Stolzer Deutscher und KEIN Nazi

News-Bot

klamm-Bot
25 April 2006
7.464
208
Folgende News wurde am 30.08.2007 um 15:26:00 Uhr veröffentlicht:
Diskussion: Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein
Boulevard

Darf man das heute noch sagen?! Mügelns Bürgermeister Deuse hat es gewagt, gerade vor dem Hintergrund einer gewaltsamen Auseinandersetzung in der feiernden Bevölkerung in seiner Stadt Mügeln, unter der sich acht Inder befanden. Verzweifelt versucht der Bürgermeister den Ruf seiner Stadt zu retten und schlittert dabei von einem Fettnäpfchen ins Nächste. So hat er für seine Bekenntnis zum Vaterlands- Stolz ausgerechnet die Zeitung „Junge Freiheit“ gewählt, die als rechts abgewertet wird. Der Bürgermeister argumentiert, dass es sich bei der Prügelei auf dem Volksfest möglicher Weise um eine unpolitische Schlägerei gehandelt haben könnte. „Ich sage klipp und klar: Rechtsextremismus schließe ich aus. “ so Deuse. Tatsächlich wurde bislang noch nicht endgültig festgestellt, wer den Streit eigentlich angefangen hat und worum er sich drehte. Dass seine Stadt nun in Verruf geraten sei, schreibt der Bürgermeister den Medien zu, die unmittelbar von einer „rechtsradikalen Hetzjagd“ berichtet hatten, ohne dass alle Details genügend ausgeleuchtet worden seien. Der Bürgermeister verglich die Vorverurteilung seiner Stadt mit einem Aufsehen erregenden Fall aus dem Jahre 1997. Damals berichteten die Medien über einen Jungen namens Josef, der angeblich von Neonazis im Schwimmbad ertränkt worden sei. Später stellte sich heraus, dass er an einem Herzstillstand gestorben war. Er sagt: "Insofern sehe ich Mügeln als neues Sebnitz. “Deuse, Parteimitglied der FDP, erklärt sich das Verhalten der Medien mit dem Sommerloch. Darüber hinaus, passt die Geschichte in eine allgemeine Atmosphäre des „Kampfes gegen Rechts“. Nun befürchtet der Bürgermeister, dass wichtige Zeugen unter dem Druck der künstlich erzeugten, öffentlichen Meinung wichtige Aussagen auf Grund einer Brandmarkung als rechtsradikal, nicht treffen könnten.
 
Ich finds gut das er sagt "Ich bin stolz dadrauf ein Deutscher zu sein". Ich bins auch, bin ich nun rechts?

In den USA wird in manchen Schulen vor dem Unterricht die Nationalhymne gesungen oder gesagt "Ich will meinem Vaterland dienen und es beschützen" oder sonstige Nationalpredigten gehalten, ist das Schlimm?

Nein, ist es nicht. nur weil mein solz dadrauf ist Deutscher zu sein oder die Nationalhymne auswenig kennt ist man noch lange nicht rechts :roll:
 
Schlimm ist das nicht.

Aber wir haben eine Kaste in Deutschland die offenbar gespalten & gestört ist was das Thema angeht.
Aber gut zu wissen das sie ihren inhaltslosen Stempel nicht jedem aufdrücken können. 8)

EDIT: Btw, gutes Beispiel. Vielleicht ist das eines der Hauptprobleme: das man der Jugend einfach das Kollektiv nicht nahe bringt. Statt ihnen Vaterlandsliebe & Zusammenhalt mit auf den Weg zu geben gilt "Jeder ist sich selbst der Nächste" und "Du darfst alles". Kein Wunder das soviele einen auf Freestyle machen oder in extremistische Kreise wie Linkspartei oder NPD abrutschen.
 
So, jetzt ich: Ich bin stolz ein Deutscher zu sein. Und ja, ich bin politisch mitte-rechts... Warum ist das denn so verkehrt? In Deutschland kann man ja gar nicht mehr sagen, dass man rechts ist, ohne dem Vorwurf ausgesetzt zu sein, dass man ein Neonazi sei... Wenn man aber sagt, man sei links, kommt der Schulss man sei ein Linksextremist nicht, da es en Vogue ist...

