120 Mio. € für das Mittagessen von 1,7 Mio. Hartz-4-Kindern. 8O Das sind ja ganze 7,06 € pro Kind - IM JAHR :evil: bei 200 Schultagen jährlich heißt das 3,5 ct. pro Kind und Essen.

1. Es werden nie und nimmer alle Kinder diese Mittagsessen beanspruchen (können)... Ich schätze mal, dass gut die Hälfte diese Leistung in Anspruch nehmen wird... Der Rest wird möglicherweise auch zu Hause von den Eltern mit gutem Essen versorgt... Gehen wir mal von einer Million Kinder aus.

2. Wo bitteschön gibt es denn 200 Schultage? Eher schon 160- 170 Schultage... Dann rechnen wir nochmal durchschnittlich fünf Krankheitstage im Jahr ein... Ich nehme also mal 160 an...

3. 120 Mio Euro/ 1 Mio ergibt 120 Euro... Durch 160 Schultage macht 75 Cent... Und dafür sollte man meiner Meinung nach im Großhandel gut einkaufen können... Ich habe mir heute ein Kilo Schweinebraten für 2,49 Euro gekauft... Das macht 250g Schweinebraten für jedes Kind pro Tag (Kartoffeln sind wesentlich günstiger...) und im Großhandel kann man bestimmt noch bessere Konditionen aushandeln.
 
Und das Essen einkaufen, zubereiten und verteilen tun dann Ehrenamtliche (mit den entschprechenden Bescheinigungen etc., die das Lebensmittelrecht o.ä. verlangt) in ihrer eigenen Wohnung und mit dem eigenen Kühl-PKW.
Außerdem übernehmen sie gleich Beantragung und Verteilung der Gelder sowie Buchhaltung, Lager/Entsorgung und Ausgabenkontrolle.
Oder wie?

Die Hardwarekosten sind meistens der geringste Posten - alte ITler-Weisheit. Trifft auch auf andere Bereiche zu.

Davon abgesehen habe ich noch nie ein Kilo Fleisch für 2,50 gesehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
dir ist aber schon klar, daß der MIT Knochen ist? Willst du den in nem Napf servieren? Messer und Gabel sind dann wohl überflüssig.

Was ist übrigens mit den Kosten für Abwasch, Logistik, Essens-Austeilung (wer macht's? 1-€-Jobber?) Anschaffungs- und Abnutzungskosten für Geschirr/Besteck? Platz zum Essen muß auch da sein = Neubau oder mindestens Neu-Einrichtung von Mensen.

Wer meint, das alles wäre für 75 ct. am Tag zu haben, glaubt auch die Rente wär sicher.
 
Was ist übrigens mit den Kosten für Abwasch, Logistik, Essens-Austeilung (wer macht's? 1-€-Jobber?) Anschaffungs- und Abnutzungskosten für Geschirr/Besteck? Platz zum Essen muß auch da sein = Neubau oder mindestens Neu-Einrichtung von Mensen.

Wer meint, das alles wäre für 75 ct. am Tag zu haben, glaubt auch die Rente wär sicher.
Und das wurde bisher alles über das Essensgeld der Kinder bezahlt oder was!? :roll:
 
nein, das gibts derzeit gar nicht.

Kann man sich darauf einigen, dass 120 Millionen Euro mehr ist als gar nichts wie davor?! Immer diese Gemeckere... ;)

Wobei ich mich schon frage: Gerade arbeitslose Eltern sollten doch genügend Zeit haben günstig einzukaufen und den Kindern vollwertige Nahrung zuzubereiten... Da fehlt es wohl in einigen Fällen auch am Willen...

