Schwarzfahren soll schon bald teurer werden

Wow, bei uns zahlt man für das Sozialticket schon 70 € im Monat, bekommt aber laut Pauschale nur knapp 20€ vom Amt, da fahren einige aus Protest "schwarz"
Protest weil sie weniger zahlen müssen als alle anderen, richtig?

und was bitte kostet das den Steuerzahler
Stimmt, warum nicht alle ÖVM für alle gratis anbieten? Ist zwar nicht umsetzbar aber klingt doch super.

nur um den Verkehrsbetrieben ihre unangemessenenen Beförderungsentgelte zu sichern
Jetzt bin ich gespannt. Was wäre denn angemessen und warum? Gibt es da eine Rechnung zu?

von "Bearbeitungsgebühren" will ich gar nicht reden, die sind sowieso unglaublich??!
Warum unglaublich? Bedeutete ein Schwarzfahrer keinen Aufwand?
 
Ich habe seit zwei Jahren eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel (in Wien mit 365 Euro vergleichsweise günstig und ein absolut fairer Preis) und muss mir um solche Belange gottseidank keine Gedanken mehr machen. Früher hatte ich auch öfter mal Tages-, Wochen- oder Monatskarten und das war dann immer ein Stress mit dem auslaufen und neu kaufen und hoffen, dass man an dem einen Tag ohne Ticket nicht erwischt wird.

Mittlerweile freue ich mich schon fast, wenn ich mal kontrolliert werde ;-)
 
Protest weil sie weniger zahlen müssen als alle anderen, richtig?/QUOTE]

Merkwürdige Frage, na ja, ist ja auch nicht so einfach, dieses Thema:
wenn es Berlin schafft, ein reguläres Ticket für unter 60 € im Monat anzubieten, werden sie wohl auch ein echtes Sozialticket hinkriegen. Hier braucht man noch zusätzlich einen Sozialausweis und spart dann wohl 5 € zum Normalticket - das steht nicht im Zusammenhang zu der Pauschale, die gezahlt wird.
Deshalb gibt es auch eine recht merkwürdige Entscheidung eines Strafrichters, dass es keine Leistungserschleichung ist, wenn man nicht mehr Geld ausgibt als man bekommt, also 19,95€ lt. Regelsatz Hartz4, man muss nur vorher einen Antrag auf Kostenübernahme gestellt haben - sind Sonderausgaben Mobilität -. Wenn dieser Antrag noch nicht positiv beschieden ist muss man den gesamten Rechtsweg durchstreiten können ohne sich strafbar machen zu müssen oder ohne in die freiwillige Mittellosigkeit rutschen zu müssen.
Wenn dann - nach vielleicht drei Jahren - das Verfahren beim Sozialgericht eröffnet wird, dann muss man wandeln in ein Feststellungsverfahren, weil man ja kein Geld zusätzlich gezahlt hat, sonst ist es wieder versuchte Leistungserschleichung, aber das Verfahren zieht man dann bis vors Verfassungsgericht, wenn nicht vorher positiv entschieden ist, aber dann ist es leider nur eine Einzelfallentscheidung, also ist es evtl. von Vorteil, wenn man erst mal kein Recht bekommt und aber dann auch keine Karte kauft, wenn die offiziellen Mittel ausgeschöpft sind....


Jetzt bin ich gespannt. Was wäre denn angemessen und warum? Gibt es da eine Rechnung zu?

Rein logisch, Berlin monatlich unter 60 € regulär, Wien monatlich ca. 30 € und Mainz baut auf einer Strecke, wo bereits im 10-Minuten-Takt Busse fahren, eine Straßenbahnlinie - der örtliche Stromhersteller braucht eine Steuer-Abschreib-Idee....


Warum unglaublich? Bedeutete ein Schwarzfahrer keinen Aufwand?

Hier ging es um personengebundene Tickets, die verlorengegangen sind und wo die ÖVP-Unternehmen viel zu hohe "Bearbeitungsgebühren" erheben, das Gesetz sagt 2-3 €, aber wenn das Ticket weg ist und man merkt es bei der Kontrolle, dann wird eine Gebühr bis 20 € erhoben, völlig unangemessen, sowohl am Aufwand als auch am Schaden, denn das Ticket ist bezahlt und auch das Argument ist falsch, es könnte ja von einem anderen benutzt werden, das klappt nur, weil die Kontrolle pennt )es gibt ja ein Foto!!)