Mehr als dreimal soviele Deutsche ordnen sich eher links ein als rechts... Dass das mit der Wahrheit nicht viel gemein hat, zeigen Wahlergebnisse!

Und dass ein Bürgermeister einer kleineren Stadt kein abgebrühter Medienprofi ist, sollte auch klar sein... Wer sich darüber enchauffiert, sollte sich glücklich schätzen ein Leben ohne Probleme zu führen...
 
Komisch - vor 14 Monaten hatte jeder eine Deutschlandfahne auf dem Auto, und konnte sich als stolzer Deutscher zu erkennen geben, ohne im nächsten Satz seine Politische Einstellung offen zu legen. :ugly:

Ich wüsste nicht, warum diese Erklärung/Ausrede nötig ist. :p :evil: :ugly:
 
Jap, - natürlich kann Jeder stolz darauf sein, Deutscher zu sein. Es ist ein großartiges, freiheitl. und leistungsfähiges Land. ;)

Ich zum Beispiel bin stolz darauf, dass ich mit meinen nun mittlerweile 50 Lebensjahren, daran mitwirken konnte, dass diese Republik sich bei seinen
Nachbarn ein positives Bild verschaffen konnte. Dieses konnte mir nur aufgrund der politischen Gegebenheiten in der Bundesrepublik gelingen...

Es gibt allerdings auch einen "häßlichen" Stolz, der trägt am liebsten braun, - und den gilt es zu bekämpfen...;)
 
Und warum sollte ich nun ausgerechnet darauf stolz sein ein Deutscher zu sein? Genausogut könnte ich auch darauf stolz sein, dass ich blonde Haare habe, oder das ich 1,75 groß bin, oder dass ich im 20. Jh geboren wurde. Das sind doch alles nur Zufälle.
Wirklich stolz kann man nach meiner Ansicht nur auf eigene Leistungen sein, auf das, was man selbst erreicht, geschaffen hat. Nicht aber darauf, dass man nun zufällig in einem bestimmten Landstrich aufgewachsen ist, den irgendwann mal jemand als "Deutschland" deklariert hat.
Auf die Leistungen der Generationen vor mir, die einen großen Anteil an dem haben, was Deutschland heute ist und ausmacht, kann ich aber Respekt haben.
 
Und warum sollte ich nun ausgerechnet darauf stolz sein ein Deutscher zu sein? Genausogut könnte ich auch darauf stolz sein, dass ich blonde Haare habe, oder das ich 1,75 groß bin, oder dass ich im 20. Jh geboren wurde. Das sind doch alles nur Zufälle.
Du kannst ja auch auf verschiedene Dinge stolz sein. D.h. du müsstest dein Seepferdchen nicht von der Wand nehmen nur weil du zeitgleich auch noch deine Heimat verehrst. ;)
 
Auf die Leistungen der Generationen vor mir, die einen großen Anteil an dem haben, was Deutschland heute ist und ausmacht, kann ich aber Respekt haben.

...absolut richtig, - und Dieses gilt es auch weiterzuführen, und zu verteidigen... ;)

( Ich beziehe diesen Satz auf die Leute, die dieses Land praktisch aus dem Nichts wieder aufgebaut haben )

@Polli: ... was für'n "Seepferdchen" :?::?::?:
 
@ AlexK: Ich bezog das nicht nur auf den Wiederaufbau, sondern auf die letzten 2000 Jahre. Denn "alles" trug seinen Teil dazu bei, dass wir heute so leben können. Natürlich muss dabei differenziert werden, weil eben nicht alles dazu taugt respektiert zu werden. Aber welche Stellen im Detail das sind, kann jeder für sich entscheiden.