Dazu auch der sehenswerte Beitrag Kochen mit Hartz4-Budget

edit: Man muss aber noch dazu sagen, dass natürlich nicht jeder ein Spitzenkoch ist... ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei ich mich schon frage: Gerade arbeitslose Eltern sollten doch genügend Zeit haben günstig einzukaufen und den Kindern vollwertige Nahrung zuzubereiten... Da fehlt es wohl in einigen Fällen auch am Willen...
Also, ich hätte Schwierigkeiten, meinen Sohn für 2,57 Euro am Tag gesund zu ernähren... Und ich stelle mir vor, dass es auch für Eltern von Schülern schwer ist, die für 3,42 am Tag ausser Haus gesund zu ernähren.

Aber ich kaufe auch kein Fleisch für 2,49 / Kilo. Abfall bekomme ich günstiger in der Mülltonne.

Marty

Etwa ein Drittel dieser Summe veranschlagt das SGB II für Nahrung, Getränke und Tabakwaren. 2,57 Euro täglich entfallen auf Kinder und 3,42 Euro auf Jugendliche ab 14 Jahre.”
 
Aber ich kaufe auch kein Fleisch für 2,49 / Kilo. Abfall bekomme ich günstiger in der Mülltonne.
Bonze... ^^

Aber angeblich und laut Bundesamt für Statistiken geben die unteren Einkommen für die Ernährung dieser Altersgruppen nicht mehr Geld aus?! Also ich kann mir durchaus vorstellen, dass gerade für bis 6-jährige das Geld viel zu knapp bemessen ist... Davon kann man sich ja nur 1-2 Hipp-Gläschen kaufen... Aber damit habe ich mich noch nicht wirklich beschäftigt, ob es da nicht günstige/gleichwertige Alternativen gibt... 8)
 
Kann man sich darauf einigen, dass 120 Millionen Euro mehr ist als gar nichts wie davor?! Immer diese Gemeckere... ;)

Dann dürfte man sich also auch nicht beschweren, wenn es 7 Euro gewesen wären? Schließlich sind 7 Euro ja auch mehr als nichts.

Aber statt hier über Kleinigkeiten zu streiten könnte man lieber über andere Konzepte reden
Wir haben überwiegend öffentliche Schulen. Warum kann da nicht die Mensa auch öffentlich gehalten werden?

Ich rechne mal durch, wie viel die Finanzierung der Mensa relativ zum Lehrergehalt kosten würde:
an meiner Schule kommt ein Lehrer auf 20 Schüler (ungefähr, ich habe Referendare rausgestrichen, Teilzeitbeschäftigte zusammengerechnet und dann geschätzt)
damit ich mir da nichts vorwerfen lassen muss rechne ich großzügig mit 3 Euro pro Schülermahlzeit
diesem Thread entnehme ich, dass wir etwa 15 Schultage im Monat haben. Durchschnittlich sage ich mal, dass etwa 1 Schultag pro Woche in den Nachmittagsunterricht geht => 1 von 5 Schultagen (alle Schulformen, alle Klassenstufen)
Was kostet so ein Lehrer an Lohn- und Nebenkosten? Sagen wir 3.600 Euro im Monat, was wahrscheinlich noch deutlich zu wenig ist

20 * 3 Euro * 15 * (1/5) = 180 Euro
180 / 3600 = 1 / 20

die Finanzierung des Mittagessens der Schüler würde etwa 1/20 +/- 50% dessen ausmachen, was die Lehrer kosten.

Alle Kosten zusammengerechnet wären das vielleicht 1-2% (höchstens 3%) dessen, was die Schule an sich kostet.


Aber ich bin uninformiert. Ich kann immer nur meine Position nachvollziehen, wenn ich nicht die Argumente der anderen Seite gehört hab. Kann mir mal bitte jemand sagen, was dagegen zu sagen wär, das Mittagessen im Falle von Nachmittagsunterricht aus öffentlicher Kasse zu bezahlen? (für alle Schüler)
 
Ich persönlich fände es gut, wenn jeder Schüler/jede Schülerin in der Schule kostenlos zu Mittag essen könnte... Niemand würde gezwungen in der Schule zu essen und niemand würde diskriminiert... Aber das ist erstens nicht so schnell umsetzbar (in meiner alten Schule wird derzeit eine Art Mensa gebaut) und zweitens denke ich, dass das ein paar Milliarden im Jahr kosten würde...

