarbeiten.
Das bringt einem dann nämlich im Endeffek mal gar nichts.

Es hat nix mit Faulheit oder desgleichen zutun wenn man nicht alles besucht. Und ich glaube du solltest dich auch von dem Gedanken trennen, wirklich alles zu besuchen ;)
 
Ich werde öffentliche Verwaltung an der FH studieren. Ist es an den FHs nicht so, dass man da Anwesenheitspflicht hat? Nur von den Unis weiß ich, dass man da nicht überall hin muss. Dass der Stoff dann nochmal durchgegangen werden muss, ist klar, aber das sind ja Hausaufgaben für die jeder individuell viel Zeit braucht. Deswegen berücksichtige ich jetzt erstmal nur direkt den tag an der Hochschule.
 
Eine generelle Anwesenheitspflicht kenne ich nicht.
Es kann vorkommen das einzelne Module eine Anwesenheitspflicht haben um zur Prüfung zugelassen zu werden. Kommt aber nach meiner Erfahrung vorallem in technisch visierten Modulen vor.

Also wenn du einen Anhaltspunkt haben willst: Ich war bisher auf 2 Fachhochschulen und ein durschnittlicher Tag dauerte von 08:00 Uhr - 15:00 Uhr. Nur Vorlesungen und Übungen.
Sitzen in der Bibliothek etc. nicht eingerechnet.
 
Also zu meinen besten Zeiten an der Uni hatte ich in einem Semester 37 SWS. Das bedeutet also 37*0,75h "Präsenz" zur Vorlesung/Übung pro Woche plus etwa nochmal so viel Vor- und Nachbereitung. Dazu kamen pro Semester zwischen 10 und 20 Praktika, an den Auswertungsprotokollen dafür haben wir oft ganze Wochenenden gesessen. Natürlich war da viel freiwilliges dabei, Pflicht waren bei mir höchstens 24. Aber ich wollte halt alle Chancen nutzen, wenn ich Bildung schonmal gratis bekomme, später im Leben zahlt man viel Geld für sowas. Zeitlich hatte ich sowohl Veranstaltungen, die früh 7:00 begannen, als auch solche die 19:00 bis 20:30 gehen, manchmal auch beides an einem Tag, dafür hier und da 'ne Lücke dazwischen. Die gilt es halt geeignet zu nutzen.

Verlass Dich mal nicht so viel auf Hausaufgaben, das ist ein Service der Fachgebiete der längst nicht selbstverständlich ist und vom Lehraufwand schwierig zu stemmen. Muss ja immerhin auch alles korrigiert werden. Es wird von einem Studenten einfach erwartet, dass er sich selbständig mit der Materie auseinandersetzt und eigene Wege findet, das was er in der Vorlesung nicht mitnimmt zu verinnerlichen.

Ich muss dazu sagen, dass ich von Uni rede, an FHs mag es ein bisschen anders sein. Aber ich denke der Grundtenor bleibt: Die Erziehung zum selbständigen Aneignen von Wissen.


*edit* Verschrieben beim Zeitaufwand... ups
 
Zuletzt bearbeitet:
wie schon gesagt wurde ist das wohl sehr abhängig davon was und wo du studierst... ich habe an einer privaten FH Wirtschaftsinformatik studiert. ich hatte teilweise auch freie Tage, aber an anderen auch Vorlesungen von 8 morgens bis 8 abends mit kurzer Mittagspause (45 Min) dazwischen. Hausaufgaben in dem Sinne gab es in den wenigsten Fächern, das nacharbeiten muss man sich selbst organisieren.

Gruß, sunnymay
 
Danke für die Antworten. Scheint ja durchaus der Schule von der Länge her ähnlich zu sein.
 
Danke für die Antworten. Scheint ja durchaus der Schule von der Länge her ähnlich zu sein.

würde ich so nicht sagen, dass ist je nachdem wie deine Kurse/Vorlesungen das Semster liegen.

Ich habe dieses Semester meist nur morgens und bin dann mittags schon zu hause (Vorlesungen, welche keinen Mehrwert bieten, besuch ich dann eben nicht, sondern arbeite sie zuhause nur nach), letztes Semester dagegen hat sich alles stark verteilt, da hatte ich dann auch noch von 16-18 Uhr ne wichtige Vorlesung.

Also pauschal kann man das nicht sagen.
 
Ja das hängt wirklich von den belegten Kursen bzw. Modulen ab.

Generelle Richtlinie sollen 300 Stunden pro 10 Leistungspunkte (LP) sein und in etwa braucht man für einen BA Studiengang 180 LP, was dann also 30 LP pro Semester bei 6 Semestern wären, also 900 Studen pro halbjahr.

Der große Unterschied fängt allerdings schon dabei an, dass Module mit der gleichen LP Anzahl unterschiedlich viele Veranstaltungen haben. Es gibt welche mit 6 Wochenstunden und welche mit nur 2 Wochenstunden, bei beiden gibts die gleichen 10 Leistungspunkte - die Rechtfertigung über die Eigenarbeit zuhause hinkt dort allerdings.