@Polli: Ich find's gut, dass ich in Deutschland lebe. Aber das hat wenig mit Stolz zu tun, weil ich - wie geschrieben - nichts dazu beigetragen habe.
Das mit dem Respekt umschreibt es (für mich) eben doch am besten und als Nebeneffekt umgeht man dann auch gleich noch deswegen in die rechte Ecke gestellt zu werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Thum: hey, das ist vollkommen ok und ich denke da kann auch jeder es halten wie er/sie mag. Von daher drückst du dich doch ganz gut aus.

Das mit der rechten Ecke ist halb so wild und auch etwas abgelutscht. Aber Leute die konsequent versuchen alles deutsche abzuschütteln kommen ganz schnell in die linksextreme Ecke, von daher. ;)

EDIT: gestern habe ich in einer ZDF - Reportage so eine PDS Tante gesehen die sich ganz fürchterlich für ihren Adelstitel geschämt hat, so nach dem Motto "Wir bösen Deutschen, wir blöden Militaristen, igitt".
Das ist dann natürlich die höchste Stufe an geistiger Verwirrung und beispielhaft für diese vaterlandslosen Gesellen. 8)

@Alex: Seepferdchen = Freischwimmer
 
Nein, ich bin nicht stolz, Deutsche zu sein.
Aber ich schäme mich auch nicht dafür.
Ebenso verurteile ich nicht jeden sofort für die Aussage, stolz auf seine Nationalität zu sein. Ich denke, man muß hinterfragen, in welchem Kontext eine solche Aussage steht.

Warum ich nicht stolz bin, Deutsche zu sein? Nun ja, weil das keine Leistung ist, die ich selber erbracht habe. Das hat Thum schon ganz gut erklärt.
Warum soll ich auf eine zufällige Situation stolz sein?
Stolz bin ich auf Dinge, die ich in meinem Leben erreicht habe. Was auch immer es ist. Oder Dinge, die ich gemacht habe, selber gestaltet. Auf Dinge, die ich beherrsche.
Das sind für mich Sachen, auf die man Stolz sein kann.
Nicht auf eine geographische Zufälligkeit.

Aber ich überlasse es jedem selbst, worauf er stolz sein will. Wichtig ist für mich nur, mit welchem "Beigeschmack" jemand eine solche Aussage tätigt.
 
Abgesehen von der Frage, ob man darauf stolz sein kann, zufällig irgendwo geboren zu sein, spielt da auch noch die Frage rein, in welchem Zusammenhang man solche Aussagen trifft.

Tätigt man die Aussage im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz ist es in der Außenwirkung etwas ganz anderes, als wenn man die Aussage im Zusammenhang mit dem Umstand "Exportweltmeister" trifft.

Ich glaube, kein normaldenkender Ami würde im Zusammenhang mit dem Abu-Ghuraib Gefängnis meinen, er wäre stolz ein Ami zu sein.

gruss kelle!
 
Mal ehrlich:

Was ist an dem Satz "Ich bin stolz ein Deutscher zu sein" so Aufmerksamkeits-erregend ?

Letztendlich spielt es doch keine Rolle, ob er das z.B. in der TAZ oder in einer als "rechts" abgestempelten Zeitung sagt. Wäre der erste Punkte zutreffend, gäbe es eine solch große Diskussion in den Medien garnicht.
 
Ich denke schon dass das ein Unterschied ist.
Das Problem beruht wohl ziemlich stark darauf, dass der gute Bürgermeister grade dieser Zeitung ein Interview gegeben hat.

Klar, Aufregung gibt es immer. Aber das ist ja nix neues.
Am besten man verbietet generell die Wörter "Deutschland", "Stolz", und "Heimatland" ...
 
Mich würde mal interessieren, weswegen ihr denn stolz seid, Deutsche zu sein. Ein Teil hatten wir ja schon, die Aussöhnung mit Frankreich. Und sonst?

