News Sarrazin empfiehlt dicke Pullover gegen Heizkosten

das wird zwangsläufig so kommen, dass man abstriche machen muss.
Nix anderes sagt der olle Zhilo: "Wenn die Energiekosten so hoch sind wie die Mieten, werden sich die Menschen überlegen, ob sie mit einem dicken Pullover nicht auch bei 15 oder 16 Grad Zimmertemperatur vernünftig leben können".
 
finde ich ja auch richtig was er da sagt
Also ich finde immer gewisse Grundbedürfnisse sollten für alle Menschen erfüllbar sein. Und dazu gehört auch eine warme Stube im Winter. Natürlich muss die Heizung nicht voll bullern wenn man in kurzer Hose durch die Wohnung läuft, aber ein bisschen mehr als 15 oder 16 Grad sollten es schon sein.

Wo bleibt denn sonst die Gemütlichkeit, wenn man sich mal mit ner Tasse Tee auf's Sofa setzen will? Das drückt auf Dauer doch erheblich auf's Gemüt.
 
Der Sarrazin könnte ja die Klimaanlage in seinem Büro im Winter auf 14 Grad einstellen. Damit könnte er Heizkosten sparen und seinen Haushalt entlasten.
 
Mal ganz abgesehen von der Frage, ob Sarrazin den richtigen Ton getroffen hat: Inhaltlich ist das völlig richtig. Man kann nicht immer über die steigenden Energiepreise jammern und gleichzeitig heizen wie ein Weltmeister. Ich war selbst lange genug Student mit einem sehr begrenzten Budget und mir wurden die Heizkosten (Gas) auch irgendwann zuviel, dann hab ich ein bisschen drauf geachtet, wie ich heize, einmal richtig warmmachen (zB abends wenn man nach Hause kommt) und auf keinen Fall dauerheizen, und auch nicht überall, zB in Bad, Flur usw. Es ist unglaublich, was man damit einspart, deshalb machs ichs heute immernoch.
 
finde ich ja auch richtig was er da sagt :D

setz dich mal gemütlich bei 15-16 grad celsius auf deine couch und schau dir nen film an. mal sehen, wie lange es dauert, bis du außer dem dicken pulli noch ne dicke jacke brauchst. ;)

Inhaltlich ist das völlig richtig. Man kann nicht immer über die steigenden Energiepreise jammern und gleichzeitig heizen wie ein Weltmeister.

das stimmt.

Ich war selbst lange genug Student mit einem sehr begrenzten Budget und mir wurden die Heizkosten (Gas) auch irgendwann zuviel, dann hab ich ein bisschen drauf geachtet, wie ich heize, einmal richtig warmmachen (zB abends wenn man nach Hause kommt) und auf keinen Fall dauerheizen, und auch nicht überall, zB in Bad, Flur usw. Es ist unglaublich, was man damit einspart, deshalb machs ichs heute immernoch.

ich kam sogar noch in den genuss einer ofenheizung. und zwar so wohl für die zimmer, als auch für die warmwasserversorgung!

die frage ist ja nicht, ob es richtig ist, dass man im winter bei -10 grad außentemperatur im t-shirt und kurzer hose durch die bude rennt, weil es einem zu warm ist bei 25 grad im raum. das muss nicht sein.

wenn pöbel-thielo aber sagt, dass die leute weniger heizen sollen, weil man sich bei 15 grad schließlich auch nen dicken pulli anziehen kann um nicht zu frieren, dann halte ich das einfach für menschenverachtend. denn offensichtlich hat er vergessen, was es heißt in einer wohnung zu leben, die gerademal 15 grad misst. ich kann dir sagen, dass du schon nach kurzer zeit anfängst zu frieren wie ein schneider, wenn du dich nicht bewegst, zb. beim fernsehen.

der aufruf zum energiesparen ist ja nicht verkehrt, aber ich finde der ton macht die musik. ;)
 
also haben selber geschaut, und daheim heitzen wir im winter bis maximal 18grad. man kann aber auch durch ganz simple sachen (wie styropor platten mit alu beschichtet hinter die heizung klemmen; im winter vorhänge zuziehen und rolos runter), heizkosten bzw energieverbrauch senken. klingt blöd aber hilft was ;)

naja ber 21grad im winter muss nicht sein. da reichen 18locker. ansonsten gibts ja noch decken oder so um sich vor kälte zu schützen.

vielleicht war die äußerung ein bisschen krass aber der aufruf zum energiesparen ist ja schon längst überfällig. und das man jetzt auch den arbeitslosen alles mitfinanziert ist ne frechheit!
 
also haben selber geschaut, und daheim heitzen wir im winter bis maximal 18grad. man kann aber auch durch ganz simple sachen (wie styropor platten mit alu beschichtet hinter die heizung klemmen; im winter vorhänge zuziehen und rolos runter), heizkosten bzw energieverbrauch senken. klingt blöd aber hilft was ;)

nee nee, ist schon richtig. aber ob ein hartz 4 empfänger mal so eben das geld hat, sich diese platten zu besorgen, ist fraglich. ansonsten hast du natürlich recht.