Naja, man könnte sich ja die Solarförderung sparen und schon wär genug Geld da... Vielleicht auch noch "Atomstrom für die Kinder"... Das wäre mal eine gute Strategie... ;) [/Spaß]
 
@phip
Wobei ich mich schon frage: Gerade arbeitslose Eltern sollten doch genügend Zeit haben günstig einzukaufen und den Kindern vollwertige Nahrung zuzubereiten... Da fehlt es wohl in einigen Fällen auch am Willen

Zeit haben sie wahrscheinlich schon, aber ob auch die Möglichkeit besteht, bei real, aldi und Co einzukaufen ist fraglich. Sofern jemand nicht direkt in der Stadt wohnt, könnte das problematisch sein. Denn wenn man erstmal 20 oder mehr km zum nächsten discounter fahren muss, ist das auch nicht mehr billigerä
 
Denn wenn man erstmal 20 oder mehr km zum nächsten discounter fahren muss, ist das auch nicht mehr billigerä

auch wenn ich Hartz-IV-Empfänger in allen Diskussionen so sehr es geht unterstütze, ist das so nicht auf die Realität anwendbar ;)

einerseits findet man kaum mehr einen Wohnort, in dem der nächste Discounter über 5km weit weg ist (ich wohne auf dem Land und weiß, wovon ich rede)

und darüberhinaus wohnen Hartz-IV-Empfänger so gut wie nur in Städten.
Also ich denke, die Möglichkeit, mit dem Fahrrad beim Discounter einzukaufen, hat jeder.
 
Was hat das damit zu tun? Selbst, wenn ich sehr wenig Geld hätte, würde ich eher gar kein Fleisch essen als dieses.

Aber angeblich und laut Bundesamt für Statistiken geben die unteren Einkommen für die Ernährung dieser Altersgruppen nicht mehr Geld aus?!
Richtig. Aber sagt diese Statistik auch, dass die sich davon "gesund" ernähren? Ich kann mich von 0,98 Euro am Tag ernähren, 2 Packungen Nudeln und fertig. Gesund ist das allerdings nicht. Und gestern beim Einkaufen durfte ich wieder feststellen, was frisches Gemüse kostet.

Im Real zum Beispiel kostet das Kilo Wasser in Form von Tomaten im Moment genauso viel wie dein Schweinebraten... Absurd, oder?

Also ich kann mir durchaus vorstellen, dass gerade für bis 6-jährige das Geld viel zu knapp bemessen ist... Davon kann man sich ja nur 1-2 Hipp-Gläschen kaufen.
Damit würde ich mein Kind auch nur ungerne ernähren, manchmal geht es aber gerade bei ganz Kleinen nicht anders. Aber gerade der von Dir genannte Produktname stand mal in der Kritik, weil die Gläschen kräftig Zucker enthielten.

Marty
 
Damit das nicht komplett ins Off Topic abgleite, sage ich dazu jetzt nicht mehr viel... Ich darf von meiner Einzelernährung sowieso nicht auf eine Familie schließen... Und ich will ja auch nicht ein Leben lang so wie jetzt leben...

Meine Kernaussage bleibt, dass die derzeitige Regierung (womit wir wieder beim Thema wären) Hartz4-Empfänger nicht schlechter stellt, sondern bei den Kindern die Regelsätze nicht kürzt (was sie tun hätte können) und mehr Geld für Mittagessen, Nachhilfe und Schulausflüge bereitstellt...
 
okay

dann wüsste ich von dir gern

bei den Kindern die Regelsätze nicht kürzt

wieso das ein Pro-Regierung-Argument für dich ist.

bzw. anders
Hättest du es schlecht gefunden, wenn sie die Sätze für Kinder gekürzt hätten?
Hättest du es schlecht gefunden, wenn sie die Sätze für Kinder erhöht hätten?