Naja, soweit ich aus den Medien richtig informiert bin, hätten die Berechnungen des statistischen Bundesamtes, welches die unteren paar Prozent der arbeitenden Bevölkerung (vom Einkommen her gesehen) als Grundlage genommen hat, dazu geführt, dass die Regelsätze von Kindern gekürzt hätten werden können...okay
wieso das ein Pro-Regierung-Argument für dich ist.
Ich stehe dieser Frage "Hätte der Satz für Kinder erhöht oder gesenkt werden müssen" relativ neutral bzw. unentschlossen gegenüber (wie mittlerweile auch der Frage "Mindestlohn ja oder nein")... Denn einerseits sagt mir die Vernunft/Logik, dass gerade Kinder eigentlich mehr kosten müssten als veranschlagt wird... Anderseits sollte man diese Kinder auch nicht besser stellen als die von arbeitenden Eltern im unteren Einkommensbereich... Da passt zwar dann der Vorwurf, dass man das nicht gegeneinander ausspielen sollte, aber das macht man eben... Hier könnte man jetzt natürlich argumentieren, dass ein gesetzlicher Mindestlohn insgesamt das Lohnniveau im Niedriglohnsektor anhebt und damit wahrscheinlich auch die Sätze für die Kinder steigen könnten... Aber ein Allheilmittel ist das sicherlich nicht... Ein Mindestlohn, der so hoch angesetzt ist, dass er Menschen befähigt eine 4-köpfige Familie zu ernähren, würde auf jeden Fall auch gravierende negative Auswirkungen haben...
Ich denke mal, dass die derzeitige Lösung eigentlich relativ verständlich ist und demnach auch fair. Ok, man könnte ins Zweifeln kommen, wenn bereits Olaf Scholz vor etwa drei Jahren einen Hartz4-Satz von 364 Euro im Jahre 2010 veranschlagt hat...