Dazu kommts noch drauf an wie man sich das alles legt und wie engagiert man ist. Dieses Semester war für mit Donnerstags zum Beispiel von 7:30 bis 18:00 normal, aber ich belege auch zwei zusätzliche Module.

Am besten du erkundigst dich über deinen gewünschten Studiengang an den jeweiligen Unis, oder schaust dir schonmal die Stundenpläne der jetzigen Semester an (die gibts meist als .pdf auf den Seiten der Institute).
 
oder schaust dir schonmal die Stundenpläne der jetzigen Semester an (die gibts meist als .pdf auf den Seiten der Institute).

gibt es bei such feste Pläne?
Bis auf Vorlesungen gibt es doch keine festen Termine, Übungen gibt es ja x Veranstaltungen pro Woche, die man sich legt, wie man lustig ist.
Oder ist das bei BA anders?
 
Also nach meiner Erfahrung nach sind in FHs alle Vorlesungen und Übungen fix.
Da kann man sich nicht viel nach seinem eigenem Geschmack legen.
Aber das kommt natürlic hauf die größe der Hochschule bzw. der Fachhoschule an!
 
ich glaube das mit der Umstellung auf Bachelor sich die Abläufe überall etwas geändert haben... soweit ich gehört habe kann man sich weit weniger Kurse selbst zusammenstellen als es vorher üblich war...
 
ich glaube das mit der Umstellung auf Bachelor sich die Abläufe überall etwas geändert haben... soweit ich gehört habe kann man sich weit weniger Kurse selbst zusammenstellen als es vorher üblich war...

Das stimmt, es ist fast ein bisschen wie in der Schule.

Also bei mir (Wirtschaftsinformatik Bachelor FH) waren die Tage komplett verschieden. Wir hatten Tage, da war gar keine Vorlesung, welche, da war 1 Vorlesung, und auch durchaus Tage, wos um 8 losging und um 20:30 (endlich) fertig war. Meistens hat man sich diese Tage aufgelöst und sich zu ner anderen Gruppe (an nem anderen Tag) in die Vorlesung gehockt oder so.

Den "normalen" Uni-Tag gibts ja eigentlich eh nicht. Jedenfalls gabs den bei uns nicht.
 
Teilweise kann man sich Übungen und Seminare noch etwas selbst einteilen bzw. zwischen drei, vier verschiedenen Veranstaltungen Wählen, vorrausgesetzt man bekommt diese dann auch, was im BA manchmal ein ganz schönes gepokere ist.

Studiere BA-Geographie an der Uni, wobei das noch relativ entspannt ist, da man nicht ganz so viele Wahlmodule jagen muss.
 
ich habe noch auf Diplom studiert, ich glaub das war der vorletzte Jahrgang an meiner FH, aber ich habe von den Bachelorgruppen so das ein oder andere gehört... Insbesondere haben bei uns ausschließlich Klausuren gezählt (naja, bis auf ein kleines Projekt). Bei den Bachelor-Leuten müssen jetzt ständig Referate und Präsentationen vorbereitet werden, die als Teil der Gesamtnote für das Fach zählen... Ist das eigentlich überall so?
 
Nein das ist nicht überall so. Bei uns zählen nur die Klausuren oder Modulabschlussarbeiten. Teilweise sind allerdings Präsentationen etc. verpflichtend als Prüfungsvorleistungen definiert.
 
Bei den Bachelor-Leuten müssen jetzt ständig Referate und Präsentationen vorbereitet werden, die als Teil der Gesamtnote für das Fach zählen... Ist das eigentlich überall so?

Schön wärs. :roll:
Das hätte wenigstens was zu tun mit eigenständiger Recherche und käme näherungsweise an ein Studium dran..

Also bei uns ist das nicht so. Stinkormale Klausuren wie in der Schule.
 
Bei uns sind die Vorlesungen unnötig, die Motivation der Professoren tendiert bei fortgeschrittener Zeit gegen null. (Technisch/Mathematischer Bereich)
Ich studiere Bauingenieurwesen im zweiten Semester und bin nur in der erste Woche bei den normalen Vorlesungen gewesen, Übungen natürlich keine versäumt. So hatte ich genug Zeit um zu üben, lernen und auch mal abzuschalten. Wenn ich wirklich jede Vorlesung wahrgenommen hätte, wäre ich teilweise bis 19 Uhr in der Uni gewesen, danach hätte ich nie und nimmer noch für mich gelernt, weil es einfach zu anstrengend ist.

Zudem bin ich der Meinung dass Vorlesungen altmodisch sind. Wir leben nicht mehr in der Zeit, wo der Buchdruck gerade erfunden wurde und nur wenige in der Lage waren zu lesen und dadurch Wissen über derartige Methoden weitergegeben werden muss. Wenn die Kultusminister doch endlich mal das Hochschulsystem reformieren würde, Bachelor/Master ist kein guter Anfang.