Soziales Sinn und Unsinn von PHV

Kann mir mal einer erklären, wofür ein Hatz IV Empfänger ne Haftpflicht braucht?

Klar kann er Schäden anrichten wo er haften muss, aber er ist faktisch mittellos.
Falsch, er darf Vermögen haben. Und zwar pro Jahr Lebensalter 200 Euro. Und wenn jemand 50 Jahre alt ist, dann sind das 10.000 Euro. Die sind gegen ddie Verrechnung des Amtes geschützt, nicht aber gegen Forderungen von Dritten. Man kann also ohne Haftpflicht auch diesen Teil des Vermögens verlieren.

Da kann der Geschädigte klagen wie er lustig ist, er wird nie etwas bekommen.
Wenn der Hartz IV Empfänger Eigentum hat, dann sehr wohl. Eine kleine Wohnung, ein Häuschen, den Sparvertrag... alles weg im Schadensfall.

Und Hausrat, wozu?
Eigene Werte zum versichern gibt es erstmal nicht.
Das ist ja mein Argument.

Marty
 
Guten Morgen Kelle,

da möchte ich doch ganz kurz drauf eingehen.

Ich finde das Thema Versicherungen in Bezug auf Hartz IV Empfänger recht spaßig.

Kann mir mal einer erklären, wofür ein Hatz IV Empfänger ne Haftpflicht braucht?

Klar kann er Schäden anrichten wo er haften muss, aber er ist faktisch mittellos.
Da kann der Geschädigte klagen wie er lustig ist, er wird nie etwas bekommen.

Schlimmstenfalls ne Privatinsolvenz und nach sieben Jahren ist alles in Butter.

nehmen wir folgende situation an: du bist hartz iv empfänger, bist sogar vater eines jungen kindes. du gehst mit deinem kind spazieren, so richtung spielplatz. auf dem wegdahin übersieht ein fahrradfahrer dich udn dein kind und semmelt so richtig in dein kind hinhein. leider ist dieser meist doch eher relativ glimpflich ausgehende fall diesmal nicht so einfach verlaufen. dein kind hat einen bleibenden schaden. wer ersetzt diesen schaden? der fahrradfahrer, richtig. nur leider ist auch dieser fahrradfahrer ohne privathaftpflicht und grade dieser fahrradfahrer ist dann jemand der grade die privatinsolvenz vollzogen hat. tja, da stehst du nun, hast eine forderung, die du nicht eintreiben kannst. was machst du? ach, die haftpflicht hast du natürlich nicht, weil die ja deiner meinung nach auf für einen hartz iv empfänger nicht wichtig ist....... gibt in vielen tarifen der privathaftpflicht sogar den vorderungsausfall, sprich deine phv leistet an dich, wenn dir jemand einen schaden zufügt und diesen schaden nicht begleichen kann...... also doch eine wichtige versicherung.....

Und Hausrat, wozu?
Eigene Werte zum versichern gibt es erstmal nicht.
Und obige Diskussion kann man komplett vergessen.
Erstens wohnt jeder anders, ich brauch mir im Dachgeschoss keine Gedanken über Waschmaschinen über mir zu machen.
Zweitens ist die Wahrscheinlichkeit dass etwas passiert, der Verursacher nicht versichert ist und keine finanziellen Mittel hat, sowas von gering, da nutz ich das Geld andersweitig.

die hausrat sehe ich auch nicht als lebensnotwendig an. dazu verweise ich einfach mal auf den bund der versicherten. https://www.bundderversicherten.de
 
Wenn ich nach der Situationsbeschreibung ne PHV abschließen würde, müsste ich auch Lotto spielen, die Wahrscheinlichkeiten dürfte sehr ähnlich sein.

gruss kelle!


dann schaue bitte wieviele menschen auf der strasse ohne eine phv rumlaufen. und die phv ist eigentlich nicht zum abdecken von kleinen schäden gedacht. wichtig ist sie für grosse schäden und da kann es auch den normalsterblichen erwischen, der den schaden nicht begleichen kann und die finger heben muss. eine privathaftpflicht ist nunmal die wichtigste versicherung und ehrlich gesagt finde ich es lächerlich, das jemand die 5 euro pro monat nicht über hat für das eigentlich sehr hohe risiko......... jaja, nun kommen wieder die 345€ auf den tisch, dazu sag ich dann einfach nur noch, das man ne schachtel kippen weniger rauchen soll im monat.......
 
Bist Du Versicherungsmakler? ;-)

Sicherlich mag es sinnvoll sein, wenn man ne Familie mit Kindern hat, die den Nachbarn die Fensterscheiben mit Bällen demolieren könnten, bei Leuten die viel Fahrrad fahren, da man dort auch Schäden verursachen kann, riskante Hobbys ...

Aber pauschal zu sagen, Haftpflicht ist die wichtigste, ähm, naja...

Mein größtes Gefährdungspotential für mich und andere ist mein Motorrad.
Dementsprechend ist das auch versichert, aber sonst gibts nix.

gruss kelle!
 
Bist Du Versicherungsmakler? ;-)

Sicherlich mag es sinnvoll sein, wenn man ne Familie mit Kindern hat, die den Nachbarn die Fensterscheiben mit Bällen demolieren könnten, bei Leuten die viel Fahrrad fahren, da man dort auch Schäden verursachen kann, riskante Hobbys ...