naja ber 21grad im winter muss nicht sein. da reichen 18locker. ansonsten gibts ja noch decken oder so um sich vor kälte zu schützen.

ich finde 21 grad nicht so viel. :think: aber das ist ja auch ansichtssache. ;)

vielleicht war die äußerung ein bisschen krass aber der aufruf zum energiesparen ist ja schon längst überfällig. und das man jetzt auch den arbeitslosen alles mitfinanziert ist ne frechheit!

der aufruf zum energiesparen kann angesichts der preise gar nicht falsch sein. :) was die finanzierung der arbeitslosen angeht - das ist immer eine frage der betroffenheit. wärest du arbeitslos, würdest du wahrscheinlich anders darüber denken. ;)
 
der aufruf zum energiesparen kann angesichts der preise gar nicht falsch sein. :) was die finanzierung der arbeitslosen angeht - das ist immer eine frage der betroffenheit. wärest du arbeitslos, würdest du wahrscheinlich anders darüber denken. ;)

nunja ich finde es ist eine frage der gerechtigkeit, kann man denn der arbeitenden bevölkerung zumuten das leben der arbeitslosen komplett zu finanzieren. darüber scheiden sich ja die geister.
aber du hast recht, wenn ich arbeitslos wäre, würde ich anders darüber denken.

naja und die platten kosten maximal 3€ pro das stück, wobei ihm das ja nichts bringt wenn die heizkosten vom staat getragen werden, das bringt dann dem staat was aber nicht ihm :)
 
nunja ich finde es ist eine frage der gerechtigkeit, kann man denn der arbeitenden bevölkerung zumuten das leben der arbeitslosen komplett zu finanzieren.

was ist denn gerecht? wenn ein gut ausgebildeter arbeitsuchender keinen job bekommt, der seiner qualifikation entspricht und 1 - euro -jobs annehmen muss? bedenke: es gibt immer solche und solche. ;)

zum anderen: wir leben gott sei dank in einem sozialstaat, in dem jeder, der auf hilfe angewiesen ist, diese auch bekommt. die meisten arbeitslosen, waren ja nicht immer arbeitslos, haben demzufolge auch in die arbeitslosenkasse eingezahlt. du würdest, wenn du mal arbeitslos bist, was ich nicht hoffe, auch das gleich erwarten. und die arbeitslosigkeit kommt heute schneller, als man gucken kann.

aber du hast recht, wenn ich arbeitslos wäre, würde ich anders darüber denken.

das dachte ich mir schon. :)

naja und die platten kosten maximal 3€ pro das stück, wobei ihm das ja nichts bringt wenn die heizkosten vom staat getragen werden, das bringt dann dem staat was aber nicht ihm :)

was ich meinte ist ja, dass man zwar immer gute vorschläge machen kann, es aber meistens an der umsetzung hakt. ;) 3 euro sind für die meißten hartzt 4 empfänger viel geld.
 
aber der aufruf zum energiesparen ist ja schon längst überfällig.

Ich spare Energie genug - je mehr man aber an Energie spart, umso mehr drehen die Energie-Anbieter an der Preisschraube, denn die leiden ja Verlust, wenn wir alle brav sparen. Ich sitze abends im Dunkeln bei Kerzenlicht und beim Licht v. TV oder v. PC. Damit die Heizung zusätzlich runter kann, sitze ich nicht aufm Sofa vor der Glotze, sondern krieche direkt ins Bett und ziehe mir ne extra Decke über. Geht alles, stimmt, und trotzdem zahle ich dieses Jahr 12% mehr für Heiz- und Stromkosten, obwohl ich knapp 20% weniger Energie verbrauche.

Mit anderen Worten - wer Energie spart wird mit Preisaufschläge bestraft, weil man den Energieunternehmen den Gewinn schmälert. Das hat jetzt mit arbeitslos sein oder Energie unnötig verbraten rein gar nichts zu tun.

Wobei wir dann zu Deinem Thema der Arbeitslosigkeit kommen:

Nebenan wohnt "so einer". Der behauptet indertat, dass er rein gar nichts an Verbrauch einsparen will, weil er evtl. Rückerstattungen eh nicht behalten darf, als wäre es egal, was und wieviel er an Energie verbraten würde. Warum den Leuten dann evtl. Rückerstattungen nicht geben? Ich habe von meinem Vermieter dieses Jahr 238 Euro auf die Nebenkosten zurück bekommen. Bei meinem Nachbarn wären es 42 Euro gewesen. Die hat er also nicht bekommen. Ich habe mich dagegen über das extra Geld gefreut und es motiviert mich wieder, mehr auf meinen Müll, Wasser- und sonstigen Energieverbrauch zu achten. Meinen Nachbarn ist es egal - die 42 Euro bekommt er nicht. Dabei würde es doch helfen solche Leute zu motivieren verantwortungsbewusster mit den Geldern der Allgemeinheit umzugehen. Wenn er/sie weniger Heizkosten verbratet auf Kosten der Allgemeinheit durch diese kleine Motivation, dann haben wir am Ende mehr gespart, als das Zurückholen von lausige 42 Euro. Und viele Arbeitslose (nicht alle - ich weiß) denken so über den Umgang mit den Heizkosten - der Staat bezahlt eh und wenn ich spare wird der Staat davon besser und nicht ich, also warum sparen... ist leider so bei vielen.
 
