Steuer Steuererklärung 2010: Wieso muss ich soviel nachzahlen?

Benutzer-1170

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23 April 2006
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Hallo,

ich sitze über meiner Steuererklärung, und bin gerade etwas am verzweifeln. Es ist meine dritte Steuererklärung, und eigentlich habe ich damit keine großen Probleme.

Ich habe mir dieses Jahr (nachdem ich es zweimal nur mit ELSTER gemacht habe) die Steuersparerklärung 2010 gekauft.

Kurz ein paar Randinfos:
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Ansonsten gibt es keine Besonderheiten bei mir. Die Kurzarbeit war recht kurz, deshalb dürfte auch mit keiner zu großen Steuernachzahlung zu rechnen sein.

Nachdem ich nun alles angegeben habe, errechnet mir das Programm jedoch eine ordentliche Nachzahlung von ca. 740 Euro. Auch nah Überprüfung, ob sich ein Tippfehler oder ähnliches eingeschlichen hat, bleibt die Nachzahlung bestehen.

Ich habe damit gerechnet, eine, wenn auch nicht hohe, Rückzahlung zu bekommen. Aber wie kann es sein, dass ich so viel nachzahlen muss? Irgendetwas stimmt da nicht. Zumal alle Kollegen von mir (hohe) Rückzahlungen erhalten, obwohl sie keine Studienaufwendungen habe.

Ich weiß, dass es immer schwer ist ohne Vorlage der Daten zu helfen, aber vielleicht kann mir ja irgendjemand einen Tipp geben, ich weiß nicht mehr weiter.

Vielen Dank.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hast du mal gecheckt, ob alle Lohnsteuerbescheinigungen mit der korrekten Steuerklasse angegeben sind (im Programm)?

Manche Steuerprogramme setzen bei zusätzlichen Lohnsteuerbescheinigungen automatisch Klasse 6.
 
Du hattest Kurzarbeit. Das Kurzarbeitgeld wird bei der Auszahlung nicht versteuert, deswegen musst Du es jetzt nachversteuern. Ist bei mir ähnlich.
 
Gib mal Deinen Jahresverdienst so ein, als hättest Du nur eine Lohnsteuerbescheinigung bekommen.

Klingt zwar komisch, aber ich weiß, welche seltsamen Fehler in der Softwareentwicklung vorkommen.

Weil wenn Du, wie ich annehme, Steuerklasse 1 bist, dann ist das Ergebnis etwas seltsam.

gruss kelle!
 
Ich habe meine Lohnsteuererklärung gestern abgeschick und habe es auch mit Elster gemacht.

Ging eigentlich ganz gut.Warum hast Du Dir ein Programm gekauft wenn Du es schon mit Elster gemacht hast.Zumal man mit Elster schneller bearbeitet wird und weniger Papierkram hat.

Hast Du Kinder für die Du Unterhalt zahlst?
Wenn ja dann kann es auch daran liegen.

Das Du unter Dauernde Lasten etwas eingetragen hast.

z.Bsp. Zeile 42 Rechtsgrund,Datum des Vertrages ...... Unterhalt für Kind
Zeile 42 Summe ................... Beispielsumme :arrow: 3500€

:idea:
Diesen Eintrag erkennt das FA nicht immer an da müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Lg Red
 
Ich habe nun probehalber die Werte zusammengerechnet und in nur eine Lohnsteuererklärung angegeben, aber es kommt noch immer die Nachzahlung raus.

Tja, was soll ich nun tun? Steuerklärung wegschicken, und darauf hoffen, dass das Finanzamt auf etwas anderes kommt? Ansonsten kann man im Zweifel ja immer noch Einspruch nach Erhalt des Steuerbescheides einlegen.

Was würdet ihr mir raten?
 
Also bei mir hat die Steuererklärung immer auf den Cent gestimmt... :roll:

Naja, ich hoffe bei mir nicht. Oder kann es irgendwie sein, dass bei der Lohnabrechnung was schief gelaufen ist? Zu wenig Steuern abgezogen, was weiß ich?

Gibt es eine andere kostenlose Steuersoftware, die sofort berechnet, mit der ich einen Gegenversuch starten könnte?
 
Tja, was soll ich nun tun? Steuerklärung wegschicken, und darauf hoffen, dass das Finanzamt auf etwas anderes kommt?

So lange Du nicht verpflichtet bist, ein zu machen, würde ich das ganze bleiben lassen.

Wenn Du bis dato gut Geld rausbekommen hast, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie Dich nicht anschreiben.

gruss kelle!
 
Als ich meine machen wollte, bin ich über eine böse Elterngeldfalle gestolpert.

Das neue Elterngeld ist zwar Steuerfrei, allerdings wird es zum Gesamteinkommen hinzugerechnet wodurch man auf alle anderen Einkommen mehr Steuer bezahlt.

Ich hab es sofort bleiben lassen, da auch eine FETTE Nachzahlung fällig gewesen wäre.


Der Staat verarscht die Bürger wo er kann, war bei der Abwrackpräme doch das selbe.
Oder das Bürger-Entlastungsgesetz, ich bin alleinverdiener eine 4-köpfigen Familie und zahle seit inkrafttreten ca. 80€ mehr Lohnsteuer im Jahr. :roll:
 
Zuletzt bearbeitet:
ging mir bei Wiso Sparbuch letztes Jahr auch so.
Hab die Erklärung für meine Mutter gemacht...
beim ersten mal und der professionellen Eingabe hatte ich fettes Minus :roll:
beim zweiten Mal und mit Hilfe des Wiso-Assistenten kam dann ein Plus raus :ugly:

dieses Jahr lass ich das wieder den Steuerberater machen. Für 40€ sitz ich da ne halbe Stunde neben ihm, schau mir an, wie er was aufn Zettel kritzelt und dann wieder abdüst. 40€ los, aber auch die ganzen Sorgen :LOL:
 
Ich hab es sofort bleiben lassen, da auch eine FETTE Nachzahlung fällig gewesen wäre.
Ob das so eine gute Idee ist? Durch den Bezug von Einnahmen > 410 €, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, bist du zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.
(Bzw. rein formal ist es eigentlich andersrum: Du bist grundsätzlich zur Abgabe verpflichtet, wirst nur unter bestimmten Voraussetzungen von dieser Pflicht befreit. Die Befreiung entfällt aber unter Anderem bei Einnahmen > 410 €, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen.)
Jurathek §46 EStG

Gibst du keine Erklärung ab, und das FA kommt dahinter (was ja nicht sehr verwunderlich wäre, an die Info, dass du Elterngeld bezogen hast, werden sie wohl recht problemlos kommen), darfst du neben der Nachzahlung auch noch Säumniszuschlag und Zinsen für die Nachzahlung berappen...

Der Staat verarscht die Bürger wo er kann
Die Nachzahlung dürfte aber wohl um einiges geringer sein, als das Elterngeld, das du bekommen hast, insofern hast du in Summe doch Plus gemacht... Freu dich doch, dass du was bekommen hast, anstatt zu schimpfen, dass es mehr hätte sein können...