Aber pauschal zu sagen, Haftpflicht ist die wichtigste, ähm, naja...

Mein größtes Gefährdungspotential für mich und andere ist mein Motorrad.
Dementsprechend ist das auch versichert, aber sonst gibts nix.

gruss kelle!

der grösste schaden bist nicht du und dein motorrad, sondern das sind andere, die dir einen grossen schaden zufügen. ich habe weiter oben schon zur seite www.bundderversicherten.de verwiesen, parallel nun dann auch ein verweis zur finanztest, focus money, etc. und wenn du hier nun makler fragen solltest, dann werden dir die verschiedenen makler sagen, das sie an einer phv am wenigsten verdienen und es trotzdem die wichtigste versicherung ist. ob du sie nun hast oder nicht, spielt dabei keine rolle. aber sei gewarnt, denn wenn du einmal auf die strasse trittst und einem dritten einen schaden zufügst, dann viel spass beim bezahlen, denn da kommt deine motorradhaftpflicht nicht auf, da du als fussgänger unterwegs warst.......
 
der grösste schaden bist nicht du und dein motorrad, sondern das sind andere, die dir einen grossen schaden zufügen.

Ich erachte die Wahrscheinlichkeit weitaus höher, dass ich jemanden mit meinem Motorrad hohen Schaden zufüge, als dass ich als Fußgänger jemandem Schaden zufüge.

Ich hab nun mal in Mathematik aufgepasst und hab da Wahrscheinlichkeitsrechnung gehabt.

Wenn ich für 60 - 80 € im Jahr einen Versicherungsschutz im zweistelligen Millionenbereich habe, dann weiß ich, dass sowas theoretische zahlen sind, die in der Praxis sehr selten vorkommen.

aber sei gewarnt, denn wenn du einmal auf die strasse trittst und einem dritten einen schaden zufügst, dann viel spass beim bezahlen, denn da kommt deine motorradhaftpflicht nicht auf, da du als fussgänger unterwegs warst.......

Ich weiß dass meine KFZ Haftpflicht nicht für andere Schäden aufkommt.

Jetzt mal Butter bei die Fische:
Wie oft zahlt eine Haftpflicht Beträge aus, die über 100.000 € liegen?
Wie oft welche, die über 1.000.000 liegen?
...

gruss kelle!
 
Ich erachte die Wahrscheinlichkeit weitaus höher, dass ich jemanden mit meinem Motorrad hohen Schaden zufüge, als dass ich als Fußgänger jemandem Schaden zufüge.

Ich hab nun mal in Mathematik aufgepasst und hab da Wahrscheinlichkeitsrechnung gehabt.

Wenn ich für 60 - 80 € im Jahr einen Versicherungsschutz im zweistelligen Millionenbereich habe, dann weiß ich, dass sowas theoretische zahlen sind, die in der Praxis sehr selten vorkommen.

60-80€ ist was viel, aber in ordnung, wenn du die zahlen so in den raum stellst....... jedoch besteht die möglichkeit das ein solcher schaden eintritt. hat wohl auch seinen hintergrund, warum viele kfz-versicherer auf 100 mio erhöht haben.....

Ich weiß dass meine KFZ Haftpflicht nicht für andere Schäden aufkommt.

Jetzt mal Butter bei die Fische:
Wie oft zahlt eine Haftpflicht Beträge aus, die über 100.000 € liegen?
Wie oft welche, die über 1.000.000 liegen?
...

gruss kelle!

keine ahnung wie oft das vorkommt. würde es sehr oft vorkommen, dann wären wohl die beiträge um einges höher und vergleichbar mit der kfz-versicherung...... aber die haftpflichtversicherungen werden mehr als oft in anspruch genommen für kleinere schäden, was nicht unbedingt immer nötig wäre.....

aber es ist ja in ordnung, das du der meinung bist, das die privathaftpflicht nicht wichtig ist. das ist deine meinung, nur geh davon aus, das es experten gibt (nein, mich meine ich damit nicht), die dir eindeutig sagen, das sie sehr sehr wichtig ist.
 
nur geh davon aus, das es experten gibt (nein, mich meine ich damit nicht), die dir eindeutig sagen, das sie sehr sehr wichtig ist.

Nichts gegen Dich, Du bist ja auch kein Experte ;-)

ABER

Wenn jemand so ne pauschale Aussage tätigt, der ist kein Experte.
Da fehlt nämlich jegliche Art der Differenzierung.

Ich hab ja Beispiele genannt, wo ich mir eine zulegen würde (Kinder, Fahrrad fahren, "gefährliche" Hobbys), aber es gibt auch Fälle, wo es sich nicht lohnt.

Das ich als Motorradfahrer jemanden mal schwer verletze oder töte, liegt im Rahmen des Möglichen. Da gibts auch die passende Versicherung.

Aber das als "normaler" Mensch, ohne Absicht oder grobe Fahrlässigkeit, das liegt nicht im Rahmen des Möglichen, von Wahrscheinlichkeiten zu sprechen lohnt sich erst recht nicht.

gruss kelle!
 
deshalb habe ich im dem threat auch schon auf den bund der versicherten als experten verwiesen. diese scheinst du aber nicht zu akzeptieren. damit wäre das thema dann wohl durch, da du weiterhin experten nicht als experten ansiehst.