Strato will Backups nicht rausgeben..

SunSheinGirl

Cocktail-Bar.net
ID: 251746
L
10 August 2006
671
28
Moin,

ich hab da eine Frage, und zwar hat ein Freund von mir ein größeres Projekt bei Strato aufm Server laufen. Da sein Partner 2 Rechnungen nicht gezahlt hat, hat Strato nun den Server zum 28.1. gekündigt.

Er kann jetzt aber schon nicht mehr auf dem Server zugreifen, da der Server eine vollsperrung bekommen hat und Strato will kein Backups rausgeben.

Darf Strato dies tun? oder muss Strato bis zum 28.1. und vll noch länger Backups rausgeben?

Ich hoffe jemand von euch kennt sich damit aus.

Gruß Jessy
 
Dumme Überlegung: Wenn ich meine Telefonrechnung nicht zahle, kann mir mein Anbieter dann einfach den Anschluss sperren ?

Keine Bezahlung, keine Dienstleistung, oder ? ;)
 
Hi,

bei Strato hilft eh meistens nur, gleich die grosse Keule auszupacken. Gleich mit einem Rechtsanwalt drohen oder, wer es sich leisten kann, gleich von einem Rechtsanwalt ein Schreiben aufsetzen lassen.

Die Backups dürfen definitiv nicht von Strato zurückgehalten werden. Dass sie es versuchen, ist klar. Das ist ja schliesslich das einzige Druckmittel, das sie im Moment haben.
 
Also meines Wissens können die es zurückhalten! ABER erst mit der Vollständigen Bezahlung der erbrachten Leistungen müssen sie auch die Backups rausgeben, soweit ich weiß
 
Weshalb soll Strato die Daten rausgeben? Liest man die Geschäftsbedingungen, dann erübrigt sich Antwort:
4.5 Der Kunde erstellt Sicherungskopien von allen Daten, die er auf STRATO Server überspielt, auf anderen Datenträgern, die nicht bei STRATO liegen.[...]
Warum soll Strato die Daten herausgeben, wenn der Kunde doch dazu gehalten ist eine Sicherungskopie der Daten zu erstellen?
Und ohne Geld, keine Leistung. Nichtmal 10 Minuten für die Erstellung eines Backups.
Nächster Schritt wird sicherlich das Mahnverfahren, anschließend Inkasso und so weiter. Als guter Rat am Rande: Lieber zügig zahlen, bevor die Forderungen an eine Inkassogesellschaft übergeben wird. Denn sonst wird der Spaß richtig teuer. Zumal sich negative Einträge bei Schufa, Creditreform und wie sie alle heissen, nicht gut machen. Sowas kann sogar zur Folge haben, dass der nächste Hoster keinen Vertrag mehr eingeht.
 
mhh. der eine sagt dies, der andere das, geb die ganzen informationen mal soweiter, da mich es nur interessiert hat ob die berechtigt sind die backups für immer zulöschen am 28.1.
 
Wie wäre es wenn dein Kollege die Rechnung bezahlt und man dann weiter sieht???

Außerdem, wenn er nicht mehr Kunde ab 28.1 ist da istw as sollen die dann noch mit den Backups anfangen?

Und ich finde es schon dreist hier zu fragen ob die die Backups zurückhalten dürfen,w enn dein Kumpel seine Rechnung nicht bezahlen kann, sorry wo leben wir denn hier :roll:
 
Moin,

also erstens gilt bei Strato wie bereits erwähnt, das du als Kunde (oder dein Freund) die Backups selbstständig erstellen muß.

2. Strato muß gar nichts, nicht mal die Backups, die Strato erstellt hat, dir geben, auch nicht gegen bezahlung, die Webhoster sichern sich nur für den Fall der Fälle ab, wenn bei denen die Platte mal defekt sein sollte, damit die Kunden nicht ganz so verärgert sind.

3. Rechnung bezahlen, sonst Inkasso, dann Mahnbescheid, dann Vollstreckungsbescheid = negative Schufa, kein Vertrag mehr, genach p.pech, so gar keine Verträge mehr.

Ich kann nicht verstehen, wie man solch eine Frage stellen kann, wenn die Rechnung nicht beglichen wurden ist... Ich kann auch verstehen, wenn ein Unternehmen kein weiteres Vertragsverhältnis eingeht, mit einem Kunden, der seine Rechnung nicht zahlt, auch wenn diese die Rechnung dann zahlen würde.

Nur mal so, ich würde dies auch nicht machen als Unternehmer, das wäre meiner Meinung nach mehr als nur unklug...
 
Nun, ich kann nicht ganz nachvollziehen, was man hier nun nicht verstehen kann oder soll. Der Fall ist eigentlich klar und ich weiß auch nicht wo das Problem liegt, abgesehen von dem Problem was der Kunde hat bzw. noch bekommen wird.
Wenn man sich die Geschäftsbedingungen einmal angesehen hat, weiß man wie der Hase läuft und damit ist das Ergebnis im Fall der ausgebliebenen Zahlungen vorprogrammiert. Sowas gilt aber nicht nur bei Strato, sondern bei den meisten anderen Hostern verhält es sich genauso bzw. ähnlich.
Die treffenden Worte wären wohl: Selbst Schuld
 
frag mich wieso man in foren bei fragen immer gleich angemacht wird, anstatt ne sachliche antwort zubekommen...
aber naja egal, hat sich nun eh schon erledigt und ich wollt ihm ja nur helfen und mich mal drüber informieren..
 
Naja, angemacht wurde hier niemand so richtig.. Aber mal ehrlich. Sowas ist ein NoGo. Sprich so eine "Über Rote Ampeln fährt man nicht"-Aktion.
 
