News Schulbesuch für Kinder illegaler Zuwanderer geplant

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 11.03.2010 um 22:34:23 Uhr veröffentlicht:
Schulbesuch für Kinder illegaler Zuwanderer geplant
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München (dpa) - Die Bundesregierung plant, dass künftig Kinder illegaler Zuwanderer am Schulunterricht teilnehmen können, ohne Angst vor Entdeckung haben zu müssen. «Wir wollen den Kindern sowohl den Besuch von Schulen als auch den von Kindergärten ermöglichen», sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Maria Böhmer, der «Süddeutschen Zeitung». Das Aufenthaltsrecht soll dazu geändert werden. Bisher müssen Lehrer den Behörden melden, wenn sie erfahren, dass sich ein Kind ohne nötige Papiere im Land aufhält.
 
Folgende News wurde am 11.03.2010 um 22:34:23 Uhr veröffentlicht:
Schulbesuch für Kinder illegaler Zuwanderer geplant
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ich habe dazu geschrieben:
Jetzt möchte ich gerne von unserer Regierung wissen, wie ich noch als stellv. Rektor meine Statistik melden soll. Diese muss ja schließlich jeden Monat bei uns abgegeben werden. Das wird immer lachhafter was diese Regierung ausdenkt. Wir bekommen auch nur das Geld, als Schule, für gemeldete Schüler.

Wie seht Ihr das. Denn ILLEGAL ist nicht Legal. Wir sind z.B. eine selbstverwaltende Schule. Wir bekommen nur einen bestimmten Geldbetrag (pro Schüler) im Jahr und damit müssen wir haushalten. Nur jeder Schüler der dann ja „illegal“ unterrichtet werden soll, ist nicht gemeldet, also ist für ihn auch kein Geld vorhanden. Soll so etwas rechtens sein?
 
ich habe dazu geschrieben:
Jetzt möchte ich gerne von unserer Regierung wissen, wie ich noch als stellv. Rektor meine Statistik melden soll. Diese muss ja schließlich jeden Monat bei uns abgegeben werden. Das wird immer lachhafter was diese Regierung ausdenkt. Wir bekommen auch nur das Geld, als Schule, für gemeldete Schüler.

Wie seht Ihr das. Denn ILLEGAL ist nicht Legal. Wir sind z.B. eine selbstverwaltende Schule. Wir bekommen nur einen bestimmten Geldbetrag (pro Schüler) im Jahr und damit müssen wir haushalten. Nur jeder Schüler der dann ja „illegal“ unterrichtet werden soll, ist nicht gemeldet, also ist für ihn auch kein Geld vorhanden. Soll so etwas rechtens sein?

Die wollen das legalisieren. Wo ist das Problem?
Ich finde,dass das ein schritt nach vorne ist.
 
Nix gegen die Legalisierung an sich, nur muß den Schulen dann gestattet sein, ihre Schüler anonym in der Melde-Statistik zu führen. Ich verstehe martino66s Posting so, daß

a) das bisher nicht der Fall ist, und
b) die Schule für jeden gemeldeten Schüler einen bestimmten Haushaltsbetrag kriegt, mit dem sie wirtschaften muß.

Ich glaub nicht, daß die Falken unter den Länder-Innenministern (z. B. Schünemann/CDU in Niedersachsen) da mitmachen werden.
 
Naja, praktisch ist da noch einiges im Argen wie es aussieht. Bisher zahlen die Gemeinden den Schulbesuch der in ihrer Gemeinde gemeldeten Schüler; wer soll dann für ungemeldete Schüler zahlen?
Da hat er schon recht - ist aber bisher noch kein Gesetz und deshalb fehlt es noch an den Details.
 
Äh wenn die illegal hier sind...Gibts da nicht n Gesetz gegen?
Wenn die wissen das die personen Illegal hier sind warum werden die dann nicht gemeldet und abgeschoben?

ist ja wieder n echt lustig was sich die ach so tolle regierung ausgedacht hat... :roll:
 
Äh wenn die illegal hier sind...Gibts da nicht n Gesetz gegen?

ja Sherlock, illegal heißt da gibt es ein Gesetz gegen

Wenn die wissen das die personen Illegal hier sind warum werden die dann nicht gemeldet und abgeschoben?
werden sie ja normalerweise, nur der Schulbesuch soll keine der Gelegenheiten sein bei denen sie auffliegen, weil ansonsten nur die Kinder die Sache ausbaden und einfach nicht zur Schule geschickt werden

ist ja wieder n echt lustig was sich die ach so tolle regierung ausgedacht hat... :roll:
ich bin mir sicher Du hast bessere Ideen :ugly:
 
Na, die Sache geht schon tiefer. Arbeiten können die "Illegalen" nicht, weil sie dann auffliegen. Zur Schule oder in den Kindergarten schicken können sie ihre Kinder nicht, weil sie dann auffliegen. Nicht einmal Integrationskurse können sie besuchen, weil sie dann aufliegen.