Mit anderen Worten - wer Energie spart wird mit Preisaufschläge bestraft, weil man den Energieunternehmen den Gewinn schmälert.
Das stimmt ja so nicht.

Gegenüber den anderen Leuten sparst du ja mit deinem Beispiel trotzdem noch. Wer den Energieverbrauch nicht zurückfährt zahlt 20% mehr und du nur 12%.

Die Preiserhöhung ist für alle gleich, du gehst nur anders damit um als dein Nachbar.
 
Naja, - ist sehr 2-schneidig: In meinem Gewerbebetrieb hatten wir es hinbekommen, unseren Energiebedarf durch Modernisierungsmaßnahmen und neuer Techniken nicht unerheblich abzusenken.... Das Ende vom Lied war dann die Aufhebung der Sondertarife für Gewerbekunden mit erhöhtem Energiebedarf, das Ganze wirkte sich dann in einer 30%igen Kostenerhöhung aus.... :(

Dementspechend hätte man sich auch die Ganze Mühe sparen können, - immerhin konnten wir noch den Steuervorteil für die Investitionen mitnehmen - ist aber wohl nicht Sinn der Sache..... ;)
 
Dazu passt auch das nahezu legendäre Zitat (ich weiß grad nicht von wem) "Das Volk hat kein Brot mehr, soll es doch Kuchen essen!"

Das wird Marie Antoinette (der Frau von Ludwig XVI, französische Revolution) zugeschrieben. Aber inzwischen bestehen starke Zweifel, ob sie das wirklich gesagt haben soll...

Natürlich hat er Recht, dass man die Wohnungen nicht mehr überheizen soll. Aber so hat er sich gewaltig im Ton vergriffen und zumindest den Eindruck von volksfremder Arroganz bewiesen. Ich glaube kaum, dass er bereit ist, auf gewisse Annehmlichkeiten zu verzichten. Und ich denke, dass eh schon genug Leute die Heizung deutlich runtergedreht haben und frieren und trotzdem noch nicht die Energiekosten bezahlen können. Solche Aussagen sorgen in der Folge für - weiteren - Verdruss auf die Politiker.
 
Ich spare Energie genug - je mehr man aber an Energie spart, umso mehr drehen die Energie-Anbieter an der Preisschraube, denn die leiden ja Verlust, wenn wir alle brav sparen.

die Logik daran ist wirtschaftlich unsinnig, so betreibt man keine Gewinnmaximierung,

die Preise steigen nicht weil Du weniger verbrauchst sondern sie steigen weil die Kosten höher werden, Preisabsprachen und Monopolstellungen das ermöglichen und zusätzlich Ökostrom und Ökosteuer die Kasse der Verbraucher belasten
 
Zuletzt bearbeitet:
@Loshai: leider ist dem doch ein bisschen so: Gerade beim Müll habe ich es miterleben müssen, wie eine Stadt eine Preiserhöhung mit dem gesunkenen Müllaufkommen begründet hat (da musste eben eine überdimensionierte Müllverbrennungsanlage finanziert werden)
 
(da musste eben eine überdimensionierte Müllverbrennungsanlage finanziert werden)

Es ist doch noch keine Apfel und Birnen Zeit ;-)

Es gibt hier keine steigenden Preise auf Grund zu hoher Kapazitäten in Rotterdam, sondern eher weil die globale Nachfrager steigt, während die Ressourcen endlich sind.

gruss kelle!
 
Einfach so die Bude kalt lassen ist übrigens gar nicht gut. Wenn man keine 1a Isolierung hat, dann kann man sich da ganz schnell über Schimmelbildung freuen. Alles schon selber erlebt. Und wenn man den einmal hat, wirds schwer, den wieder loszuwerden.

Marty
 
Einfach so die Bude kalt lassen ist übrigens gar nicht gut. Wenn man keine 1a Isolierung hat, dann kann man sich da ganz schnell über Schimmelbildung freuen. Alles schon selber erlebt. Und wenn man den einmal hat, wirds schwer, den wieder loszuwerden.

Marty

unter 60 % Luftfeuchtigkeit bekommt man keinen Schimmel, jeder der seine Bude so kalt läßt muss gut aufpassen und oft genug lüften

@Loshai: leider ist dem doch ein bisschen so: Gerade beim Müll habe ich es miterleben müssen, wie eine Stadt eine Preiserhöhung mit dem gesunkenen Müllaufkommen begründet hat (da musste eben eine überdimensionierte Müllverbrennungsanlage finanziert werden)


ne Stadt ist doch auch kein Wirtschaftsunternehmen und wenn ich als Stadt meine Müllverbrennungsanlage zu groß geplant hätte würd ich mir da auch nicht die Schuld dran eingestehen wollen und es lieber so begründen