Zu dem Ding mit Frankreich: das ist auf höchstpolitischer Ebene geschehen. So weit so gut. Aber meinst du nicht, daß sich die Franzosen - ALLE Franzosen - sich mit uns versöhnen müßten, also ihre Abneigung gegen die Besatzer begraben müßten, bevor man sich auch nur freuen dürfte? Meiner Erfahrung nach müssen noch zwei Generationen aussterben, bevor die deutschen Kriegsverbrechen aus den Gedächtnissen der Franzosen getilgt sind. Nichtsdestotrotz kann mensch stolz auf seinen Willen zur Verständigung und Aussöhnung sein. Ich halte das zwar für selbstverständlich, kann es aber nachvollziehen, daß sich jemand damit besonders fühlt. Mich - als Antifaschisten - ödet es auch an, in Frankreich immer schon mal wieder als "Boche" beschimpft zu werden. Aber das ist das Päckchen, das uns unsere Väter und Großväter zu tragen gegeben haben. Ich rede mit den Leuten, und versuche was zu reparieren. Weil ich mich für meine Ahnen immer noch schämen muß.

Also, was ist wirklich "Deutsch", worauf mensch stolz sein könnte?
 
@ tax64

Zur Frage warum ich stolz bin, ein Deutscher zu sein ?

Zum einen denke ich mal, das es in der Natur des Menschen liegt, seine Heimat als etwas Besonderes anzusehen. Das "Interesse zeigen" an der eigenen Kultur und dem Land ist doch eine Selbstverständlichkeit.

Zum andern hat unser Land auch viel hervorgebracht: Egal ob es nun irgendwelche technischen Erfindungen sind, oder künstlerrische Meisterwerke aus der Literatur oder Musik. Da gibt es genug Namen, die wirklich jeder kennt.

Du schämst dich für deine Ahnen ? Ich nicht
 
Zuletzt bearbeitet:
... u.a. die Werke von Bach, Schiller und Goethe.
Zum andern hat unser Land auch viel hervorgebracht: Egal ob es nun irgendwelche technischen Erfindungen sind, oder künstlerrische Meisterwerke aus der Literatur oder Musik. Da gibt es genug Namen, die wirklich jeder kennt.
Zwei nette Beiträge. Da kommt bei mir doch glatt die Frage auf: Warum sollten die Werke von Bach, Schiller, Goethe und anderen Genies der früheren Jahrhunderte ein Grund für mich ganz persönlich sein, darauf stolz zu sein? Ich habe weder "Faust" geschrieben noch habe ich unzählige Kantaten geschrieben. Wenn's hochkommt, habe ich ersteres gern gelesen oder gar im Theater genossen (schätzungsweise liest der größere Teil der Bevölkerung es unter Zwang in der Schule) und höre letzteres gern (derselbe Teil der Bevölkerung wird damit im Musikunterricht gequält und hört Zuhause dann Tokio Hotel - etwas worauf man ganz bestimmt nicht stolz sein kann als Deutscher :ugly: )
Also bitte, ich kann Goethe und Bach und Konsorten verehren oder nicht, aber muß ich deshalb stolz sein dieselbe Nationalität zu haben wie sie? Denn ich verehre die Musik von Verdi und Puccini ebenso, wenn nicht gar noch mehr, muß ich mich jetzt grämen, kein Italiener zu sein?

Du schämst dich für deine Ahnen ? Ich nicht
Und diese Schlußfolgerung ist falsch. Daß man nicht stolz ist, Deutscher zu sein, heißt ja nicht, daß man sich dafür schämt. Es gibt eben nicht nur schwarz und weiß auf dieser Welt, sprich es gibt nicht nur Nationalstolz oder Scham. Es gibt vielleicht auch Leute, denen es völlig wurscht ist. Oder die das differenzieren. Es gibt Ahnen, auf die man stolz sein kann, es gibt welche, für die man sich schämen muß. Aber vielleicht betrachtet nicht jeder das so global und sagt sich "es gibt nur A oder B", sondern definiert jeden Bereich für sich. Sonst könnte ich aus Deiner Aussage ja auch folgern, daß Du stolz auf die Deiner Ahnen bist, die Juden abgeschlachtet haben...