Sie müssen sich also verstecken, haben so gut wie keinen Kontakt zu Menschen, die ihnen eine Legalität ermöglichen könnten, und somit keine Chance an ihrem Status "illegal" irgendwas zu ändern.

Bleibt noch die Frage, wovon sie leben. Wer keiner legalen Arbeit nachgehen kann und auch keine Chance auf Sozialleistungen hat, dem bleiben nur 2 Möglichkeiten: Betteln und Kriminalität. Beides in einer Form, bei der man nicht erwischt wird.

Die "soziale Hängematte" die von neoliberalen und anderen umlackierten Faschisten gern ins Feld geführt wird, sieht sicher anders aus.
 
Ich sehe das eher kritisch. Klar, die Fehler der Eltern sollten nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden - aber eine Einladung zur illegalen Einwanderung zu schaffen halte ich für keine gute Lösung.

Die Einwanderungsbedingungen für Deutschland sind im Vergleich zu anderen Staaten (zum Beispiel :arrow: Kanada) sehr liberal. Wer hier also nicht einreisen darf, der darf das in der Regel aus gutem Grund nicht.

Eine kostenlose Schulbildung bei freiwilliger Meldung für die Dauer des Verfahrens würde ich befürworten - aber das ist eben auch relativ witzlos.
 
Eine kostenlose Schulbildung bei freiwilliger Meldung für die Dauer des Verfahrens würde ich befürworten - aber das ist eben auch relativ witzlos.

Die Schulbildung ist nicht kostenlos, nur weil die nichts bezahlen. Der Steuerzahler kommt dafür auf...

Aber mit fremden Geldern lässt sich leichter helfen als mit den eigenen... Wenn jeder, der behauptet, dass allen Menschen geholfen werden muss, einen Teil ihres Geldes jeden Monat abgeben würden (Mormomen geben ja auch jeden Monat 10% ihres Einkommens an wohltätige Zwecke), dann gebe es wohl so wenig not, dass man sich nun über sowas keine Gedanken machen muss. Aber die ach so guten Menschen fordern lieber nur und lassen eine gesamte Gesellschaft zahlen, auch wenn vielleicht viele garnicht dafür aufkommen wollen.
 
Die Schulbildung ist nicht kostenlos, nur weil die nichts bezahlen. Der Steuerzahler kommt dafür auf...
Weil Kinder dadurch die Bildung kriegen, die sie später in die Lage versetzt, selbst zu arbeiten und Steuerzahler zu werden. Natürlich wird nicht jeder Gebildete zu nem guten Steuerzahler, aber ein Ungebildeter erst recht nicht.

Sowas nennt man Investition.
 
Weil Kinder dadurch die Bildung kriegen, die sie später in die Lage versetzt, selbst zu arbeiten und Steuerzahler zu werden. Natürlich wird nicht jeder Gebildete zu nem guten Steuerzahler, aber ein Ungebildeter erst recht nicht.

Sowas nennt man Investition.

Investition in Illegale? Also muss man jeden, der illegal die Bildung genossen hat danach ja legalisieren. Ansonsten wird er nämlich keine Steuern zahlen. Also können wir gleich jeden Aufnehmen, der gebildet ist, also wofür noch Regeln?
 
Wir können ja auch den ganzen Tag nach "Illegalen" fahnden, um sie rauszuschmeißen. Fragt sich nur, wann wir dann noch was sinnvolles machen.

Ja, wir sollten über jeden Gebildeten froh sein, den wir kriegen. Davon haben nämlich ganz sicher nicht zuviele.
 
LordRoscommon schrieb:
Wir können ja auch den ganzen Tag nach "Illegalen" fahnden, um sie rauszuschmeißen. Fragt sich nur, wann wir dann noch was sinnvolles machen.
Außerdem wage ich zu bezweifeln, dass die Fahndung billiger wäre als Bildung. Letztes ist wenigstens eine Investition, die sich evtl. später rechnet.

Ja, wir sollten über jeden Gebildeten froh sein, den wir kriegen. Davon haben nämlich ganz sicher nicht zuviele.
Eine sortenreine Bildungslücke ist wenigstens legal.
 
Danke für die Zustimmung, darkkurt :D

Ich treibs mal auf die Spitze: Ein Kind illegaler Einwanderer geht hier legalisiert zur Schule. Sagen wir, es schafft die Hauptschule und lernt einen handwerklichen Beruf.

Danach geht das Kind (mittlerweile ja eigentlich schon erwachsen) mit seinen Eltern in das Herkunftsland zurück. Die hier erfolgte Bildung wird dort sicher gut überm ortsüblichen Durchschnitt liegen. Das "Kind" ist also vermutlich in der Lage, sich selbständig zu machen, mit einem Handwerksbetrieb.