Naja, angemacht wurde hier niemand so richtig.. Aber mal ehrlich. Sowas ist ein NoGo. Sprich so eine "Über Rote Ampeln fährt man nicht"-Aktion.

Das ist mir schon klar, deswegen gehn die Rechnungen bei meinem Webspace auch per Lastschrift runter, damit mir selbst sowas niemals passieren kann. Und wenns doch mal passieren sollte, wäre mein Webhoster um einiges netter als son massenhoster wie strato..
 
das ist mir klar, aber sind sie berechtigt die backups unwiederuflich zulöschen?
Macht es euch doch ganz einfach. Bezahlt die Rechnungen. Danach verlangt ihr die Herausgabe der noch auf Strato befindlichen Daten, da die Sperrung erfolgte, bevor ihr in der Lage wart, Backups anzufertigen. Sollte dies Strato verweigern, gleich zum Anwalt gehen und Schadensersatzansprüche prüfen lassen. Manche Daten sind sensibel und manche nicht wiederherstellbar. Diese Daten haben natürlich einen besonders hohen Wert, den ein Anwalt auch beziffern kann.

Aber bevor die Rechnungen nicht bezahlt sind, sieht es eher schlecht aus für Euch. Denn erstmal seid ihr in Zugzwang, die Forderungen zu erfüllen. Erst danach könnt ihr gegebenenfalls Forderungen an Strato stellen.

Gruß,
Photon
 
@Photon: Ich kann nicht nachvollziehen auf welche Grundlage oder Rechte du dich hier stützt. Denn Hintergrund ist: Der Kunde ist vertragsbrüchig geworden.
Selbst wenn die Rechnungen bezahlt werden (was ja früher oder später i.d.R. passieren wird), müssen die Backups nicht herausgegeben werden, da außer den Backups von Strato keine Backups bei Strato existieren, worauf der Kunde anspruch hätte. Und diese Backups sind lediglich zur eigenen Sicherung. Die eigentliche Backuppflicht liegt beim Kunden (siehe AGB). Da hilft leider auch kein Anwalt. Rechtsmittel könnte man nur dann geltend machen, wenn Strato ein Versäumnis bzw. Vertragsbruch nachzuweisen wäre.
Die einzigen Möglichkeiten an die Daten zu kommen wären:
  1. Strato hat Mitleid und/oder zeigt sich Kulant und räumt die Möglichkeit der Datensicherung ein.
  2. Strato zieht die ausgesprochene Kündigung zurück und setzt den Vertrag fort.
  3. Man hat einen Maulwurf bei Strato sitzen
 
Seh ich auch so:
Weshalb soll Strato die Daten rausgeben? Liest man die Geschäftsbedingungen, dann erübrigt sich Antwort:
4.5 Der Kunde erstellt Sicherungskopien von allen Daten, die er auf STRATO Server überspielt, auf anderen Datenträgern, die nicht bei STRATO liegen.[...]
Wo steht denn, dass die Backups, die Strato erstellt, für den Kunden sind oder der einen Rechtsanspruch darauf hat? Von wegen "Rechtanwalt" und so. In den AGB steht doch nirgends, dass der Kunde von der Firma Backups zu bekommen hat. Wer keine Backups macht und die Rechnungen nicht zahlt, braucht später nicht jammern, dass er vor der Sperrung eben kein Backup gemacht hat.

2. Strato muß gar nichts, nicht mal die Backups, die Strato erstellt hat, dir geben, auch nicht gegen bezahlung, die Webhoster sichern sich nur für den Fall der Fälle ab, wenn bei denen die Platte mal defekt sein sollte, damit die Kunden nicht ganz so verärgert sind.
Eben - und ich sage mal, dass Strato sich vielleicht sogar rechtswidrig verhält, wenn die Daten nicht gelöscht werden. Vertragsverhältnis gelöst -> kein Recht mehr, Daten des Users zu behalten. Aber so genau kenne ich mich da auch nicht aus ;) .
 
Eben - und ich sage mal, dass Strato sich vielleicht sogar rechtswidrig verhält, wenn die Daten nicht gelöscht werden. Vertragsverhältnis gelöst -> kein Recht mehr, Daten des Users zu behalten.
Das Prinzip Datensparsamkeit und Erforderlichkeit erfordert, dass Daten zu vernichten sind, sobald sie nicht mehr benötigt werden.
Nicht mehr erforderliche Daten, die wegen gesetzlicher Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten nicht gelöscht werden dürfen, sind zu sperren.

Bei den erhobenen Daten handelt es sich um personenbezoge Personendaten (Personalien etc.). Persönliche Daten des Kunden in Form von Dateien, Scripten, Bildern, Texten, Mails, Logdateien oder sonstigen Formen und Arten fallen hier nicht direkt drunter. Die Daten bleiben Eigentum des Kunden und sind vor Dritten unzugänglich zu machen. An eine Aufbewahrungsfrist dieser Daten ist der Hoster nicht gebunden. Da jedoch keine vertragliche Grundlage zur Speicherung und Bereitstellung dieser Daten besteht, dürfte Strato die Dateien sicherlich auch nicht mehr aufbewahren dürfen und equivalent zum Datenschutzgesetz löschen, sobald es keine Grundlage mehr gibt bzw. die rechtlichen Fristen (in diesem Fall die Kündigungsfrist) verstrichen sind.
Abgesehen vom rechtlichen Aspekt her: Ich würde keine Ressourcen für Daten von Kunden verschwenden, mit denen kein Vertragsverhältnis (mehr) besteht.