Dieser Handwerksbetrieb ist nicht nur in der Lage, vor Ort Lehrlinge auszubilden, was einige davon abhalten wird, ebenfalls illegal nach D zu kommen, sondern wächst vllt. so weit, daß er es schafft, mit D Handel zu treiben. Denn auch ein Dritte-Welt-Land stellt zwar einige Güter zu Preisen her, bei denen unsere Wirtschaft einfach nicht mithalten kann, will aber im Gegenzug auch Güter haben, die es selbst nicht herstellen kann.

wannabe, warum sollten wir diese Möglichkeit nicht nutzen?
 
wannabe, warum sollten wir diese Möglichkeit nicht nutzen?

Weil es ein utopisches Beispiel ist, welches auf die Spitze getrieben wurde ;) Es geht denke ich in seiner Wahrscheinlichkeit sehr am realistischen vorbei. Und ich denke, selbst wenn es einmal gelingen würde, dass die Kosten für die Misserfolge höher gewesen wären als die Gewinne aus den Erfolgen.

Wir könnten ja auch auf die Spitze treiben, dass wenn man weniger Menschen in den Klassen hat, die aufgrund eines ungebildeteren Elternhauses den Klassenverband aufhalten, man stärker gebildete Menschen hat, die dann mehr Produktivleistungen bringen können.

In Bayern ist ja die soziale Struktur in den Schulen meist ein wenig besser. Ebenso ist deren Schulbildung sehr hoch angesehen. In NRW wird dir das Abitur hinterhergeworfen, dort ist aber auch ein sozialer Brennpunkt.

Und ich denke, dass eher wenig Illegale zum gebildeten Kreis ihres Landes gehören, man sich also wohl primär Kinder in die Klassen holt, die nicht gerade viel Bildung durch ihr eigenes Elternhaus genießen.
 
Das in NRW ein sozialer Brennpunkt ist, liegt wohl eher am wirtschaftlichen Umbruch als an Zuwanderen, egal ob legal oder illegal. Im Osten gibt es genug Gebiete, wo es ähnlich aussieht, allerdings ohne Zuwanderer.
 
Das in NRW ein sozialer Brennpunkt ist, liegt wohl eher am wirtschaftlichen Umbruch als an Zuwanderen, egal ob legal oder illegal. Im Osten gibt es genug Gebiete, wo es ähnlich aussieht, allerdings ohne Zuwanderer.

Und das ändert was an der Aussage? Klingt nett und geht dennoch komplett an dem gesagten vorbei....

Ich frag mich auch, ob ihr, wenn ihr soviel nutzen seht auch jeden Überschuss an Geld, der nur zu Luxus führt, an schwächere Abführt oder nur von der Allgemeinheit verlangt, zwangsweise eure Idealvorstellungen durchzusetzen.
 
Ich frag mich auch, ob ihr, wenn ihr soviel nutzen seht auch jeden Überschuss an Geld, der nur zu Luxus führt, an schwächere Abführt oder nur von der Allgemeinheit verlangt, zwangsweise eure Idealvorstellungen durchzusetzen.

1. bis jetzt wurde hier diskutiert was sinnvoll ist- verlangt hat hier noch keiner was

2. ein Überschuss an Geld führt nicht automatisch zu Luxus

3. ein bisschen von dem persönlichen Überschuß sollte meiner Meinung nach jeder abgeben, für die Dinge die er für richtig hält - aber für die Höhe muss man sich vor niemanden rechtfertigen

4. sämtlichen Überschuss abgeben ist nur was für Idealisten (und das Wort beinhaltet Übertreibung denn anders kommt man an das "Ideal" nicht ran), es von anderen zu verlangen, bevor sie über die Verteilung ihrer Steuergelder mitreden dürfen, ist anmaßend
 
Weil es ein utopisches Beispiel ist, welches auf die Spitze getrieben wurde ;)...

Wir könnten ja auch auf die Spitze treiben, dass wenn man weniger Menschen in den Klassen hat, die aufgrund eines ungebildeteren Elternhauses den Klassenverband aufhalten, man stärker gebildete Menschen hat, die dann mehr Produktivleistungen bringen können...

Und ich denke, dass eher wenig Illegale zum gebildeten Kreis ihres Landes gehören, man sich also wohl primär Kinder in die Klassen holt, die nicht gerade viel Bildung durch ihr eigenes Elternhaus genießen.
Ich würd's "optimistisch" nennen. "Utopisch" ist was anderes.

Klasse statt Masse? So argumentieren Leute, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken. Die bringen hinterher aber selten Produktivleistungen sondern werden eher Berufs-Spekulanten = sie spekulieren aufs Erbe.

Wenig-Gebildete wandern nicht aus ihren Heimatländern aus. Weder haben sie Kenntnisse dazu noch das nötige Geld. Intelligenz ist angeblich nicht erblich. Aber die Erziehung, sich Möglichkeiten (zur Auswanderung) zu verschaffen, färbt sicher per Erziehung auf die Kinder ab. Wir zögen uns also Kinder in die Klassen, die schon gelernt haben, sich Möglichkeiten zu verschaffen. Davon könnten die schon anwesenden Schüler sicherlich lernen, wenn sie denn wollen.